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Barbara Wussow: "Das Traumschiff"-Schauspielerin mit sozialer Ader

Barbara Wussow entstammt einer berühmten Schauspielerfamilie. Einem Millionenpublikum bekannt wurde sie unter anderem durch diverse TV-Serien wie "Rosamunde Pilcher" oder "Das Traumschiff". Aber auch soziales Engagement ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Wie die Künstlerin tickt liest du in diesem Beitrag.

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Barbara Wussow
© Getty Images

Barbara Wussow ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum und hat ihr Können sowohl auf der Bühne, als auch in diversen Filmrollen gezeigt. Auch sozial engagiert sich die Künstlerin in diversen Projekten. Sie selbst über sich: "Menschen in den Bann der Sprache zu ziehen und mit Worten zu spielen bedeutet für mich eine große Herausforderung."

Steckbrief

  • Name: Barbara Wussow
  • Geboren am: 28. März 1961, München
  • Wohnort: Wien
  • Sternzeichen: Widder
  • Beruf: Schauspielerin
  • Familienstand: verheiratet
  • Kinder: Nikolaus und Johanna

Barbara Wussow: Aufgewachsen in einer Schauspielerfamilie

In die Fußstapfen berühmter Eltern zu treten, ist kein leichtes Unterfangen. Davon kann Barbara Wussow sicherlich ein Lied singen. Und auch davon, dass sie ihre Karriere hervorragend gemeistert hat und aus dem Schatten ihrer Vorfahren herausgetreten ist. Als Tochter der Burgschauspieler Klausjürgen Wussow und Ida Krottendorf wuchs sie in München auf.

Dass sie – wie ihre Eltern und ihr Bruder Alexander – künstlerisch talentiert ist, zeigte sich bereits in frühen Jahren. Nämlich als Barbara im zarten Alter von vier begann Ballett zu tanzen. Zwei Jahre später ging es dann nach Wien, wo sie die katholische Volksschule "Maria Regina" besuchte und im dortigen Gymnasium auch maturierte.

Die Anfänge einer Karriere zeichnen sich ab

Nach der Matura studierte Barbara erstmal Bühnen- und Kostümbild an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und schloss mit einem Diplom ab. Aber schon bald war ihr klar, dass das nicht ganz ihre Berufung war und so nahm sie kurzerhand Schauspielunterricht an der Schauspielschule Krauss und Privatunterricht bei Prof. Susi Nicoletti. Es zog sie sogar nach Los Angeles zu diversen Workshops bei Nina Foches.

Zurück in Wien blieb der Erfolg nicht lange aus und Wussow wurde an diversen Theatern – wie etwa dem Theater in der Josefstadt – neben Helmut Qualtinger in Rosenkavalier oder dem Vienna's English Theatre engagiert. Später folgten dann der Bayrische Hof in München und eine Theater-Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Barbara Wussow: Ihr Durchbruch mit "Die Schwarzwaldklinik" und "Das Traumschiff"

Schon bald wurde das Fernsehen auf Barbara Wussow aufmerksam und so konnte sie – an der Seite ihres Vaters – in "Die Schwarzwaldklinik" Fuß fassen. Zahlreiche weitere Engagements auf der Bühne und in Film- und Fernsehproduktionen wie etwa in "Rosamunde Pilcher" oder "Das Traumhotel" folgten.

Die wohl bekannteste Rolle war jedoch die der Hoteldirektorin Hanna Liebpold an der Seite von Florian Silbereisen in "Das Traumschiff". Barbara Wussow ist auch oft in der TV-Krimiwelt zu sehen. So spielte sie etwa neben Ihrem Ehemann und ihrem Bruder Alexander in SOKU Stuttgart.

Barbara Wussow liebt den Kontakt zum Publikum

Manche Schauspieler:innen haben Angst vor ihrem Publikum. Nicht so Barbara Wussow. Sie schaut ihnen gerne in die Augen und liebt es den direkten Kontakt zu pflegen. Das ist auch mit ein Grund, warum sie gerne Literaturlesungen abhält.

Ab und zu moderiert die Künstlerin diverse Galas – wie etwa den Fernsehpreis "Romy". Und natürlich liebt sie die Theaterbühne und bleibt ihr treu. Wussow hat auch Lust an Experimenten. So spielte sie etwa bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg die Rolle der Miranda.

»Menschen in den Bann der Sprache zu ziehen und mit Worten zu spielen bedeutet für mich eine große Herausforderung.«

Soziales Engagement ist Barbara Wussow sehr wichtig

Barbara Wussow ist ein sehr empathischer Mensch und so ist es fast selbstverständlich, dass sich die Powerfrau in etlichen Wohltätigkeitsprojekten engagiert. Sie unterstützt etwa ein SOS Kinderdorf in Ungarn, wo sie auch bereits das zweite Patenkind begleitet, das Hilfswerk Wien, die Ärzte ohne Grenzen und reiste sogar nach St. Petersburg um dort beim RTL Spenden-Marathon mitzuhelfen. Ziel war es ein Heim für schwerstbehinderte Kinder aufzubauen.

Für "Herz für Kinder" besuchte Wussow die Slumkinder im Happy Land, wo mit den Spenden ein neues Heim gebaut wurde. Sie und ihr Bruder sind Schirmherren für die Kinderkrebsnachsorge Klinik Tannheim. Dieses Projekt wurde einst von ihrem Vater Klausjürgen Wussow gegründet.

Backstage-Stories der Powerfrau

Von den Dreharbeiten können ihre Kolleg:innen lustige und interessante Geschichten erzählen. So musste Barbara Wussow bei den Aufnahmen der Rosamunde Pilcher Filme Wärme Pads unter der Kleidung tragen, da es an der Küste Cornwalls fürchterlich kalt und windig war.

Einen Zwischenfall gab es auch bei einem Traumschiff-Dreh. Während des ersten Corona-Lockdowns befand sie sich mit der Filmcrew und vielen Passagieren an Bord des Traumschiffs. Es durfte kein Hafen angesteuert werden und betankt wurde auf See. So gelangten auch die Essensvorräte an Bord. Das Problem – es gab keine einzige Maske an Bord.

Die Passagiere samt Crew durften zwar in einem deutschen Hafen landen, aber nur mit Maske. Und so improvisierte das Kostümteam vom ZDF und schneiderte aus den Stoffservietten des Restaurants kurzerhand die notwendigen Masken. Alle halfen mit – sowohl die Mitarbeiter als auch viele weibliche Passagiere. Und so wurden schlussendlich – wohl einzigartige - 1200 Masken genäht.

Barbara Wussow ganz privat

Ihren Ehemann – Albert Fortell, der auch Sohn eines Schauspielers war – lernte Barbara Wussow sehr früh kennen. Sie traf ihn während ihrer Studienjahre bei einer Lesung in Salzburg. 1990 heirateten die beiden und sind heute stolze Eltern von Sohn Nikolaus und der Tochter Johanna.

Die Schauspielerin sieht sich als Mutter viel weniger streng als ihre Eltern es waren. Sie gibt auch zu, dass sie etwas chaotisch ist und mit Computern nicht viel am Hut hat. Im Gegensatz zu ihrem Ehemann, der sowohl die Ordnung als auch Computer liebt.

Barbara führt auch Tagebuch und schreibt es selbst mit der Hand. Interessant ist die Karriere ihres Sohnes Nikolaus. Er erobert die Bretter die die Welt bedeuten ganz anders als seine Eltern. Mit dem Künstlernamen Nikolaus Fortelni zieht er das Publikum als Zauberer in seinen Bann.

Vor einigen Jahren wurde er Erster beim Wiener Magic Slam und mit seinem Bühnenpartner Raphael Macho ist er als "Nik&Ralph" österreichweit unterwegs. So spannend und aufregend das Leben von Barbara Wussow auch klingt, musste sie doch etliche Schicksalsschläge erleiden. Gerne hätte die Künstlerin mehr Kinder gehabt, allerdings war ihr dieses Glück nicht beschieden und sie erlitt drei Fehlgeburten.