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Wann Ostern ist & warum der Osterhase die Ostereier bringt [Überblick]

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Osternest, das mit bunten Ostereiern und Süßigkeiten gefüllt ist

©Elke Mayr
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Zu Ostern feiern die Christen die Auferstehung Jesu Christi. Warum das Osterfest kein fixes Datum hat, welche Osterbräuche es gibt, warum eigentlich der Osterhase die Ostereier in Osternestern versteckt und was bei keiner Osterjause fehlen darf. Plus: Osterlamm-Rezept & Osterdeko-Ideen.

Warum feiern wir Ostern?

Zu Ostern feiert das Christentum das Fest der Auferstehung Jesu Christi und es zählt zu den ältesten sowie wichtigsten Festen der Christen. Der Ostersonntag ist der Beginn der österlichen Freudenzeit, der Osterzeit, die bis einschließlich Pfingsten 50 Tage dauert.

Woher der Begriff Ostern kommt, ist umstritten, am wahrscheinlichsten ist aber, dass der Name von Eostro stammt, der bis ins 8. Jahrhundert zurückgeht und Morgenröte bedeutet.

Ostern ist ein "bewegliches" Fest

Das Osterfest findet nicht wie Weihnachten zu einem bestimmten Datum statt, sondern immer an dem Sonntag, der dem ersten Frühlingsvollmond folgt. Ostern ist somit frühestens am 22. März und spätestens am 25. April.

Vom Ostersonntag werden alle anderen beweglichen Feiertage abgeleitet. Christi Himmelfahrt ist beispielsweise am 39. Tag nach Ostern, Pfingstsonntag am 49. Tag, Fronleichnam am 60. Tag.

Die Osterferien in den Schulen finden in Österreich zur gleichen Zeit statt: Beginn ist am Samstag vor der Karwoche und sie dauern bis inklusive Dienstag nach dem Ostermontag.

Gründonnerstag & Karfreitag

Der fünfte Tag der Karwoche (letzte Woche der Fastenzeit/Woche vor Ostern) ist der Gründonnerstag. Dieser Tag steht für das letzte Abendmahl Jesu Christi mit den zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung.

Am Freitag vor Ostern, dem Karfreitag, gedenkt das Christentum dem Leiden und Sterben Jesu Christi. Gründonnerstag und Karfreitag sind keine gesetzlichen Feiertage.

Welche Bräuche gibt es zu Ostern?

Das Verschenken von bunt bemalten Eiern zählt zu den bekanntesten Bräuchen. Aber warum? Das Ei ist nicht nur ein Symbol für Fruchtbarkeit sowie neues Leben, sondern es sammelten sich während der Fastenzeit auch viele Eier an, da man auf sie verzichtete. Um sie haltbar zu machen, wurden sie hart gekocht und mit Pflanzensäften gefärbt, um sie später von den ungekochten zu unterschieden.

Ein alter Brauch ist auch, sich einen Osterstrauch daheim aufzustellen. Die mit bunt bemalten Ostereiern geschmückten Palmkätzchen-Zweige stehen für das Wiedererwachen der Natur im Frühling und die Auferstehung Jesu Christi.

Du hast bestimmt auch schon einmal ein Lamm in Kuchenform zu Ostern gegessen. Ursprünglich kommt das Osterlamm aus der jüdischen Tradition, da zu Pessach ein Lamm gegessen wurde. Symbolisch wurde dieses in der christlichen Kirche zum Lamm Gottes. Und heute darf das Kuchen-Lamm bei keiner Osterjause fehlen.

Der Osterhase & die Ostereier(suche)

Warum versteckt ein Hase bunte Eier? Die Antwort: Der Hase gilt als Bote des Frühlings und wegen seiner Fruchtbarkeit auch als Symbol für neues Leben und so setzte er sich gegen Hahn und Fuchs durch (die früher in Erzählungen auch Ostereier brachten). Da der Osterhase so flink ist, hat ihn auch noch nie jemand beim Ostereierverstecken erwischt ...

Eine Theorie über das Verstecken der Ostereier ist folgende: Um die Frühlingsgöttin Ostara zu ehren, wurden Eier verschenkt. Die Kirche verbot aber diesen heidnischen Brauch. Die Folge: Das Volk versteckte die Eier und verschenkte sie so heimlich untereinander.

Ostereier färben

Das Bemalen und Färben von Ostereiern ist eine beliebte Aktivität zur Osterzeit und macht vor allem (mit) Kindern Spaß. Wie du ohne Chemie und nur mit natürlichen Zutaten Ostereier färbst, erklären wir in der Anleitung.

Was kommt ins Osternest hinein?

Der Osterhase versteckt traditionsgemäß die bunten Ostereier in Osternestern im Garten, Haus, in der Wohnung, etc. (Achtung Spoiler: Eltern/Großeltern/... taumeln frühmorgens im Halbschlaf herum, um die Osternester in nicht allzu verstaubten Ecken für die Kleinen zu verstecken)

Ohne bunte Ostereier kein Osternest: die bunt gefärbten (hartgekochten) Ostereier sind ideal zum Eierpecken und Verspeisen. Und was gehört noch ins mit Ostergras ausgelegte Osterkörbchen? Je nach Belieben Süßigkeiten, wie Schoko-Osterhase oder Schoko-Ostereier, aber eventuell auch das ein oder andere kleine Geschenk, zum Beispiel: Bücher, Buntstifte oder ein kleines Spielzeug.

Das darf bei keiner Osterjause fehlen

Eines vorweg: Was bei einer traditionellen Osterjause auf keinen Fall fehlen darf, kann gar nicht so pauschal beantworten werden, denn es kommt darauf an, in welchem Bundesland gejausnet wird.

Zu Ostern wird in Kärnten pikant und süß gemischt: Die Basis für die Osterjause ist der Kärntner Reindling. Das süße Germteiggebäck wird mit Selchschinken, Selchwürsteln oder hauchdünn geschnittener Rinderzunge belegt. Dazu noch hartgekochte Eier sowie Eierkren.

Die steirische Osterjause besteht auch aus einer süßen Basis und zwar dem Osterbrot, ein süßliches Weißbrot mit oder ohne Rosinen (ähnlich wie die Osterpinze), belegt mit Selchschinken, hartgekochten Eiern und frisch geriebenen Kren.

In Wien gibt es zur traditionellen Osterjause neben Osterpinze mit Schinken, Eiern und Kren auch den Osterschinken im Brotteig. In Oberösterreich sowie Salzburg darf das Osterlammkuchen aus Biskuitteig nicht auf der Ostertafel fehlen.

Was aber viele Bundesländer gemeinsam haben: den Brauch der Osterspeisensegnung. Körbe gefüllt mit Osterschinken, Ostereiern & Co werden in der Kirche, meist schon am Ostersamstag, vor der großen Osterjause geweiht.

Inspirationen für die Osterdeko

Ob selbst gebastelte oder gekaufte Dekoration für Ostern, die Auswahl ist riesig: klassisch, modern oder doch minimalistisch. Lass dich am besten auf Pinterest inspirieren.

  • Kleine Palmsträuße

    Kurz gebunden und mit einer farbigen Masche versehen, passen die Mini-Sträußchen auch in ganz kleine Ostervasen – oder sogar in hübsche Eierbecher. Übrigens: Wenn man die Palmkätzchen ohne Wasser in ein Gefäß stellt, fangen sie nicht an zu blühen und es gibt auch keinen Blütenstaub auf dem Boden oder Tisch.

  • "Eier im Glas" – einmal anders

    Ein hohes Dekoglas wird mit ausgeblasenen Hühner-, Perlhuhn- oder Wachteleiern befüllt. Darauf kommen etwas Erde, Moos und kleine Frühblüher (z. B. Krokus) – fertig ist eine hübsche Tischdeko, die noch mit einer breiten Masche verziert werden kann.

  • Frühling auf der Fensterbank

    Frisches Moos im Wald für eine kleine "Mooswiesennester" sammeln. Überall dort aufstellen, wo ausreichend Licht die kleinen Pflänzchen zum Erblühen bringt. Damit das Ganze möglichst natürlich wirkt, nur ungefärbte Eier zur weiteren Deko verwenden.

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