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Skincare: Alles, was du über Gesichtspflege wissen musst

Wie finde ich die passende Skincare-Routine? Welche Pflegeprodukte brauche ich? Welche Inhaltsstoffe bewirken was? Und was tun bei Hautproblemen? Das und noch viel mehr erfährst du hier.

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© Elke Mayr

Für eine strahlende, gesund aussehende Haut ist die richtige Gesichtspflege ausschlaggebend. Jeder Mensch ist anders und hat somit auch einen individuellen Hauttyp. Daher ist es essenziell, die Pflege so gut wie möglich auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Welche Hauttypen gibt es?

Den eigenen Hauttyp zu bestimmen, ist oft gar nicht so einfach. Das sind die 6 Haupt-Typen:

1. Normale Haut

Normale Haut ist sozusagen der "Idealzustand", den eine Haut haben sollte. Die Struktur ist ebenmäßig, die Poren sind klein und sie sieht frisch aus. Sie produziert genau die richtige Menge an Talg und ist deshalb "normal". Mit milden, hochwertigen Pflegeprodukten kannst du nichts falsch machen.

2. Ölige Haut

Bei öliger Haut produziert der Körper zu viel Talg, was das Gesicht glänzend aussehen lässt. Dieser Hauttyp neigt eher zu Akne, Mitessern und verstopften Poren. Ausgleichende, nicht zu reichhaltige Pflege ist hier das A und O, um die Talgproduktion zu regulieren.

3. Trockene Haut

Durch eine verringerte Talgproduktion fehlt der Haut ihr natürlicher Schutzfilm. Sie ist schuppig, rau und meist sehr sensibel. Eine Pflegeroutine mit reichhaltigen Produkten ist hier optimal.

4. Mischhaut

Die T-Zone - also der Bereich Stirn, Nase und Kinn - ist eher ölig und neigt zu Unreinheiten, während sich die Wangenpartien im normalen oder sogar trockenen Bereich bewegen. Eine milde Pflege hilft, die Haut an einen Normalzustand anzugleichen. Hast du trockene Stellen, dürfen dort auch reichhaltigere Cremes verwendet werden. Wichtig ist jedoch, die ohnehin schon öligen Stellen mit weniger schweren Produkten zu behandeln.

5. Empfindliche Haut

Ist die natürliche Schutzbarriere der Haut gestört, ist sie besonders anfällig für trockene Stellen oder Rötungen. Umwelteinflüsse wie Abgase oder UV-Strahlung, aber auch Kälte können die Ursache sein. Wichtig ist, die Haut sanft mit Feuchtigkeit zu versorgen, ohne sie zu stark zu reizen. Das gelingt am besten mit milden Pflegeprodukten ohne Parfüm.

6. Reife Haut

Mit etwa Mitte 20 beginnt die Haut zu altern. Das bedeutet, sie regeneriert sich langsamer, baut mehr Kollagen und Hyaluronsäure ab und es entstehen mehr freie Radikale. Hierbei handelt es sich um Stoffe, die im Körper gebildet werden und durch negative Umwelteinflüsse (UV-Strahlung, Luftverschmutzung, Zigarettenrauch) verstärkt werden.

Aus all diesen Gründen bilden sich Falten, Pigmentflecken und die Haut trocknet schneller aus. Mit verschiedenen Wirkstoffen können wir helfen, dem entgegenzuwirken. Produkte mit Vitamin A (Retinol) und Vitamin C unterstützen bei der Zellerneuerung sowie beim Kollagenaufbau. Außerdem können freie Radikale mit Antioxidantien, welche in verschiedensten Wirkstoffen enthalten sind, neutralisiert werden.

Hauttypen nach Fitzpatrick: Welchen UV-Schutz braucht man?

Zusätzlich zu Gliederungen wie "normal", "trocken" oder "ölig" gibt es noch die 6 Sonnenschutz-Typen von Dermatologe Thomas B. Fitzpatrick: Hier wird unterteilt, wie hoch der Eigenschutz der Haut vor Sonnenlicht ist.

Dieser ist abhängig von der Höhe des Melanin-Anteils in den Hautzellen. Je heller die Haut, desto anfälliger ist sie für Sonnenbrand. Hier siehst du eine Tabelle, mit der du deinen Hauttyp nach Fitzpatrick bestimmen kannst.

(c) iStock / WOMAN

Welche Inhaltsstoffe gibt es und was bewirken sie?

Es gibt eine Reihe an wirklich tollen Inhaltsstoffen, deren Wirkung du optimal auf deine Hautbedürfnisse abstimmen kannst. Diese werden im Normalfall in Form von Seren nach dem Gesichtwaschen und vor der Feuchtigkeitscreme aufgetragen. Wir listen dir die wichtigsten Inhaltsstoffe auf und sagen dir, welche für deinen jeweiligen Hauttyp am geeignetsten sind.

Wie sieht eine ideale Skincare-Routine aus?

In diesem Artikel erfährst du alles über die perfekte Skincare-Routine. Wir sagen dir, was du morgens und abends anwenden sollst und welche Inhaltsstoffe man wann verwendet.

Hautpflege im Sommer

Sonne, UV-Strahlen und Schweiß sind eine richtige Belastung für deine Haut. Mit der richtigen Hautpflege im Sommer und einer guten Sonnencreme bleibt dein Teint aber trotzdem strahlend schön.

Hautpflege im Winter

Kälte und Heizungsluft führen zu einem Feuchtigkeitsmangel der Haut. Dies macht ohnehin schon trockener Haut noch mehr zu schaffen. Aber auch bei öliger oder Mischhaut kann es zu empfindlichen, geröteten Stellen kommen, die sich unangenehm anfühlen und den Teint fahl wirken lassen. Hier erfährst du alles über die richtige Hautpflege im Winter.

Die gängigsten Hautkrankheiten

In diesem Absatz gehen wir auf die bekanntesten Hautprobleme bzw. -krankheiten ein. Dieser Teil des Artikels ist ausschließlich zu informativen Zwecken gedacht und soll nicht zur Selbstdiagnose anleiten.

Hat man den Verdacht, an einer Hautkrankheit zu leiden, sollte man unbedingt eine/n Dermatolog:in aufsuchen. Hier findest du all diese Hautkrankheiten und was man dagegen tun kann noch ausführlicher beschrieben.

Akne

Sie zählt zu den weltweit häufigsten Hautkrankheiten. Sie tritt durch Mitesser, Pusteln und Papeln im Gesicht sowie am Rücken und im Dekolleté in Erscheinung. Akne wird in verschiedene Abstufungen gegliedert, die sich durch die Schwere der Ausprägung unterscheiden.

Die Haut produziert übermäßig viel Talg, was Akne-Ausbrüche begünstigt. Ursachen gibt es viele - hormonelle Schwankungen, Ernährung (Zucker, Milchprodukte, Alkohol), Nikotin, Stress, falsche Pflege oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.

Milde Pflegeprodukte (ganz wichtig: ohne Duftstoffe und ätherische Öle - diese reizen die Haut) und bestimmte Wirkstoffe (Niacinamid, chemische Peelings, Retinol) können dabei unterstützen, das Hautbild zu verbessern.

Auch kosmetische Behandlungen wie professionelle Ausreinigung, Mikrodermabrasion oder Bestrahlung machen Sinn. Hartnäckige Formen der Akne lassen sich durch Medikamente behandeln, die von Hautärzt:innen verschrieben werden.

Rosacea

Rosacea ist eine entzündliche Hautkrankheit, die meist in Schüben auftritt. Mal ist das Problem akut, dann wird es wieder schwächer. Vor allem Menschen mit sehr heller Haut sind davon betroffen. Rötungen, erweiterte Äderchen und - im späteren Verlauf auch Pusteln - sind charakteristisch.

Bestimmte Triggerfaktoren, zum Beispiel Alkohol, Nikotin, scharfes Essen, UV-Strahlen, bestimmte Medikamente oder hautreizende Kosmetik-Inhaltsstoffe können das Problem begünstigen. Rosacea-Haut pflegt man am besten mit milden Produkten ohne Alkohol oder Duftstoffe. Viele Hersteller führen eigene Produktlinien dafür.

Pigmentflecken

Als Pigmentflecken bezeichnet man eine Überproduktion von Melanin. Diese sorgt für eine Hyperpigmentierung der Haut - Auch Altersflecken und Sommersprossen gehören dazu. Verursacht werden diese durch UV-Strahlung.

Im Idealfall bräunt die Haut gleichmäßig - wird der Prozess im Körper gestört (zum Beispiel durch übermäßige Sonneneinstrahlung), können kleine, dunkle Flecken entstehen. In manchen Fällen treten sie auch als Begleiterscheinung diverser Erkrankungen auf.

Melasmen

Als Melasmen bezeichnet man hormonell bedingte Pigmentflecken. Sie treten vor allem bei Frauen während sowie nach einer Schwangerschaft auf. Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen. Auch andere Faktoren, zum Beispiel UV-Strahlung oder die Antibabypille, können die Flecken begünstigen bzw. hervorrufen.

Um "klassische" Pigmentflecken sowie Melasmen wieder loszuwerden, können Laserbehandlungen, chemische Peelings oder der von Eucerin entwickelte Wirkstoff Thiamidol helfen. Zur Vorbeugung bzw. Hemmung werden AHA-Peelings, Vitamin C, Niacinamid sowie ein hoher Lichtschutzfaktor empfohlen.

Neurodermitis

Ein chronisches Hautleiden, das sich vor allem in trockener, gereizter, schuppiger Haut äußert. Die Symptome können schubhaft stärker auftreten. Bisher ist keine Heilung bekannt, jedoch kann das Problem mit der dafür zugeschnittenen Pflege minimiert werden.

Neurodermitis wird oft zum Teufelskreis: Weil die Haut trocken ist und juckt, kratzen die Betroffenen, was die Hautbarriere zerstört. Tiefer liegenden Hautschichten werden anfällig für Infektionen. Bakterien, die hineinkommen, lösen eine Reizung aus, die wiederum juckt.

Periorale Dermatitis

Hierbei handelt es sich um eine Hauterkrankung, die sich rund um den Mund- und Nasenbereich bildet. Rötungen, Entzündungen und Pusteln sind die Folge. Leider ist es wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt, wie es zu dieser Krankheit kommt. Vermutet wird jedoch eine Störung der Hautbarriere, was Bakterien leichter eindringen lässt. Ausgelöst wird diese oft durch hautreizende Kosmetika, bestimmte Medikamente oder Stoffe, die in Zahnpasta enthalten sind. Hier findest du Tipps von einer Dermatologin, was du gegen Periorale Dermatitis tun kannst.

Reibeisenhaut

Unter Reibeisenhaut - auch Keratosis Pilaris - versteht man eine Verhornungsstörung der Haarfollikel, die an verschiedensten Körperstellen auftreten kann. Die Haarwurzeln sind geschlossen, weshalb sich dort Bakterien sammeln und den rötlichen Ausschlag hervorrufen. Produkte mit Urea oder chemische Peelings können dabei unterstützen, die verhornte Haut zu normalisieren. Am effektivsten sind Laserbehandlungen.

Schuppenflechte (Psoriasis)

Hierbei handelt es sich um eine nicht-ansteckende Autoimmunerkrankung, bei der sich die Haut viel schneller als "normal" erneuert. Sie verläuft in Schüben und ist bisher nicht heilbar, aber gut behandelbar. Mehr Informationen findest du in folgendem Artikel unter Schuppenflechte.

Herpes

Diese weitverbreitete Infektionskrankheit wird von Viren verursacht. Hast du dich einmal damit infiziert, bleibt das Virus ein Leben lang meist unbemerkt im Körper. Bei schwachem Immunsystem oder Stress kann die Krankheit reaktiviert werden und erneut ausbrechen. Mehr Informationen über Herpes und was du dagegen tun kannst findest du hier.

Natürlich, vegan und Co.: Diese Arten von Kosmetik gibt es

Zu den kosmetischen Produkten zählen neben dekorativer Kosmetik alle Produkte, die eine reinigende, pflegende und schützende Wirkung auf Haare, Haut, Nägel und Zähne haben. Sie gehören zur täglichen Hygiene und sind ein großer Teil der Gesundheitspflege.

Was versteht man unter Naturkosmetik?

Unter Naturkosmetik versteht man Produkte, die aus natürlichen oder naturnahen und ökologisch angebauten Rohstoffen hergestellt sind. Meist besteht Naturkosmetik aus pflanzlichen Rohstoffen, aber auch tierische (zum Beispiel Honig) können zum Einsatz kommen. Daher ist diese generell nicht vegetarisch oder vegan.

Da der Begriff nicht eindeutig definiert ist, wird von der Kosmetikindustrie leider oft sehr viel Green-Washing betrieben. Das bedeutet, dass damit geworben wird, die Produkte würden natürliche Stoffe beeinhalten sowie umweltschonend sein, obwohl die Realität anders aussieht. Natrue, BDIH, ICADA oder Ecocert sind Zertifikate, auf die man beim Kauf von Naturkosmetik achten kann.

Was ist vegane Kosmetik?

Vegane Produkte werden immer beliebter - diese enthalten keine Inhaltsstoffe, die von oder aus Tieren produziert werden. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass vegane Kosmetik gänzlich ohne Tierversuche hergestellt wird.

Der Begriff ist nicht klar definiert bzw. durch den Gesetzgeber geschützt, weshalb man sich ordentlich informieren sollte, bevor man als vegan gekenntzeichnete Produkte kauft. Marken haben die Möglichkeit, sich beispielsweise von der Tierschutzorganisation PETA zertifizieren zu lassen.

Was ist Biokosmetik?

Biokosmetik ist nicht gleich Naturkosmetik. Hier gibt es wieder ein bisschen andere Richtlinien. Der Fokus liegt darauf, für die Herstellung bio-zertifizierte Rohstoffe zu verwenden. Auch der Begriff "Biokosmetik" ist nicht offiziell durch den Gesetzgeber geschützt - Zertifizierungen wie Demeter oder Austria-Bio können helfen.

Feste Pflegeprodukte

Frei von Plastik, produzieren kaum Müll und sind praktisch für unterwegs: feste Pflegeprodukte boomen. Wir zeigen dir, was die Zero-Waste-Alternativen können und wie man sie richtig anwendet!

DIY-Kosmetik

Darunter versteht man Pflegeprodukte, die sich zuhause selber herstellen lassen. Mechanische Peelings aus Kaffeesatz oder Masken aus Topfen oder Avocado sind besonders beliebt.

So reinigst du dein Gesicht richtig

Die Gesichtsreinigung ist der erste und letzte Schritt in der täglichen Gesichtspflege. Wir erklären, wie du dein Gesicht richtig reinigen und gleichzeitig für die nachfolgenden Pflegeprodukte vorbereiten kannst.