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Skincare-Routine: Diese Produkte brauchst du wirklich

Cleanser, Serum, Sonnenschutz und Co.: Wie du die für dich passende Skincare-Routine findest, welche Beauty-Produkte du wirklich dafür brauchst und wofür welche Inhaltsstoffe geeignet sind.

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Skincare-Routine: Eine Frau steht im Bad und wäscht sich das Gesicht mit einem Waschgel.
© iStock

Mit diesem Artikel wollen wir dir dabei helfen, dich in dem riesigen Dschungel an Produkten und Inhaltsstoffen zurechtzufinden. Für die optimale Gesichtspflege sollte man ein paar Dinge beachten, aber so schwer ist es gar nicht, die für sich passende Skincare-Routine zu finden!

Welche Inhaltsstoffe gibt es und was bewirken sie?

Es gibt eine Reihe an wirklich tollen Inhaltsstoffen, deren Wirkung du optimal auf deine Hautbedürfnisse abstimmen kannst. Diese werden im Normalfall in Form von Seren nach dem Face Wash und vor der Feuchtigkeitscreme aufgetragen. Wir listen dir die wichtigsten Inhaltsstoffe auf und sagen dir, welche für deinen jeweiligen Hauttyp am geeignetsten sind.

Tipps: Egal, um welchen Wirkstoff es sich handelt - wenn man ihn neu in die Skincare-Routine integriert, sollte man anfangs nicht übertreiben und ihn langsam in die Pflegeroutine (1-3 Mal pro Woche) einbinden, um die Haut nicht zu irritieren.

Retinol

Retinol ist ein Vitamin A, welches die Zellerneuerung sowie die Kollagenproduktion ankurbelt. Somit wirkt es gegen Unreinheiten und Falten (Vorbeugung sowie Verminderung der Faltentiefe). Es handelt sich also um einen tollen Inhaltsstoff gegen Skin Aging.

Produkte, die Retinol enthalten, sollte man am besten abends verwenden, da sie die Haut - morgens aufgetragen - untertags lichtempfindlicher machen würden. 1-3 Mal die Woche ist ausreichend.

Niacinamid

Das Vitamin B3 ist ein Allrounder, der für alle Hauttypen geeignet ist und wird von Skincare-Expert:innen auf der ganzen Welt hochgelobt. Seine entzündungshemmende Wirkung eignet sich hervorragend bei Unreinheiten. Es beruhigt die Haut, stärkt die Barriere und hilft bei Pickelmalen oder Pigmentflecken. Außerdem lässt es vergrößerte Poren kleiner wirken . Es kann täglich - morgens und abends - verwendet werden. Hier findest du alle positiven Effekte von Niacinamid.

Vitamin C

Vitamin C ist ein Antioxidanz, das täglich verwendet werden kann. Es hilft bei Pigmentflecken, mindert Rötungen und kurbelt die Kollagenproduktion (Anti Aging) an. Zudem wirkt es antioxidativ - das bedeutet, dass die Haut vor freien Radikalen, die durch negative Umwelteinflüsse entstehen (zum Beispiel Zigarettenrauch, Umweltgifte oder UV-Strahlung) geschützt wird. Trägt man es morgens unter dem Sonnenschutz auf, unterstützt es dessen Wirkung.

Tipps: Beim Kauf von Vitamin-C-Produkten sollte man darauf achten, dass diese einen sauren pH-Wert (2,5 - 4) haben, da der Wirkstoff ansonsten nicht in die Haut eindringen kann. Derivate (= abgeleitete Stoffe mit ähnlicher Struktur) sind milder und wirken zwar ebenfalls antioxidativ, haben jedoch einen höheren pH-Wert und entfalten deshalb nicht ihre volle Wirkung.

Hyaluronsäure

Hyaluron ist ein Wassermolekül und eignet sich daher hervorragend als Feuchtigkeitsspeicher. Hyaluronsäure hat eine aufpolsternde Wirkung - es strafft die Haut, stützt das Kollagengerüst und kann freie Radikale (Nebenprodukte des Stoffwechsels, welche die Haut schädigen) abfangen. Sie wird vor allem bei Anti-Aging-Produkten eingesetzt und kann morgens und abends verwendet werden.

Hier erfährst du alle Infos über Hyaluronsäure und wie du den Wirkstoff am besten einsetzt, um strahlendere, jünger aussehende Haut zu bekommen.

AHA, BHA und PHA

Hierbei handelt es sich um verschiedene Arten von chemischen Peelings. Alle 3 Wirkstoffe entfernen abgestorbene Hautschüppchen, haben aber noch andere, teilweise unterschiedliche Benefits (zum Beispiel wirken sie hautbildverfeinernd).

BHA wird von Skincare-Experten eher für ölige Haut empfohlen, AHA für trockene. Auch eine Kombination der beiden kann gut wirken – oft muss man einfach ausprobieren, was man lieber mag.

Tipps: Damit die Säuren im chemischen Peeling ihre Wirkung nicht verlieren, sollte auf einen pH-Wert von 3-4 geachtet werden.

Welche Skincare-Produkte brauche ich?

Cleanser

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Um das Gesicht optimal reinigen zu können, kommt man um ein gutes Waschgel – also einen Cleanser – nicht herum. Vor allem am Abend ist es wichtig, Sonnenschutz, Make-up und Talg gründlich zu entfernen, sonst kommt es schnell zu Unreinheiten.

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Milde Produkte sind am besten, man kann die Haut damit gründlich reinigen, ohne sie zu reizen. Hast du schon mal von der 60-Second-Rule gehört? Diese ist ein echter Game Changer in puncto Gesichtspflege!

Mizellenwasser oder Toner

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Manche Menschen verwenden nach der Reinigung ein Gesichtswasser. Ein Waschgel ist aber meistens ausreichend. "Es gibt durchaus eine Daseinsberechtigung für Toner, gerade wenn man kalkhaltiges Wasser hat, wordurch die Poren verstopft werden können", erklärt Hautpflege-Profi Leon von xSkincare. "Es gibt auch Toner, die mehr machen als nur hydrieren. Trotzdem sind sie eher ein Extra in der Routine und sollten nicht überbewertet werden. Am Ende sind es oft Werbeversprechen und man gibt viel Geld für Wasser (Toner sind oft zu über 90% wasserbasiert!) aus."

Zum Abschminken wird oft Mizellenwasser verwendet – ein Toner, der extra dafür ausgelegt ist, Make-up-Rückstände zu entfernen. Aber auch hier gilt: Abschminköl und ein Gel zum Gesichtwaschen sind grundsätzlich ausreichend. Abschminköl auf einem Wattepad kann hartnäckige Mascara-Rückstände sogar meist besser entfernen. Wer sich lieber mit Mizellenwasser abschminkt, kann dies aber bedenkenlos tun.

Serum

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Ein Serum ist im Endeffekt ein hochkonzentriertes Pflegeprodukt für die Haut mit einem bestimmten Wirkstoff. Es gibt zum Beispiel Vitamin-C-Seren, Hyaluron-Seren, Retinol-Seren oder Niacinamid. Es wird morgens und abends nach der Hautreinigung aufgetragen.

Sonnenschutz

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Jede:r von uns Sonnenschutzprodukte in seine Skincare-Routine integrieren, um UV-Schäden (Falten, Hautkrebs, frühzeitige Hautalterung etc.) vorzubeugen. Sich regelmäßig und ausreichend vor der Sonne zu schützen ist erwiesenermaßen eine der besten und wichtigsten Maßnahmen fürs Anti Aging. Und zwar das ganze Jahr über, nicht nur im Sommer.

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Viele Moisturizer (Tagescremen ja, Nachtcremen nein) und sogar Foundations enthalten bereits Lichtschutzfaktor, jedoch muss man hier aufpassen: Nicht immer kommt man durch diese Produkte auf die richtige Menge und ist dadurch oft nicht ausreichend geschützt. So viel Sonnenschutz musst du wirklich auftragen.

Moisturizer: Tages- und Nachtcreme

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Untertags haben wir bzw. unsere Haut andere Bedürfnisse als nachts, weshalb viele Menschen 2 unterschiedliche Moisturizer für die beiden Tageszeiten verwenden. Es spricht aber auch nichts dagegen, morgens und abends einen guten Allrounder aufzutragen.

Wichtig: Abends sollte man keinen Lichtschutzfaktor auftragen. Cremen, die LSF enthalten, sind als Allrounder also nicht geeignet.

Gesichtsmasken

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Um der Haut einen extra Pflege-Boost zu verschaffen, kann 2 Mal pro Woche eine Gesichtsmaske angewendet werden. Es gibt Masken für die unterschiedlichsten Hautbedürfnisse, zum Beispiel für mehr Feuchtigkeit, Anti Aging oder etwa mit Heilerde gegen Unreinheiten.

Gesichtsöl

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Öle fürs Gesicht enthalten wertvolle, pflegende Stoffe, welche meist sehr gut verträglich sind. Reine Öle wie Jojoba- oder Mandelöl eignen sich hervorragend für eine reichhaltigere Pflege und verschaffen außerde, einen strahlenden Glow. Wer will, kann 1-2 Tropfen mit der gewohnten Tages- und Nachtcreme vermischen.

Wie sieht eine ideale Skincare-Routine aus?

Um deine Haut optimal pflegen zu können, solltest du morgens und abends ein paar unterschiedliche Dinge beachten. In der Früh liegt der Fokus darauf, die Haut auf den Tag vorzubereiten - Sonnenschutz ist hier essenziell.

Da sich die Haut beim Schlafen regeneriert, kann man am Abend ruhig zu einer etwas reichhaltigeren Creme greifen. Chemische Peelings, welche die Haut lichtempfindlicher machen, sind zu dieser Tageszeit ebenfalls ideal.

Hautpflege am Morgen

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Reinigung mit einem milden Waschgel.

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Serum, zum Beispiel Niacinamid oder Vitamin C.

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Moisturizer: Tagescreme, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

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Sonnenschutz: Da UV-Strahlen die größte Ursache für Hautalterung sowie diverse -krankheiten sind, sollte dieser täglich (auch im Winter) verwendet werden. Hier kann man entweder zu einer Tagescreme mit Lichtschutzfaktor greifen oder man trägt ihn danach auf. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass genug Produkt aufgetragen wird. Ein LSF von 50+ eignet sich am besten.

Hautpflege am Abend

Abschminken, zum Beispiel mit Öl und Wattepad.

Reinigung mit einem milden Waschgel. Gerade am Abend ist es besonders wichtig, das Gesicht gründlich zu waschen, um alle Make-up-Rückstände zu entfernen.

Peeling: Egal ob chemisch oder mechanisch, diese sind 2 Mal pro Woche völlig ausreichend.

Gesichtsmaske: Etwa 2 Mal pro Woche kann zusätzlich zur gewohnten Routine nach der Reinigung eine Maske aufgetragen werden. Einwirken lassen (nach Anleitung, meistens sind es aber etwa 30 Minuten), dann abspülen und mit der gewohnten Pflege fortfahren.

Serum: An Tagen, an denen nicht gepeelt wird, tragen wir nach der Reinigung ein Serum auf, zum Beispiel Retinol oder Niacinamid.

Moisturizer: Entweder man verwendet die selbe Creme wie morgens oder man greift zu einem reichhaltigeren Produkt. Die Nachtcreme sollte jedoch keinen Lichtschutzfaktor enthalten.