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Akne, Rosacea, Neurodermitis & Co: Alles, was du über Hautkrankheiten wissen solltest

Juckende, entzündete, gerötete oder schuppige Haut? Wir verraten dir alles, was du über die gängigsten Hautkrankheiten und -probleme wissen musst.

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Akne, Rosacea, Neurodermitis & Co: Alles, was du über Hautkrankheiten wissen solltest
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Welche Hautkrankheiten kommen am häufigsten vor? Dieser Artikel behandelt einige der bekanntesten Hautprobleme. Wir verraten dir, woran du diese erkennst und was du dagegen tun kannst!

Je nach Hauttyp, Gewohnheiten oder Lebensumständen ist deine Haut anfälliger für Hautkrankheiten. Die Ursache kann genetisch sein oder das Hautbild reagiert auf Änderungen wie Jahreszeiten, Hormone, Ernährung, aber auch auf Stress und Luftverschmutzung.

Pflegeroutinen, die sich nicht für deinen Hauttypen eignen oder ungesunde Ernährung können ebenso Hautprobleme auslösen. Je nach Veranlagung kann deine Haut eine Überreaktion zeigen und das Ergebnis können Pickel oder juckende Hautstellen sein.

Du möchtest mehr über die verschiedenen Hauttypen und kosmetische Produkte sowie Inhaltsstoffe erfahren? Dann lies doch auch diese Artikel zum Thema Skincare und Kosmetik!

Rosacea (Rosazea)

Bei dieser Hautkrankheit erweitern sich kleine Blutgefäße im Bereich der Wangen und der Nase. Es kommt zu sichtbaren Rötungen der Haut. Frauen mit empfindlicher Haut sind besonders oft betroffen. Die falsche Pflege kann das Erscheinungsbild der Haut zusätzlich verschlimmern.

Daran erkennst du Rosacea

Rot leuchtende Wangen, die ohne einen ersichtlichen Grund erscheinen, können ein erstes Anzeichen auf Rosacea sein. Es handelt sich hier um das erste Stadium. Im zweiten können sich dann kleine Pusteln und Papeln zeigen. Im dritten Stadium kann sich das Bindegewebe der Nase verdichten und es kann zu einer "roten Knollnase" kommen.

Das kannst du gegen die Hautrötungen tun

Rosacea solltest du von deinem oder deiner Hautärzt:in oder Dermatolog:in feststellen lassen und so früh wie möglich behandeln. Es können wie bei der entzündlichen Akne, Laser eingesetzt werden, welche die erweiterten Gefäße zerstören. Verwende keine zu aggressiven Reinigungen oder zu fettreiche Cremes. Diese können Rosacea verschlimmern. Vermeide alles, was deine Gesichtsdurchblutung fördert: Sauna-Besuche, scharfe Gewürze oder Alkohol sowie UV-Strahlung. Durch die erweiterten Blutgefäße werden die Symptome leider verstärkt.

➠ In folgendem Artikel kannst du mehr über die Hautkrankheit lesen: Rosacea - Was steckt hinter der Hauterkrankung?

Akne

Was ist Akne und woran erkennst du sie?

Diese Hautkrankheit entsteht meist durch Veranlagung und trifft einem vorwiegend in der Pubertät. Der Talg kann nicht richtig durch die Poren abfließen, weil diese verstopft oder verhornt sind. Dies führt zu rötlichen Entzündungen, Pickeln und unreiner Haut. Diese können schmerzen und im schlimmsten Fall zu Narben führen, die schwer wegzubekommen sind. Akne wird oft mit normalen Pickeln verwechselt, die wieder rückstandslos weggehen.

Was hilft gegen Akne?

Akne-Behandlungen richtet sich nach der Ausprägung der Akne, wobei Allergien und Sensibilität der Haut mitberücksichtigt werden sollten. In schweren Krankheitsfällen sollten diese immer mit der Hautärzt:in abgesprochen werden. In leichten Fällen kannst du versuchen, diese selbst in den Griff zu bekommen.

Eine regelmäßige Gesichtsreinigung ist das wichtigste in der Pflegeroutine. Eine Waschlotion mit niedrigem pH-Wert und Peelings mit Fruchtsäure oder Vitamin C sind empfehlenswert. Dadurch wird deine Haut porentief gereinigt und Bakterien, die Entzündungen hervorrufen können, verschwinden.

Erwachsenen-Akne

Viele Frauen sind von Erwachsenen-Akne betroffen. Ursachen dafür können hormonelle Veränderungen, Stress, UV-Strahlen und Luftverschmutzung, falsche Pflegeprodukte sowie Nebeneffekte von Medikamenten sein.

Was ist sie und wie kannst du diese erkennen?

Bei Erwachsenen-Akne treten häufig Mitessern auf, die mit fettiger Haut einhergehen. Während bei entzündlicher Akne in der Pubertät eher eitrige Pickel entstehen, neigen Erwachsene meist zu retentioneller Akne. In der Medizin versteht man unter "retentionell" eine Funktionsstörung, die darin besteht, dass ein auszuscheidender Stoff nicht in ausreichendem Maße ausgeschieden wird.

Diese entsteht, wenn Poren durch Fett, Talg und abgestorbene Hautzellen blockiert werden. Dann entstehen oft geschlossene Mitesser, die zu Pickeln werden. Wenn sich die verstopfte Pore vergrößert, kommt das Fett mit Luft in Verbindung und verdunkelt sich zu einem Mitesser.

Was hilft gegen dagegen?

Im Fall von Erwachsenen-Akne oder Pickel am Dekolleté solltest du ebenso auf eine gezielte Hautpflege setzten wie bei Akne. Wichtig ist hierbei eine gute Reinigung mit Peelings und Produkten, die nicht komedogen sind. Dies bezeichnet Produkte, welche die Poren nicht verstopfen und daher keine Mitesser verursachen.

Pigmentflecken

Was sind Pigmentflecken und in welchen Formen können diese auftreten?

Pigmentflecken sind Verfärbungen der Haut. Die dunklen bräunlichen Verfärbungen entstehen, wenn bestimmte Zellen in der Haut vermehrt den Hautfarbstoff Melanin freisetzen. Sie entstehen oft in Folge von übermäßiger Sonneneinstrahlung. Diese Hyperpigmentierungen sind meist harmlos. Größere Flecken solltest du trotzdem von deiner Haut:ärztin überprüfen lassen, da sie in seltenen Fällen auf Hautkrebs hindeuten können.

Makellose Haut gibt es nur selten! Pigmentflecken sind ganz normal. Diese treten bei uns allen auf, besonders hellhäutigen Menschen neigen dazu. Sie können in Form von Sommersprossen schon im frühen Alter und bei Kindern auftreten. Altersflecken entstehen eher im Lauf des Lebens. Diese können bräunlich, rötlich oder ockerfarben sein und sind meist nicht erhaben. Sie bilden sich vorwiegend an Hautpartien, die besonders dem Licht ausgesetzt sind - im Gesicht, auf dem Dekolleté oder an den Händen.

Eine Sonderform der Pigmentstörung ist der Kaffeefleck, in der Medizin wird dieser Nävus pigmentosus genannt. Er ist gleichmäßig hell- bis dunkelbraun gefärbt. Ähnlich sieht der Nävus spilus aus, der handtellergroß werden kann und dunklere Einsprenkelungen aufweist. Diese Formen sind ab der Geburt vorhanden und können sich mit der Zeit vergrößern.

Was sind die Ursachen?

Die Verursacher für nicht angeborene Flecken sind bestimmte Hautzellen oder Melanozyten, die den Hautfarbstoff Melanin produzieren. Dieser ist eigentlich für den Bräunungseffekt deiner Haut zuständig und schützt die Hautzellen vor UV-Strahlung. Bildet sich vermehrt viel davon an einer Stelle, entstehen Pigmentflecken. Neben der Sonneneinstrahlung spielt aber auch genetische Veranlagung eine Rolle.

Weibliche Hormone können die Entstehung begünstigen. Frauen, die hormonell verhüten, haben meist häufiger Pigmentflecken als Frauen ohne hormonellen Empfängnisschutz.

Bestimmte Arzneimittel, wie einige Antibiotika, Chemotherapeutika oder auch Johanniskrautpräparate, erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und können ebenfalls zu Pigmentstörungen führen. Es gibt auch kosmetische Anwendungen und Beauty-Wirkstoffe, die deine Haut ebenfalls empfindlicher machen. Dazu gehören chemische Peelings und Retinol.

Pigmentstörungen können auch in Folge von Verbrennungen oder Erkrankungen wie Psoriasis, Akne oder Gürtelrose entstehen. Auch Stoffwechselstörungen, eine Glutenunverträglichkeit und ein Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel können Pigmentstörungen verursachen.

Was kannst du dagegen tun?

Am besten ist, wenn du ihnen vorbeugst, indem du täglich Sonnencreme verwendest. Bei harmlosen Pigmentflecken ist eine Entfernung medizinisch nicht unbedingt notwendig. Aus ästhetischen Gründen kannst du sie bei deiner Haut:ärztin durchführen lassen.

Vitamin-C-Seren oder Produkte mit Retinol können helfen, die Flecken kosmetisch abzuschwächen und diese aufzuhellen.

Melasmen

Ein Melasma ist eine Form der Hyperpigmentierung, also eine starke Einlagerung von Melanin. Diese kann über Nacht passieren oder sich im Laufe von Monaten langsam aufbauen. Melasmen entstehen oft auf der Oberlippe, der Stirn oder seltener auch auf den Wangen.

In der Schwangerschaft kann es wegen der Hormone dazu kommen. Es kann ein großflächiger, dunkel pigmentierter Bereich im Gesicht entstehen, der als Schwangerschaftsmaske oder Cholasma bezeichnet. Diese verschwinden nach der Entbindung von alleine.

Periorale Dermatitis

Bei dem Krankheitsbild der perioralen Dermatitis kommt es zu einer gestörten Hautbarriere und einem übermäßigen Aufquellen der Hornzellen, wenn es mit der Pflege übertrieben wird. Ein Symptom der Hautkrankheit ist ein bläschenartiger, schuppiger und juckender Ausschlag.

Was kannst du dagegen tun?

Um die Haut wieder in Balance zu bringen, wird ein komplettes Absetzen aller Kosmetikprodukte für einige Wochen empfohlen.
➠ Mehr Information gibt es hier zur Mundrose.

Neurodermitis

Besonders eher trockene und schuppige Haut, die zu Juckreiz neigt, hat eine Tendenz für Neurodermitis. Der Wechsel zum Winter sowie Stress, aber auch bestimmte Nahrungsmittel können ein Schub der Krankheit auslösen. Bei Neurodermitis ist die Hautbarriere defekt. Die Feuchtigkeit geht verloren und die Haut wird trocken. Dadurch können Allergene in die Haut eindringen und Probleme auslösen.

Daran erkennst du die Hautkrankheit

Neurodermitis kann am ganzen Körper auftreten, besonders betroffen sind Ellenbeugen und Kniekehlen. Die Haut fängt meist an diesen Stellen zu jucken an und wird rot oder schuppig. Betroffene haben auch am gesamten Körper eine Tendenz zu trockener Haut.

Was kannst du gegen Neurodermitis tun?

Am wichtigsten ist die konsequente Basispflege der gesamten Haut, am besten mit so wenig Zusatzstoffen wie möglich. Pflegeprodukte mit Glycerin und Harnstoff können die natürliche Hautbarriere unterstützen. Um die Entzündungen zu hemmen, kannst du außerdem natürliche Präparate wie etwa Calendula, Kamille oder Stiefmütterchen auf das Ekzem geben. In schlimmeren Fällen kann dir deine Ärzt:in Kortison verschreiben. Trinke außerdem ausreichend, um deine Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Vor allem im Winter solltest du deine Haut besonders pflegen, denn Kälte, Heizungsluft oder auch zu heißes Duschen trocknen die Haut aus. Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training können gegen Stress helfen.
➠ Mehr Informationen findest du bei uns unter Neurodermitis!

Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte ist eine entzündliche und nicht ansteckende Hautkrankheit. Die Veranlagung dafür wird vererbt. Symptome sind scharf abgegrenzte rote Flecken, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind, sowie ein starker Juckreiz. Die Krankheit verläuft in Schüben und ist bisher nicht heilbar, aber gut behandelbar.
➠ Mehr Informationen findest du in folgendem Artikel unter Schuppenflechte.

Herpes

Diese weitverbreitete Infektionskrankheit wird von Viren verursacht. Hast du dich einmal damit infiziert, bleibt das Virus ein Leben lang meist unbemerkt im Körper. Bei schwachem Immunsystem oder Stress kann die Krankheit reaktiviert werden und erneut ausbrechen. Typische Symptome sind schmerzende Herpes-Bläschen, die meist im Gesicht und bei der Lippe auftreten. Das Virus kann auch an anderen Körperstellen auftreten und wird im aktiven Zustand von Mensch zu Mensch über Schmierinfektion übertragen. Mehr Informationen findest du unter: Fragen und Antworten zu Herpes!

Reibeisenhaut

Keratosis Pilaris oder Follikelkeratose, die auch als Reibeisenhaut bezeichnet wird, ist gar nicht so selten. Was verbirgt sich dahinter und wie kann man diese am besten pflegen und behandeln?

Ursachen und Entstehung

Diese nicht ansteckende Verhornungsstörung entsteht durch eine Überproduktion von Keratin. Dieses Protein ist eigentlich ein normaler Bestandteil von Haut, Haare und Nägel. Durch dessen Überproduktion verstopfen die Ausgänge der Haarfollikel und die äußere Hautschicht verdickt sich. Weiße bis rote Pickelchen entstehen an der Hautoberfläche. Es handelt sich in der Regel um eine harmlose Hauterkrankung. Trotzdem werden raue Pickelchen und gerötete Läsionen von den Betroffenen als ästhetisch unangenehm empfunden.

Eine eindeutige wissenschaftliche Erklärung, warum Reibeisenhaut entsteht, gibt es bis jetzt nicht. Es wird der Einfluss von genetischen Faktoren vermutet. Sie kann als Begleiterscheinung bei Neurodermitis und Allergien auftreten.

Sie tritt meist an Gesicht, Oberarmen und Oberschenkeln auf oder aber auch am Gesäß. Erste Symptome treten oft schon im Kindesalter auf und können sich mit der Zeit verstärken. Betroffen sind meist Mädchen und junge Frauen in der Pubertät. Im Erwachsenenalter klingt diese oft von selber ab.

Die richtige Pflege bei Reibeisenhaut

Meist verbessert sich der Hautzustand mit der Zeit von selbst, aber regelmäßige Hautpflegerituale helfen dies zu beschleunigen. Deine tägliche Hygiene sollte aus einer hautneutralen und milden Reinigung bestehen. Außerdem Finger weg von den Pickelchen, um Entzündungen und Narbenbildung zu verhindern.

Peelings mit Retinoiden können zu einer Verringerung des Problems beitragen. Wirkstoffe wie Salizyl- und Glykolsäure, Urea, Vitamin A- und Vitamin D3-Derivate können ebenso helfen, das Problem zu reduzieren.

Sonnenallergie

Die ultravioletten Strahlungen der Sonne können nicht nur Hautkrebs auslösen. Bei vielen Menschen bewirken sie auch unangenehme Reizungen auf der Haut.

Wenn deine Haut nach dem Sonnenbaden Reaktionen zeigt, dann hast du eventuell eine Sonnenallergie. Die Symptome können dabei ganz unterschiedlich ausfallen. Es können Pickel, Pusteln, Knötchen oder Quaddeln entstehen. Bei manchen kommen diese mit Juckreiz oder bei anderen ohne das lästige Gefühl, ständig Kratzen zu müssen.

Im medizinischen Sinne handelt es sich hierbei nicht um eine echte Allergie. Unter dem Begriff "Sonnenallergie" werden eigentlich verschiedene Formen einer ungewöhnlichen, übermäßigen Reaktion auf das Sonnenlicht zusammengefasst. Sie ist also eine Überempfindlichkeit auf die UV-Strahlung.

Langes Sonnenbaden ist ohnehin nicht zu empfehlen. Wenn du so gar nicht darauf verzichten möchtest, solltest du auf keinen Fall die Sonnencreme und den Sonnenschutz vergessen.

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Thema: Pflege