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Gesichtsreinigung: So reinigst du dein Gesicht richtig

Die Gesichtsreinigung ist der erste und letzte Schritt in der täglichen Gesichtspflege. Wir erklären, wie du dein Gesicht richtig reinigen und gleichzeitig für die nachfolgenden Pflegeprodukte vorbereiten kannst.

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Gesichtsreinigung
© iStock

Eine gründliche Gesichtsreinigung (auch Cleansing genannt) bildet die Basis für eine umfassende Skincare-Routine und daraus resultierend einer gepflegten und strahlenden Haut. Warum die Reinigung so wichtig ist: Nur eine saubere und geklärte Haut kann die Wirkstoffe der anschließenden Pflegeprodukte optimal aufnehmen.

Warum Gesichtsreinigung so wichtig ist

Im Laufe des Tages sammelt sich Schmutz auf der Haut im Gesicht, zum Beispiel aus der Luft oder weil wir uns häufig unbewusst ins Gesicht greifen. Vor allem abends ist es daher wichtig, die Haut sorgfältig zu reinigen.

In der Nacht arbeitet und regeneriert sich unsere Haut. Auch die Pflegeprodukte, die du vielleicht am Vorabend aufgetragen hast, sind noch auf der Haut sicht- und spürbar, etwa wenn du eine reichhaltige Pflege aufgetragen hast und am Morgen ein leichter Fettfilm auf der Haut liegt. Aus diesem Grund empfiehlt sich auch eine Gesichtsreinigung mit milden Produkten am Morgen.

Als Faustregel können wir also festhalten, dass das Gesicht ein bis zwei Mal täglich gereinigt werden sollte, wobei vor allem die Reinigung am Abend unerlässlich ist – besonders wenn untertags Make Up verwendet wurde.

Einmal pro Woche darf es dann auch eine intensive Reinigung sein, etwa mit (Chemischen) Peelings oder einer Maske. Bei öliger Haut kannst du auch zwei Peelings pro Woche anwenden. So ist deine Haut stets optimal gereinigt und gut gewappnet gegen alle äußeren Einflüsse.

Ein weiterer Grund, warum Cleansing so wichtig ist: Bei gereinigter Gesichtshaut können die Inhaltsstoffe deiner Pflegeprodukte besser ihre Wirkung entfalten. Egal, ob du eine Tagescreme, Nachtcreme oder auch ein Serum aufträgst – zuvor solltest du die Poren deiner Gesichtshaut reinigen, damit die Haut das Produkt besser aufnehmen kann. Speziell wenn du zu öliger Haut mit Unreinheiten neigst, ist eine gründliche Reinigung in diesem Zusammenhang essentiell.

Gesichtsreinigung am Morgen

Wie bereits erwähnt, ist die Gesichtsreinigung zu Beginn des Tages wichtig, um die Haut von etwaigen Pflegerückständen des Vorabends zu befreien und sie optimal für deine darauffolgende Skincare-Routine vorzubereiten. Jedoch solltest du es beim Reinigen nicht übertreiben: Denn unsere Haut ist von einem natürlichen Schutzschild umgeben, welches durch zu aggressive Reinigungsprodukte beschädigt werden kann.

Dadurch wird die Haut anfälliger für das Eindringen von Bakterien und Keimen. Die Folge: Unreinheiten, aber auch kleine Fältchen machen sich bemerkbar. Besser ist es daher, bei der morgendlichen Gesichtsreinigung auf milde Produkte zu setzen. Dies gilt vor allem für trockene und normale Hauttypen.

In Sachen Skincare-Routine kannst du nach dem Reinigen einen Toner bzw. ein Gesichtswasser verwenden. Dieser erhöht den pH-Wert der Haut nach der Reinigung und stellt so das chemische Gleichgewicht wieder her.

Dadurch wird wiederum der natürliche Säureschutzmantel deiner Haut stabilisiert. Danach kannst du eine Augencreme verwenden, gefolgt von einer Feuchtigkeitscreme. Den Abschluss der Hautpflege-Routine sollte immer der Sonnencreme bilden.

Gesichtsreinigung am Abend

Ins Bett zu gehen, ohne die Haut zu reinigen oder sich abzuschminken ist nicht nur unter Skincare-Gurus ein absolutes No-Go. Denn gerade in der Nacht regeneriert sich die Haut. Make Up, das auf der Gesichtshaut verbleibt, ist somit der ideale Nährboden für Bakterien und kann die Poren verstopfen.

Auch wenn du kein Make Up trägst, solltest du nicht auf die Reinigung am Abend verzichten. Denn die äußeren Einflüsse des Tages hinterlassen auch hier ihre Spuren und deine Gesichtshaut dankt es dir mit Sicherheit, wenn du sie vor dem Schlafengehen befreist.

Damit es also kein böses Erwachen mit Pickeln, Rötungen und Unreinheiten gibt, solltest du deine Gesichtshaut abends gründlich reinigen. Vor allem das Entfernen von wasserfestem Make Up kann dabei schnell zur Herausforderung werden.

Im Handel werden für Mascara und Co. verschiedene Gesichtsreinigungsprodukte angeboten: Schäumende Waschgele, milde Reinigungstücher oder auch Reiniger auf Öl-Basis. Welche Art von Produkt zu dir passt, hängt von deinem Hauttyp, deiner persönlichen Vorliebe und dem verwendeten Make Up ab.

Für deine abendliche Skincare-Routine kannst du nach der Reinigung ein bis zwei Mal pro Woche ein chemisches Peeling anwenden, um abgestorbene Hautzellen abzutragen oder die Haut noch gründlicher von Schmutz und Bakterien zu befreien.

Danach kannst du wieder zu einem Toner greifen, bevor du deiner Haut mit einem Serum nochmals den extra Pflege-Booster gibst. Im Anschluss kannst du eine Augencreme in deine Routine einbauen. Eine Nachtcreme bzw. eine Nachtmaske ist schließlich der letzte Schritt.

Die richtige Reinigung für jeden Hauttyp

Waschgele, Gesichtswasser, Cleanser auf Öl-Basis, Reinigungsmilch, Cleansing-Tücher und Co.: Die Liste an verschiedenen Reinigungsprodukten auf dem Markt ist schier unendlich lang. Hinzu kommt, dass viele Marken verschiedene Cleansing-Produkte anbieten. Somit ist es gar nicht so einfach, das für sich passende Produkt zu finden. Ein wichtiger Indikator dafür ist aber dein Hauttyp bzw. vielmehr die Bedürfnisse , die deine Haut dadurch hat.

Gesichtsreinigung bei normaler Haut

Menschen mit einem normalen Hauttyp haben in Sachen Reinigungsprodukte die Qual der Wahl: Von Reinigungsschaum über ein Cleansing-Gel oder Öl bis hin zum Mizellenwasser kannst du im Grunde alles verwenden. Um deiner Haut aber unnötigen Stress zu ersparen, vermeide es zwischen zu vielen Produkten zu wechseln. Was in jedem Fall immer geht, sind milde Cleanser, die die schützende Lipidschicht der Haut nicht angreifen.

Gesichtsreinigung bei öliger Haut

Ölige Haut verträgt schäumende Waschcremes am besten. Falls öfter Mitesser und Pickel auftauchen, entscheide dich für einen Cleanser, der auf den pH-Wert der Haut abgestimmt ist. Außerdem gehen auch antibakterielle Waschgele, die Unreinheiten ausbremsen, sehr gut bei öliger Haut.

Gesichtsreinigung bei trockener Haut

Bei trockener Haut ist Reinigungsmilch, eine Cleansing Creme oder auch ein Reinigungsprodukt auf Öl-Basis ideal, da diese den Teint mit rückfettenden Lipiden oder Feuchtigkeitsbindern versorgen. Vor allem eine feuchtigkeitsspendende, milde Reinigungslotion ist empfehlenswert, da sie gründlich reinigt, ohne die Haut auszutrocknen. Achtung: Jegliche Cleansing-Produkte sollten keinen Alkohol enthalten, da dieser trockene Haut reizen kann.

Gesichtsreinigung bei Mischhaut

Streng genommen bräuchte man bei Mischhaut für die verschiedenen Hautpartien unterschiedliche Pflegeprogramme. Wir wollen ja nicht gleich übertreiben, aber ein Versuch wäre es wert, an den trockenen Stellen Cleansing-Produkte zu verwenden, die Feuchtigkeit spenden ohne zu fetten. Ein guter Mittelweg für Mischhaut ist die Verwendung einer pH-neutralen Reinigungslotion.

Wer mag, tupft Nase, Kinn und Stirn anschließend mit einem Gesichtswasser gegen Unreinheiten ab. Spare dabei aber Wangen und Hals aus. Auch Peelings für fettige Haut kannst du gezielt in der T-Zone anwenden.

Gesichtsreinigung bei empfindlicher Haut

In Sachen Gesichtsreinigung sollte bei sensibler Haut unbedingt der Schonwaschgang eingelegt werden: Verwende dafür am besten Reinigungsmilch oder -gel mit beruhigenden Essenzen wie Thermalwasser oder weißem Tee, und das möglichst ohne Duftstoffe. Damit Kalkrückstände vom Wasser oder Reste der Reinigungsmilch die empfindliche Haut nicht reizen, kannst du dein Gesicht mit alkoholfreier Lotion klären. Alternativ kannst du auch Thermalwasser aufsprühen und die Haut danach abtupfen.

Unsere Produkt-Favoriten zur Gesichtsreinigung

Dos und Don’ts in puncto Gesichtsreinigung

  • Finger weg von Seife! Diese ist zwar gut fürs Händewaschen geeignet, nicht aber für die zarte Gesichtshaut. Denn herkömmliche Seife verändert den pH-Wert der Haut und stört ihren natürlichen Säureschutzmantel. Achte daher darauf, einen seifenfreien Cleanser zu benutzen.
  • Denke beim Reinigen unbedingt auch an Stellen, die oft vernachlässigt werden, wie etwa das Kinn, die Gesichtskonturen, den Hals und das Dekolleté. Denn auch hier können sich Talg und Schmutz absetzen.
  • Verwende für deine empfindliche Gesichtshaut nach Möglichkeit immer ein eigenes Handtuch. Dieses sollte möglichst weich sein. Geh beim Abtrocknen sachte vor und tupfe lieber anstatt wild zu rubbeln. Sonst läufst du Gefahr, die oberste Hautschicht unnötig zu reizen.
  • Achte auf eine angenehme Wasser-Temperatur. Denn ist das Wasser zu heiß, trocknet es die Haut stark aus und kann sogar zu Reizungen und geplatzten Äderchen führen. Der Grund: Zu heiße Temperaturen bzw. der Wechsel von heiß auf kalt stresst die feinen Kapillargefäße im Gesicht. Lauwarmes Wasser ist am besten.
  • Mizellenwasser stand übrigens bei Skincare-Influencer:innen in der Kritik. Dieses sollte – entgegen der Hinweise der meisten Hersteller – immer abgewaschen werden. Denn verbleiben die im Gesichtswasser enthaltenen Tenside, werden sie in weiterer Folge durch nachfolgend angewendete Beauty-Produkte wie Cremes etc. quasi auf der Haut "eingeschlossen". Dies wiederum führt zu Schäden in der Hautbarriere und einer erhöhten Reizbarkeit der Haut. Lange Rede, kurzer Sinn: Mizellenwasser nach dem Reinigen immer abwaschen und im Idealfall das Gesicht im Nachgang nochmal mit einem zweiten Cleanser reinigen.
  • Zum Reinigen gehört auch das sogenannte Ausreinigen. Das erledigt ein:e Kosmetiker:in, indem er bzw. sie Mitesser und andere Hautunreinheiten entfernt, die der täglichen Reinigungsroutine trotzen. Alle sechs bis zwölf Wochen kannst du solch eine Behandlung vornehmen lassen.

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