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Pigmentflecken: Alles, was du über Hyperpigmentierung wissen musst

Pigmentflecken, Sommersprossen & Altersflecken - unsere Haut ist selten makellos. Wir gehen den Ursachen von braunen Flecken und Hyperpigmentierung auf den Grund und verraten dir was du dagegen tun kannst.

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© iStock


Pigmentflecken kommen recht oft vor. Aber in den meisten Fällen sind diese braunen Flecken harmlos. Wenn du Hyperpigmentierungen im Gesicht wie beispielsweise Altersflecken als kosmetisch störend empfindest, kannst du etwas dagegen unternehmen.

In diesem Artikel erfährst du alles über Ursachen und Behandlung von Pigmentflecken und wie du diese am besten vermeidest – von kosmetischer Gesichtspflege mit Beauty-Wirkstoffen bis hin zur medizinischen Entfernung.

Was sind Pigmentflecken?

Pigmentflecken zählen als Pigmentierungsstörungen im weiteren Sinn zu den Hautkrankheiten. Diese treten bei uns allen auf, besonders hellhäutigen Menschen neigen dazu. Aus medizinischer Sicht sind die braunen Flecken meist nicht gefährlich.

Sie können in Form von Sommersprossen schon im frühen Alter und bei Kindern auftreten. Altersflecken entstehen eher im Lauf des Lebens. Diese können bräunlich, rötlich oder ockerfarben sein und sind meist nicht erhaben. Sie bilden sich vorwiegend an Hautpartien, die besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt sind - im Gesicht, auf dem Dekolleté oder an den Händen.

Ursachen von Pigmentflecken

Die Verursacher für nicht angeborene Flecken sind bestimmte Hautzellen und zwar die Melanozyten, die den Hautfarbstoff Melanin produzieren. Dieser ist eigentlich für den Bräunungseffekt deiner Haut verantwortlich und schützt die Hautzellen vor UV-Strahlung. Bildet sich vermehrt viel davon an einer Stelle, entstehen Pigmentflecken. Neben der Sonnenstrahlung spielt aber auch die genetische Veranlagung eine Rolle.

Bestimmte Arzneimittel, wie beispielsweise Antibiotika, Chemotherapeutika oder auch Johanniskrautpräparate, erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und können dadurch ebenfalls zu Pigmentstörungen führen.

Es gibt aber auch kosmetische Anwendungen und Beauty-Wirkstoffe, die deine Haut ebenfalls empfindlicher für Sonnenlicht machen. Dazu gehören chemische Peelings und Retinol.

Pigmentstörungen können auch in Folge von Verbrennungen oder Erkrankungen wie Psoriasis, Akne oder Gürtelrose entstehen. Auch Stoffwechselstörungen, eine Glutenunverträglichkeit und ein Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel können Pigmentstörungen verursachen.
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Weibliche Hormone können zudem die Entstehung von Pigmentflecken begünstigen. Frauen, die hormonell verhüten, neigen eher zu Hyperpigmentierungen als Frauen ohne hormonellen Empfängnisschutz.

Pigmentflecken mit MakeUp abdecken

Du kannst diese auch mit einer Foundation oder einem Concealer verschwinden lassen. Wichtig ist dabei, dass die Produkte über eine hochdeckende Formel mit vielen Farbpigmenten verfügen, wie beispielsweise Camouflage Concealer.

Am besten verwendest du zum Abdecken von Hautverfärbungen flüssige Produkte, die farblich zu deinem Teint passen.

So geht‘s

  1. Verteile ein paar Tropfen des Produkts auf deinen Handrücken und tupfe diese mit dem Schwämmchen auf dein Gesicht auf, falls das Produkt nicht bereits über einem Applikator verfügt.
  2. Verblende es dann mit einem Blender-Tool, Pinsel oder deinen Fingern.
  3. Trage anschließend eine zu deinem Teint passende Foundation auf.
  4. Fixiere das Ergebnis mit einem passenden Puder.

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Pigmentflecken Behandlung

Pigmentierungen wie Sommersprossen klingen oft im Winter ab. Andere Formen sind trotz ihrer Harmlosigkeit beständiger. Medizinisch betrachtet müssen sie deshalb eigentlich nicht behandelt werden.

Viele Menschen empfinden Sommersprossen als sehr attraktiv und zaubern sich auch welche mittels Eyeliner oder speziellen Produkten in Stiftform ins Gesicht. Besonders im Barock und in den 60ern wurden Schönheitsflecken seitlich über der Lippe oder unter dem Auge aufgemalt. Dita von Teese ist eine berühmte Vertreterin des Looks.

Wenn du sie aber als störend empfindest, gibt es verschiedene Möglichkeiten um sie zu entfernen, sie abzuschwächen oder abzudecken.

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© Elke Mayr

Pigmentflecken mit kosmetischen Produkten abschwächen

Bestimmte Beauty-Wirkstoffe in Kosmetikprodukten können dabei helfen, eine bereits vorhandene Überpigmentierung zu reduzieren und der Entstehung neuer Pigmentflecken entgegen zu wirken, dazu gehören Vitamin C, Süssholzwurzelextrakt, Niacinamid oder Glykolsäure.
Die drei wichtigsten Produkte um Pigmentflecken zu mildern sind Peeling, Serum und Sonnencreme, am besten mit einem LSF 30 bis 50 fürs Gesicht.

Chemische Peelings entfernen abgestorbene Hautschuppen und geben der Zellerneuerung einen Boost und hellen Verfärbungen auf. Sie machen deine Haut aber besonders empfindlich auf Sonnenlicht. Daher ist der richtige Schutz vor UV-Strahlung in Form von Sonnencreme besonders wichtig.

Vorsicht: Chemisches Peeling können deine Haut reizen. Informiere dich auch vorab welche sich mit welchem Serum vertragen. Nicht alle Wirkstoffe können miteinander kombiniert werden! Zum Beispiel sollten Vitamin C und Niancinamid nicht miteinander kombiniert werden, um Hautreizungen zu vermeiden.

In folgenden Artikeln erfährst du alles über Beauty-Wirkstoffe für deine Anti-Pigmentflecken-Routine: Worauf du achten musst und wie du sie in deine Beauty-Routine richtig einbaust!

Pigmentflecken lasern & Altersflecken behandeln

Hier werden die Pigmentansammlungen von Spezialist:innen mit Hilfe einer Behandlung durch energiereiches Laserlicht zerlegt. Vor allem Altersflecken lassen sich so gut behandeln. Es kann aber auch mit Blitzlicht, einer etwas sanfteren Methode, gegen störende Pigmentflecken vorgegangen werden.

Nach zwei Wochen ist die Haut an den behandelten Stellen weitgehend abgeheilt. Sie ist aber danach sehr empfindlich auf Sonnenlicht. Daher solltest du nicht ohne entsprechenden Schutz der Sonne aussetzten.

Peelings bei der Kosmetiker:in oder Dermatolog:in

Sie enthalten chemische Substanzen wie zum Beispiel Fruchtsäure. Peelings werden auf die betroffenen Stellen aufgetragen und lösen dort die obersten Hautschichten mit den Pigmentansammlungen ab. Anschließend wächst dort neue und hellere Haut nach.

Pigmentflecken, Sonnenschäden und Hautalterung vorbeugen

Um die Bildung von Pigmentflecken zu reduzieren, solltest du das ganze Jahr über Sonnencreme in deine tägliche Skincare-Routine einbinden. Ein LSF ab 30 wird auch dann empfohlen, wenn keine direkte Sonneneinstrahlung vom Wetterfrosch vorausgesagt wird.
Ausgiebige Sonnenbäder sollten vermieden werden. Bestimmte Medikamente können Auslöser für Hyperpigmentierungen sein und können möglicherweise durch ein anderes Präparat ersetzt werden.

Formen von Pigmentflecken

Pigmentierungen können in verschiedenen Formen auftreten:

Muttermale

Dazu zählen Muttermale, sie sind gutartige Veränderungen in der Haut, bei denen die Pigmentzellen vermehrt angeordnet werden. Ärztinnen und Ärzte bezeichnen sie auch als Nävi oder melanozytäre Nävi. Diese Veränderungen sind meist harmlos. Sie können angeboren sein oder im Lauf der Zeit entstehen.

Andere angeborene Pigmentierungen der Haut

Eine Sonderform der Pigmentstörung ist der Kaffeefleck, in der Medizin wird dieser Nävus pigmentosus genannt. Er ist gleichmäßig hell- bis dunkelbraun gefärbt. Ähnlich sieht der Nävus spilus aus, der handtellergroß werden kann und dunklere Einsprenkelungen aufweist. Diese Formen sind ab der Geburt vorhanden und können sich mit der Zeit vergrößern.

Helle Pigmentflecken

Bei der sogenannten Hypopigmentierung entstehen helle Flecken, da zu wenig oder gar keine Melanozyten vorhanden sind und daher nicht ausreichend vom Farbstoff Melanin gebildet wird.

Sie wird auch Depigmetierung oder Unterpigmentierung genannt und kann erblich bedingt sein oder durch Entzündungen verursacht werden oder.

Rote Pigmentflecken

Bei dieser Art von Hyperpigmentierung, kommen die braunen Flecken als rötlich zum Vorschein. Es kann sich aber auch um einen Leberfleck handeln, der aus Blutgefäßen besteht.

Die roten Muttermale sind auch als Storchenkuss oder Hämangiom bekannt. Sie sind in der Regel harmlos und werden aber oft als kosmetisch störend empfunden.

Sommersprossen

Diese kleinen gelblichen und bräunlichen Flecken entstehen vor allem auf der Haut von Menschen mit blonden und rötlichen Haaren, die einen sehr hellem Teint haben.

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Die Pigmentablagerungen entstehen, wenn die Haut Sonnenlicht ausgesetzt wird, also meist im Sommer. Bei vielen Menschen verblassen die Sommersprossen im Winter oder verschwinden wieder komplett.

Altersflecken

Sie sind eine Form von Pigmentflecken, die häufig im Gesicht, an den Händen und an Hautstellen entstehen, die oft der Sonne ausgesetzt sind. Sie entstehen mit der Zeit durch die vermehrte Aktivität der Melanozyten, die den Farbstoff Melanin produzieren.

Melasma / Chloasma

Ein Melasma ist eine Form der Hyperpigmentierung, also eine starke Einlagerung von Melanin. Diese kann über Nacht passieren oder sich im Laufe von Monaten langsam aufbauen. Melasmen entstehen oft auf der Oberlippe, der Stirn oder seltener auch auf den Wangen.

In der Schwangerschaft kann es wegen der Hormone dazu kommen. Es kann ein großflächiger, dunkel pigmentierter Bereich im Gesicht entstehen, der als Schwangerschaftsmaske oder Chloasma bezeichnet. Diese verschwinden nach der Entbindung von alleine.

Weißfleckenkrankheit / Vitiligo

Sie ist eigentlich das Gegenteil von Pigmentflecken, da die Haut an bestimmten Stellen zu wenig Melanin produziert. Dadurch bilden sich sehr helle, pigmentarme bis hin zu pigmentlose Stellen, in Form von blassen und unregelmäßigen Flecken. Diese können am ganzen Körper auftreten, entstehen aber meist an den Händen und im Gesicht.

Die Ursachen sind noch nicht bekannt. Man vermutet, dass genetische Faktoren dabei eine Rolle spielen. Die Weißfleckenkrankheit ist harmlos, aber nicht heilbar. Das kanadisches Model Winnie Harlow wurde aufgrund der Erkrankung Vitiligo besonders erfolgreich. Die weißen pigmentfreien Stellen sind zu ihrem Markenzeichen geworden und machen sie zu etwas ganz Besonderem.

Egal ob dich Pigmentflecken nun stören oder nicht. Meist sind sie harmlos und lassen dich individuell aussehen. Für manche gehören sie auch einfach zum sommerlichen Look dazu!

Hautkrebs Risiko

So harmlos die Pigmentstörungen auch sind, in seltenen Fällen kann hinter den Hautveränderungen auch Hautkrebs stecken. Am gefährlichsten ist der Schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Dieser streut meist recht früh im Vergleich zum Weißen Hautkrebs, in andere Organe und kann dort Metastasen bilden.

TIPP

Hautkrebs ist im Frühstadium fast immer heilbar. Daher solltest du dich regelmäßig, am besten einmal im Jahr, vom Hautarzt oder der Hautärztin durchchecken lassen!

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