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Blush: Wie du dir mit Rouge einen frischen Teint zauberst

Wer von uns möchte nicht den ganzen Tag über frisch und erholt aussehen? Mit Blush ist das kein Problem. Ob als Rouge, Lippenstift oder Lidschatten - er ist ein wahres Multitalent und Beauty-Must-have. Wir zeigen Dir, wie Du ihn am besten einsetzt.

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Blush
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Ein Hauch Farbe auf den Wangen vervollständigt jedes Make-up, denn es lässt das Gesicht nicht nur jugendlicher wirken, sondern man kann damit auch die Gesichtskonturen akzentuieren und damit verfeinern. Das wussten die Frauen schon vor vielen Jahrhunderten. So nutzte etwa die wohlhabende Bevölkerung im alten Ägypten das fein geriebene Ocker für den Teint.

Dieses Mineralgemisch aus Tonerde und natürlich vorkommenden Verwitterungsprodukten zauberte leichte Braun- und Rotnuancen auf die Wangen. Im antiken Griechenland und auch in Rom wurden die ersten Rouge-Varianten aus roter Beete oder Maulbeeren hergestellt. Allerdings wurde auch das toxische Zinnober verwendet, das Lähmungen oder Haarausfall bewirkte.

Königin Marie Antoinette in Frankreich machte dann das "Rougieren" salonfähig. Aber im 19. Jhd. wurde das Rouge bzw. der Blush von Königin Viktoria als unsittlich verpönt. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert, denn heutzutage ist Rouge bzw. Blush ein Must-have.

Welche Arten von Blush gibt es?

Am Markt sind verschiedenste Texturen des "Frischezauberers" erhältlich. Die wohl beliebteste ist dabei das Rouge bzw. der Blush in Puderform. Manche Frauen – und natürlich auch Männer – bevorzugen es jedoch als Creme, Mousse oder mit flüssiger Konsistenz. Auch Gel Blush ist erhältlich, sowie Rouge als Stick oder mit einem Kissen-Applikator.

Puderblush

Diese Textur ist am weitesten verbreitet und entweder in gepresster oder loser Form erhältlich, die mit einem großen weichen Pinsel, der abgeschrägt ist, aufgetragen wird. Überschüssige Farbpigmente werden vor dem Auftragen am Handrücken abgeklopft. Geeignet ist es sowohl bei fettiger, Misch- oder normaler Haut. Selbst Anfänger haben keine Schwierigkeiten beim Auftragen.

Tipp

Als Unterlage etwas Puder verwenden, dann lässt sich das Puderrouge nicht nur leichter verteilen, sondern es entsteht auch ein ebenmäßiger Eindruck. Anschließend sorgfältig verblenden. Viele Profis nutzen dabei die Finger und verteilen den Blush seitlich an den Wangenknochen bis hin zum Haaransatz.

Cremeblush

Bei trockener Haut empfiehlt sich Creme Blush, welcher auch manchmal Cream Rouge bzw. Mousserouge genannt wird. Er hat einen relativ hohen Fettgehalt, befeuchtet die Haut und verschmilzt leicht mit dem Teint.

Das Auftragen gelingt besonders gut, wenn davor eine flüssige Foundation verwendet wird. Danach einfach die Finger oder den Stick benutzen, um die Farbe aufzutragen. Nun mit den Fingerspitzen einarbeiten und an den Rändern ausblenden. Um das Ganze zu fixieren, anschließend einen Hauch transparenten Puder verwenden.

Flüssiger Blush

Mit einem flüssigen Blush umzugehen sollte geübt werden. Allerdings ist das – gelungene - Ergebnis ein besonders zarter und natürlich wirkender Look. Geeignet ist es für sämtliche Hauttypen und wird am besten nach dem Auftragen mit einem Schwämmchen eingearbeitet. Hier ist Schnelligkeit angesagt, denn flüssiger Blush zieht sehr schnell ein.

Gel Blush

Diese Konsistenz von Blush empfiehlt sich im Sommer. Für einen öligen Teint ist es jedoch nicht geeignet, da es zu mehr Glanz führen kann. Und – es enthält Wasser, das bei der darunterliegenden Foundation manches Mal zu hässlichen Rändern führt. Aufgetragen wird es mit einem Pinsel und danach sanft verblendet.

Rouge mit Kissenapplikator

Diese Rouge-Form wird immer beliebter, denn das Schwämmchen oder das Kissen erleichtert das Auftragen. Der Look wirkt natürlich und es eignet sich für alle Hauttypen. Aber auch hier ist Obacht geboten wenn darunter Foundation ist, da man diese durch das Rouge wegwischt.

Der perfekte Blush für jede Gesichtsform

Mit Rouge wirkt das Gesicht nicht nur frisch, sondern es kann es auch optisch formen und akzentuieren. Wird es etwa auf den Wangenknochen optimal platziert, dann scheint es so, als ob diese höher werden. Zu tief aufgetragen, zieht es die Gesichtsform nach unten.

Ovales Gesicht

Beim ovalen Gewicht wird Blush fast waagrecht an der oberen Seite des Wangenknochens hin schattiert bis zu den Schläfen. Das schenkt eine schöne Kontur und bewahrt die optimale Form des Gesichts.

Rundes Gesicht

Bei dieser Gesichtsform wird der Blush unterhalb des Wangenknochens aufgetragen und dann schräg nach oben zur Schläfe gezogen. Fast bis unten zum Mundwinkel wird dann alles sorgfältig verblendet. Dadurch wirkt das runde Gesicht schmäler.

Eckiges Gesicht

Ein eckiges Gesicht ist meist durch ein markantes Kinn gekennzeichnet und die Wangenknochen sind ausgeprägt. Hier wirkt Rouge als eine Art Weichzeichner und wird vorne an der Spitze des Wangenknochens aufgetragen. Danach alles nach außen zum Haaransatz verblenden.

Langes Gesicht

Ein langes Gesicht kann man mit Blush optisch etwas breiter zaubern. Das Rouge wird hier am höchsten Punkt der Wangenknochen eher waagrecht in Richtung Ansatz aufgetragen.

So findest Du die optimale Rouge-Farbe

Eines ist ganz wichtig: Der Blush sollte sich immer den Hautton anpassen, um natürlich zu wirken. Wer etwa helle Haut und blonde Haare hat, der wählt zartes Rosa. Ein gesunder und frischer Teint ist das Ergebnis.

Bei einem gebräunten und dunkleren Teint ist Rouge in kräftigen Pfirsich – oder Apricot-Tönen am besten geeignet. Hat man eine mittelblonde Haarpracht, kann auch intensiveres Pink gewählt werden. Am Wichtigsten ist jedoch immer das perfekte Verblenden.

Auch dafür kannst Du Rouge verwenden

Mit bräunlichen Blush-Tönen, kann man auch das Gesicht konturieren, ähnlich wie mit einem Bronzer. Blush kann aber auch, je nach Konsistenz, als Lipgloss oder als Lidschatten eingesetzt werden. Dabei eignen sich Puder-Varianten am besten als Lidschatten. Rouge mit flüssiger Konsistenz wird gerne als Lipgloss eingesetzt.

So lange ist er haltbar

Am längsten hält Blush in Puderform. Es kann problemlos mindestens zwei Jahre lang benutzt werden. Bei cremigen oder flüssigen Texturen sollte man vorsichtiger sein, da es durch Keime schneller verunreinigt werden kann. Aber ein Jahr lang halten sie sicher.

Allerdings – wenn sich Farbe oder Konsistenz verändert, dann das Produkt lieber entsorgen. Um den Blush möglichst lang verwenden zu können, immer auf eine regelmäßige Reinigung von Pinsel oder Schwämmchen achten.

Blush bei Hautproblemen

Bei starken Hautproblemen, Akne oder Unreinheiten sollte man vorsichtig sein mit dem Einsatz von Blush sein, das es diese betonen könnte. Am besten eignet sich Puderrouge, denn Cremes oder Flüssigkeiten können sich in vergrößerten Poren sammeln oder sich in der Hautstruktur festsetzen.

Hier besonders gut auf eine regelmäßige Reinigung von Gesicht, aber auch von Pinsel oder Schwämmchen achten, damit keine Keime ins Produkt gelangen. Bei Hautproblemen sind vor allem helle Farbtöne ideal.

Tipp: Mein Lieblingsblush

Ich persönlich bin ein Fan von Bush. Ohne diesem Must-have geht gar nichts. Und natürlich muss es auch schnell und einfach gehen. So verwende ich schon seit längerer Zeit den Blush Subtil von Lancome. Dieses Puderrouge ist hauchzart, ziemlich transparent und modelliert den Teint sanft und langanhaltend.

Es ist in diversen Farben erhältlich und schenkt einen tollen Glow-Effekt. Einen Versuch wert ist auch das "So Fresh Mineral Rouge Powder" von Lavera mit Bio-Jojobaöl und natürlichen Farbpigmenten. Es besitzt lichtreflektierende Pigmente und wirkt sehr natürlich und frisch.

Thema: Make-up