Frühjahrsputz für Skincare & Make-up: Darauf muss man achten

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Make-up und Skincare bunt verteilt vor weißem Hintergrund

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Das alljährliche Saubermachen steht an? Dann bitte nicht auf Badezimmerschränke und Kosmetiktaschen vergessen! Wann, wie und warum wir unsere Lieblingsprodukte regelmäßig entsorgen sollten.

Warum muss man Beauty- Produkte entsorgen?

Ob Skincare oder Make-up: Kosmetikprodukte enthalten wertvolle aktive Wirkstoffe, die allerdings durch eine falsche Lagerung, den Einfluss von Licht und Luft oder Verschmutzungen verderben können. „Nach dem Öffnen können sich durch den Kontakt mit Haut und Umwelt Bakterien in ihnen vermehren. Viele Produkte enthalten deshalb Konservierungsstoffe, die diesen Prozess verzögern. Verhindern können sie ihn aber nicht. Um Hautirritationen oder Unreinheiten zu vermeiden, ist es daher wichtig, Kosmetika rechtzeitig zu entsorgen“, wissen Alina Hösele und ihr Team. Hösele, Geschäftsführerin der österreichischen Parfümeriekette Alina Inspiring Beauty, eröffnete im März eine Kosmetikabteilung im Wiener Kaufhaus Steffl.

Woher weiß ich, dass meine Produkte abgelaufen sind?

Grundsätzlich zeigt das „PAO-Symbol“ (das kleine geöffnete Tiegel-Piktogramm) an, wie lange ein Produkt nach dem ersten Öffnen mindestens haltbar ist. Die meisten Kosmetika sind zwischen drei und 24 Monaten haltbar, wobei (feuchte) Produkte für den Augenbereich am schnellsten entsorgt werden sollten. Der Grund: Sie enthalten meist weniger Konservierungsstoffe, wodurch sich Bakterien leicht vermehren. Ist man sich allerdings unsicher, wie lange ein Produkt bereits in Verwendung ist, kann man an einigen Merkmalen herausfinden, ob es „gekippt“ ist. Haben sich der Geruch und die Farbe verändert? Ist die Textur plötzlich klumpig? Oder setzt sich etwas Flüssigkeit ab? Dann auf jeden Fall besser ab damit in den Müll.

Muss man sich immer genau an das MHD halten?

Das Team von Alina Hösele erklärt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine gute und wichtige Orientierung, allerdings gibt es auch hier Unterschiede. „Vor allem trockene, gepresste Puder wie Lidschatten, Bronzer oder Blush halten meist länger, da sie kaum Wasser enthalten.“ Wichtig für eine solche verlängerte Haltbarkeit ist allerdings, dass sie immer korrekt gelagert werden und nicht mit Flüssigkeit in Berührung kommen – dann können Puderprodukte problemlos auch ein bis zwei Jahre verwendet werden. Wenn das Produkt aber plötzlich nicht mehr performt, wie es soll, weil zum Beispiel die Oberfläche hart wird und sich von einem Pinsel nicht mehr aufnehmen lässt, ist es an der Zeit für einen Neukauf.

Wie sieht die richtige Aufbewahrung aus?

Auch wenn wir damit sicher einige Glaubenssätze ruinieren: Make-up und Skincare sollten nicht im Badezimmer aufbewahrt werden. Warum? „Weil dort eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, die das Wachstum von Keimen begünstigt. Außerdem lassen starke Temperaturunterschiede, Sonneneinstrahlung und Luft Wirkstoffe schneller verderben“, so die Expert:innen. Die Aufbewahrung in einem kühlen, trockenen, eher dunklen Raum wie dem Schlafzimmer ist daher empfohlen. Gewisse Produkte (etwa Vitamin C-Seren) können auch wunderbar im Kühlschrank gelagert werden. Und was sonst noch wichtig ist: Produkte sollten immer luftdicht verschlossen werden und nicht unnötig lange offen stehen.

Muss man Produkte regelmäßig reinigen?

Über Make-up, unser (ungereinigtes) Gesicht und eine unsaubere Lagerung kommen unsere Tools ständig mit Keimen in Kontakt. Daher ist es unentbehrlich, Pinsel und Schwämme regelmäßig gründlich zu reinigen – „am besten einmal pro Woche und mit einem milden Reiniger“, meint Alina Hösele. Schwämme sollten außerdem nach jeder Benutzung kurz durchgespült werden. Aber auch Puderprodukte oder Eye- und Lipliner können zwischendurch mit Reinigungsalkohol desinfiziert werden. Diese vor der nächsten Verwendung aber unbedingt komplett trocknen lassen!

Wohin mit abgelaufenen oder leeren Produkten?

Die Profis empfehlen: Bevor man abgelaufene Kosmetika entsorgt, sollte man die Produktrückstände grob aus den Verpackungen entfernen und diese im Restmüll – nicht etwa in der Toilette oder im Waschbecken – entsorgen. Problemstoffe, wie sie etwa in Nagellack zu finden sind, gehören zum Sondermüll. Die Verpackungen kann man anschließend einfach nach geltenden Recyclingregeln wegwerfen. Aber Achtung: Manchmal bestehen Deckel und Behälter aus verschiedenen Materialien. Um den Abfall zu reduzieren, setzen Hersteller vermehrt auch auf nachfüllbare Systeme oder auf kompostierbare Designs aus Karton, Kork, Zuckerrohr oder Holz.

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