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Mischhaut, normale Haut, trockene Haut & Co: Die wichtigsten Hauttypen im Überblick

Für schöne Haut ist es wichtig, den eigenen Hauttyp zu kennen und darauf basierend die Hautpflege individuell abstimmen zu können. Wir erklären, welche unterschiedlichen Hauttypen es gibt und wie man sie am besten pflegt.

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Mischhaut, normale Haut, trockene Haut & Co: Die wichtigsten Hauttypen im Überblick
© Elke Mayr

Haut ist nicht gleich Haut: Denn so individuell wie wir selbst sind, ist es auch unsere Haut mit ihren speziellen Bedürfnissen. Was für einen wunderbar in der Hautpflege funktioniert, kann bei anderen ein Garant für Unreinheiten, Unverträglichkeiten oder sogar Hautkrankheiten sein.

Um die optimale Hautpflege zu finden, ist es essenziell, seinen eigenen Hauttyp zu kennen. Das ist nicht immer so einfach, zumal sich der Hauttyp auch im Laufe des Lebens ändern kann. So hat man zum Beispiel in der Pubertät häufig mit fettiger Haut zu kämpfen, während mit zunehmendem Alter eher das Problem der trockenen Haut auftritt. Auch die Jahreszeit, Umwelteinflüsse, Hormone, Ernährung und der allgemeine Lebensstil können den Hauttyp beeinflussen.

Welche Hauttypen gibt es?

Die Einteilung in verschiedene Hauttypen ist übrigens nicht ganz eindeutig. Manche Dermatolog:innen definieren drei Hauttypen, andere unterscheiden zwischen mehr Abstufungen. Wir möchten in diesem Artikel 6 verschiedene Hauttypen vorstellen:

1. Normale Haut

Wer normale Haut hat, kann sich glücklich schätzen. Denn darunter versteht man ein ausgeglichenes Hautbild mit feinen Poren und einer guten Durchblutung. Die Haut ist weder zu ölig noch zu trocken, fühlt sich zart und geschmeidig an und hat eine gleichmäßige frische, rosige Farbe. Außerdem neigt normale Haut nicht zu Empfindlichkeit oder Unreinheiten.

2. Trockene Haut

Trockene Haut produziert nicht genügend Feuchtigkeit und Talg. Es mangelt ihr an Lipiden und der natürliche Schutzfilm der Haut kann nicht aufrechterhalten werden. Feuchtigkeit kann dadurch nicht gebunden werden, was wiederum dazu führt, dass die Haut spannt sowie spröde und schuppig wirkt. Ein Vorteil trockener Haut ist allerdings, dass sie wenig bis gar nicht zu Pickeln und Mittessern neigt.

3. Ölige Haut

Bei öliger Haut wird übermäßig viel Talg produziert, was wiederum die Poren verstopft und zu Pickeln und Unreinheiten führen kann. Das Hautbild ist zudem uneben, großporig und glänzend. Ursachen für fettige Haut können sowohl die genetische Veranlagung als auch Hormonstörungen, ungesunde Ernährung oder Stress sein.

4. Mischhaut

Wusstest du, dass die meisten Menschen eine Mischhaut haben? Dieser Hauttyp weist sowohl trockene, als auch fettige Areale auf. Letztere zeigen sich besonders häufig im Bereich der höchsten Talgdrüsendichte – der sogenannten T-Zone rund um Stirn, Nase und Kinn. Dort neigt die Haut daher auch vermehrt zu Pickeln und Mitessern. An den Wangen und um die Augen herum mangelt es der Mischhaut hingegen an Feuchtigkeit, sodass Rötungen, Schuppen und Spannungsgefühle auftreten können.

5. Sensible bzw. empfindliche Haut

Grundsätzlich weist empfindliche Haut dieselben Merkmale wie trockene Haut auf, jedoch können hier noch Hautreizungen, Rötungen, allergische Reaktionen oder Entzündungen hinzukommen. Auslöser dafür können etwa Umwelteinflüsse wie Sonne, Kälte, schmutzige Luft oder falsche Pflegeprodukte sein. Bei sensibler Haut ist die Produktion des Schutzfilms, der auch für wichtige Funktionen wie die Abwehr von Keimen zuständig ist, gestört.

6. Sondertyp reife Haut

Reife Haut ist zwar im kosmetischen Sinne kein eigener Hauttyp, sollte aber an dieser Stelle trotzdem kurz erwähnt werden. Denn mit der Zeit verliert die Haut an Feuchtigkeit, woraus erste Fältchen und eine geringere Elastizität der Haut resultieren. Auch Faktoren wie Alkohol, Nikotin und häufiger Sonnenbrand trocknen die Haut zusätzlich aus und lassen sie schneller altern.

Komplett stoppen lassen sich die Vorgänge der Hautalterung natürlich nicht, doch beeinflussen können wir sie schon. Rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte sind daher für diesen Hauttyp am besten geeignet. "SPF is your BFF" gilt außerdem vor allem, wenn es um Anti Aging geht: Da UV-Strahlung einer der häufigsten Faktoren für die Hautalterung ist, solltest du täglich Sonnenschutz verwenden!

Unterscheidung der Hauttypen nach Fitzpatrick

Vielleicht hast du auch schon mal von den Hauttypen in Bezug auf UV-Strahlung gehört? So gibt es beispielsweise Menschen mit sehr heller Haut sowie meist auch hellblonden bis rötlichen Haaren, die sehr schnell einen Sonnenbrand bekommen, während Menschen mit dunklerem Teint meist wesentlich unempfindlicher sind.

Dieser ist abhängig von der Höhe des Melanin-Anteils in den Hautzellen. Je heller die Haut, desto anfälliger ist sie für Sonnenbrand. Jetzt lesen: So viel Sonnencreme musst du auftragen, um ausreichend geschützt zu sein.

In Hinblick auf UV-Strahlung unterscheidet man nach dem Modell des US-Dermatologen Thomas Fitzpatrick insgesamt 6 verschiedene Hauttypen. Je nachdem, wie hell die Haut ist, desto geringer ist die Eigenschutzzeit vor UV-Strahlung und desto anfälliger ist man für sonnenbedingte Schäden.

(c) iStock / WOMAN

Wie finde ich meinen Hauttyp heraus?

Es gibt verschiedene Wege, um deinen Hauttyp herauszufinden. So kannst du zum Beispiel eine professionelle Hautanalyse machen lassen. Kostenlos gibt es die zum Beispiel beim Hautzentrum Wien.

Alternativ kannst du deinen Hauttyp aber auch ganz einfach zu Hause bestimmen. Das funktioniert so: Wasche dein Gesicht mit lauwarmem Wasser. Warte zwischen 15 und 30 Minuten. Wie fühlt sich deine Haut danach an? Spannt der Teint, sieht er fahl aus oder fühlt sich die Haut etwas rau an, hast du eher trockene Haut.

Glänzt das Gesicht schon nach kurzer Zeit wieder, spricht dies für einen öligen Hauttyp. Wenn die Wangen spannen und die T-Zone schnell glänzt, hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine typische Mischhaut. Wenn keine dieser Merkmale zutreffen, sondern die Haut schön und geschmeidig bleibt, bist du der normale Hauttyp.

So pflegst du deinen Hauttyp

Tipps für die perfekte Skincare-Routine findest du übrigens hier. Wir geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit den wichtigsten Basics: Welche Inhaltsstoffe du wann auftragen solltest und was es morgens und abends zu beachten gibt.

Die richtige Pflege für normale Haut

Menschen mit normaler Haut werden nicht umsonst sehr oft von anderen beneidet, denn dieser Hauttyp ist relativ pflegeleicht. Entsprechend unkompliziert darf auch die Pflegeroutine sein: Ein pH-neutrales Waschgel sowie eine leichte Tagescreme mit UV-Schutz sind hier meist vollkommen ausreichend. In puncto Wirkstoffen hast du es mit deinem Hauttyp bei der Wahl der Pflegeprodukte leicht. Denn deine Haut ist robust und verträgt verschiedene Inhaltsstoffe in der Regel gut.

Feuchtigkeitsspender wie Ceramide sorgen als Bestandteil der Hautbarriere zum Beispiel für einen ausgewogenen Feuchtigkeitsgehalt in der Hornschicht. Pflegendes Jojobaöl dringt gut in die Haut ein ohne einen Fettfilm zu hinterlassen. Antioxidanzien wie etwa Vitamin E und Vitamin C schützen hingegen die Haut vor freien Radikalen. Präparate mit Sheabutter machen normale Haut schön weich und lassen sich gut verteilen.

So pflegst du trockene Haut

Trockene Haut benötigt im Gegensatz zu normaler Haut deutlich mehr Pflege: Um den Feuchtigkeitsmangel auszugleichen, sollte daher eine reichhaltige Pflege zum Einsatz kommen. Besonders empfehlenswert sind Cremes mit rückfettenden Inhaltsstoffen. Diese haben eine pflegende und feuchtigkeitsbindende Formulierung, die die Barrierefunktion der Haut stärkt.

Der Fettfilm verhindert zudem die Verdunstung von Wasser aus der Haut. Neben einer reichhaltigen Creme, können auch die konzentrierten Inhaltsstoffe eines Serums deine Pflegeroutine ergänzen bzw. unterstützen. Für das extra Pflege-Plus empfiehlt sich auch ein reichhaltiges Gesichts-Öl.

Pflegeroutine für ölige Haut

Das A und O bei öliger Haut ist vor allem eine gründliche Gesichtsreinigung morgens und abends. Ganz wichtig für alle, die Make-up verwenden: Gründliches Abschminken nicht vergessen! Greife für die Reinigung deines Gesichts zu milden, für fettige Haut geeigneten Produkten, damit die Poren nicht verstopfen und keine Mitesser und Pickel entstehen. Hautärzt:innen raten zu Produkten mit der Bezeichnung "ölfrei" oder "nicht komedogen".

Reinigungslösungen auf Öl- oder Alkohol-Basis streiche am besten ganz aus deiner Beauty-Routine. Denn zu aggressive Reinigungsmittel bekämpfen das Problem meist nicht, sondern verschlimmern es nur zusätzlich. Oberstes Gebot außerdem: Drücke Pickel und Mitesser nicht aus, sonst können Entzündungen entstehen. Statt also herumzudrücken, gönne deiner Haut lieber wöchentlich ein (chemisches) Peeling und/ oder eine Gesichtsmaske, natürlich abgestimmt auf deinen Hauttyp.

Die richtige Pflege bei Mischhaut

Mischhaut ist in puncto Gesichtspflege besonders anspruchsvoll, da zwei ganz unterschiedliche Bedürfnisse gestillt werden müssen: Die eher fettige T-Zone braucht bei diesem Hauttyp eine andere Pflege, als die zu Trockenheit neigenden Wangen und Augenpartien. Zwar gibt es auf dem Markt bereits einige Produkte für Mischhaut. Allerdings schaffen es diese nicht, sowohl rückfettende als auch austrocknende Inhaltsstoffe so in sich zu vereinen, dass sie die richtige Wirkung auf die richtige Hautpartie ausüben.

Deshalb ist es bei Mischhaut empfehlenswert, auf unterschiedliche Produkte für die verschiedenen Hautpartien zurückzugreifen. Verwende also Produkte für trockene Haut für die trockenen Partien und creme ölige Hautpartien mit einer leichteren Pflege für fettige Haut ein. Bei der Gesichtsreinigung solltest du außerdem auf lauwarmes Wasser in Kombination mit einem milden Waschgel setzen.

Die wichtigsten Hauttypen im Überblick
(c) Elke Mayr

So pflegst du sensible Haut

Empfindliche Haut braucht wohl die meiste Aufmerksamkeit und Pflege. Vermeide bei deiner Beauty-Routine unbedingt aggressive oder reizende Pflegeprodukte. Speziell alkoholhaltige Reinigungsmittel sind tabu. Stattdessen sollten besonders auf den Hauttyp abgestimmte, rückfettende Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen.

Um die natürliche Hautbarriere zu stärken, greife zum Beispiel zu einer milden und beruhigenden Gesichtscreme. Zusätzlich kannst du ein Gesichts-Öl verwenden. Dieses ist besonders reichhaltig und schenkt der Haut gleichzeitig Feuchtigkeit. Peelings für sensible Haut sollten sanft sein und nicht häufiger als 2 Mal pro Monat angewendet werden. Stattdessen könntest du dir ab und zu eine beruhigende Gesichtsmaske gönnen.

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