Editorial

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Darf’s ein bisserl leichter sein?

Es gibt Ausgaben, die entstehen rund um einen großen Trend oder ein dominantes Thema – und dann gibt es jene, die vielmehr ein Lebensgefühl einfangen. Diese gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. In den vergangenen Wochen hat sich in der WOMAN-Redaktion immer wieder alles um Dinge gedreht, die unmittelbar glücklich machen: Beauty und Mode, die nicht streng sein will, sondern easy going. Feelgood Pieces eben – Kleidung, die man morgens anzieht und die sofort die Stimmung hebt.

Ähnlich verhält es sich derzeit in der Interior-Welt. Während lange Beige, Greige und perfekte Zurückhaltung dominierten, kehren plötzlich Farbe, Charakter und ein gewisser Mut zurück. Bunte Möbel, verspielte Formen und Räume, die Persönlichkeit zeigen dürfen, wirken aktuell fast wie ein kleines Gegenprogramm zur sehr kontrollierten Ästhetik der letzten Jahre.

Wir sehnen uns gerade insgesamt stärker nach Orten, Dingen und Momenten, die uns emotional berühren. Jennifer Koutni hat sich dafür auf die Suche nach besonderen Hideaways gemacht – an Seen oder mit Blick aufs Wasser, wo genau dieses Gefühl von Ruhe und Eskapismus entsteht, das viele derzeit anzieht.

Nina Horcher hat sich währenddessen mit einem Thema beschäftigt, das mich persönlich sehr anspricht: Solo-Travel. Ich fahre seit Jahren immer wieder bewusst allein weg – und empfinde diese Trips als meinen ganz persönlichen Luxus. Ohne Kompromisse, strikte Zeitpläne oder Erwartungen. Und irgendwann merkt man: Wer allein unterwegs sein kann, allein essen geht und sich selbst gute Gesellschaft ist, den kann tatsächlich kaum etwas aufhalten. In diesem Sinne: eine Ausgabe mit inspirierenden Frauen, über Stil, Orte und Entscheidungen, die das Leben vielleicht nicht perfekter, aber definitiv schöner machen.

Herzlichst

Michaela Strachwitz

Chefredakteurin

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