
Stress ist unsichtbar, aber spürbar – in Nacken, Schultern, Gedanken. Die gezielte Anwendung ätherischer Öle mit sanfter Berührung kann den inneren Druck lösen.
– Text Michaela Kreitmayer
Wenn ich mit einem Tropfen Lavendelöl in meiner Handfläche arbeite, weiß ich: Was einfach erscheint, hat tiefgreifende Wirkung. Aromatherapie ist mehr als Wellness oder Duftlampe. Es ist die gezielte Anwendung ätherischer Öle zur Förderung von körperlicher und seelischer Gesundheit – eine Praxis, die ich seit Jahren begleite, beobachte und lebe.
In meiner Arbeit sehe ich immer wieder, wie stark unser Körper auf Duft reagiert. Ein Hauch von Orange bringt die Augen zum Leuchten. Rosmarin hilft, morgens klar zu denken. Lavendel beruhigt, wenn der Tag zu turbulent war. Diese Reaktionen sind keine Einbildung – sie beruhen auf der direkten Verbindung zwischen unserem Geruchssinn und dem limbischen System, dem emotionalen Zentrum unseres Gehirns. Düfte gehen nicht erst durch den Verstand. Sie wirken sofort. Das können sich insbesondere Frauen zunutze machen, deren Alltag von Todo-Listen, Hektik oder Dauergrübeln geprägt ist. Laut WHO zählt chronischer Stress zu einem der größten Gesundheitsrisiken. Eine Möglichkeit, aus dem Hamsterrad auszubrechen, ist die AromaTouch Technique ® – eine Anwendung mit acht ausgewählten ätherischen Ölen.
DIE NERVEN BERUHIGEN
Der Körper kann ätherische Öle über die Haut, Schleimhäute und den Geruchssinn aufnehmen – aromatisch durch Einatmen, topisch durch das Auftragen auf der Haut sowie innerlich durch eine Einnahme. AromaTouch ® kombiniert die aromatische und die topische Art: Acht ausgewählte ätherische Öle – darunter etwa Lavendel, Teebaum oder Pfefferminze – werden mit sanften Berührungen entlang der Wirbelsäule und an den Fußsohlen aufgetragen.
Ziel ist es, das Nervensystem wieder in Balance zu bringen, das durch anhaltenden Stress dauerhaft im Kampf- oder Fluchtmodus verharrt.
KEIN ERSATZ FÜR MEDIZIN
Ich verstehe die Skepsis, gerade aus der wissenschaftlichen Perspektive. Aromatherapie und AromaTouch ® sind nicht die Antwort auf alles. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung. Aber sie können begleiten, stabilisieren, stärken – oft auf leise, aber nachhaltige Weise. Als besonders wohltuend empfunden wird die Methode von Menschen, die starke innere Unruhe verspüren, Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen haben, sich häufig abgeschlagen und/oder überfordert fühlen.
Nach der Anwendung berichten Kund:innen oft von einem Gefühl der inneren Ruhe, Klarheit und emotionaler Entlastung. Besonders in einer Zeit, in der viele den Kontakt zu sich selbst verlieren, bietet die Behandlung mit ätherischen Ölen eine Rückverbindung: zu den Sinnen, zum Körper. Es ist ein Innehalten im Alltag, ein kleiner Akt der Fürsorge. Und manchmal braucht es gar nicht mehr, um sich wieder gut zu fühlen.
AROMATHERAPIE ZUM SELBERMACHEN: 5 TIPPS
ENTSPANNUNGSDUFT MIT LAVENDEL
Träufeln Sie ein paar Tropfen Lavendelöl in eine Duftlampe oder auf ein Taschentuch – ideal zum Abschalten am Abend oder vor dem Schlafen
ENERGIEKICK MIT ZITRUSÖLEN
Zitronen-, Orangen- oder Grapefruitöl in einem Diffuser wirken belebend und fördern die Konzentration – perfekt fürs Homeoffice!
AROMABAD SELBER MACHEN
Mischen Sie 5 bis 10 Tropfen ätherisches Öl (z. B. Rosmarin oder Eukalyptus) mit etwas Milch oder Honig und geben Sie es ins warme Badewasser. Die Öle niemals pur verwenden!
DIY-RAUMSPRAY
In eine Sprühflasche 100 ml Wasser, 1 TL Alkohol (z. B. Wodka) und 10 bis 15 Tropfen ätherisches Öl (wie Fichtennadel) geben. Gut schütteln und nach Bedarf versprühen!
ATEMFREIER MIT EUKALYPTUS
Bei Erkältung hilft ein Dampfbad mit 2 bis 3 Tropfen Eukalyptusöl auf heißem Wasser: Handtuch über den Kopf, tief ein- und ausatmen – etwa 10 Minuten.
