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Sonnencreme: So schütz du deine Haut das ganze Jahr

Getönte Tagespflege oder MakeUp mit LSF? Worauf solltest du bei deinem Hauttyp achten? Wir verraten dir alles über Sonnencreme fürs Gesicht!

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© Elke Mayr

Gesichtsseren, Peelings und Feuchtigkeitscremes sind wirksame Mittel in Skincare, die in keinem Anti-Aging-Programm fehlen sollten. Aber eine der einfachsten Möglichkeiten vorzeitiger Hautalterung, Pigmentflecken und Sonnenschäden vorzubeugen, ist das tägliche Tragen von Sonnencreme im Gesicht.

Es ist jedoch gar so einfach, das richtige Sonnenschutzmittel für den eigenen Hauttyp zu finden. Hautbedürfnisse, Empfindlichkeit auf die Sonne und Schutz vor UV-Strahlung stehen dabei im Mittelpunkt. Wir geben dir in diesem Artikel einen Überblick zum Thema Sonnenschutz für das Gesicht.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) wird je nach Helligkeit der Haut ausgewählt und verlängert die Zeit, die man in der Sonne verweilen kann. Alles über die verschiedenen Hauttypen nach Fitzpatrick findest du in folgendem Artikel: ➠ Hautpflege im Sommer!

Wie schützen Sonnencreme & Co vor Sonnenschäden?

Physikalische (mineralische) Sonnenschutzmittel enthalten Mineralien, die sich auf die Haut legen und die UV-Strahlen abhalten. Zink und Titandioxid zählen hierbei zu den beliebtesten Wirkstoffen. Sie sind in der Regel sanfter zu empfindlicher Haut und lösen seltener Allergien (Mallorca-Akne) als chemische Filter aus.
Chemische Sonnenschutzfilter hingegen ziehen in die Haut ein. Dort absorbieren sie die UV-Strahlen und wandeln sie in Wärme um. Einige Beispiele für chemische (organische) UV-Filter sind Avobenzon, Octinoxat, Octisalat, Oxybenzon, Homosalat und Octylcrylen.

Viele Sonnenschutzmittel sind eine Mischung aus chemischem und auch physikalischem Sonnenschutzmittel, die in einer Formel kombiniert werden. Beide Inhaltsstoffe gelten als unbedenklich. Chemische UV-Filter stehen jedoch immer öfter im Fokus von Diskussionen, da diese von der Haut absorbiert werden und ins Blut gelangen, wie eine Studie zeigt. Einen Verzicht auf Sonnenmilch rechtfertige dies allerdings nicht, da laut den Autoren, die Studie keine Beweise für eine Gesundheitsschädigung liefere.

Sonnencreme am besten täglich verwenden

Sonnencreme sollte immer ein fixer Bestandteil der täglichen Routine sein. Sie gehört zu Sommer- als auch zur Winterpflege. Es gibt einen Grund, warum Dermatolog:innen und Hautärzt:innen dies so sehr befürworten und empfehlen. Warum ist Sonnenschutz so wichtig? Wir haben hier ein paar Fakten für dich.

  1. Sonnencreme ist der beste Schutz vor Pigmentierungen und dunklen Flecken.
  2. Es ist die einfachste Methode, um Sonnenschäden, Pigmentflecken und Hautkrebs zu verhindern.
  3. Täglicher Schutz ist zudem der beste Weg, damit deine Haut gesund und schön bleibt.
  4. Zuviel Sonne lässt deine Haut vorzeitig altern.

Was sind UVA, UVB und UVC

Die Sonne sendet zwei Arten von ultravioletter Strahlung aus, diese sind UVA- und UVB-Strahlen. UVA-Strahlen tragen vor allem zur vorzeitigen Hautalterung bei, während UVB-Strahlen die Haut sichtbar schädigen und zu Sonnenbrand führen. Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen können dauerhafte Schäden verursachen und zu Hautkrebs führen.

UVA-Strahlung ist der langwellige Teil der Strahlung, der bis in die Dermis wirkt. Diese ist Hautschicht befindest sich direkt unterhalb der äußersten Hautschicht (Epidermis). Sie besteht hauptsächlich aus Bindegewebe (Kollagen), welches der Haut Elastizität verleiht.

UV-B-Strahlen treffen hingegen nur auf die obere äußere Schicht der Haut, UVC-Strahlen sind so kurzwellig, dass sie von der Ozonschicht abgefangen werden.

Ist UVA-Strahlung schädlich?

UVA-Strahlen dringen tief in die Hautschicht ein und das eigentlich das ganze Jahr über. Sie können ebenso zu bösartigen Veränderungen im Erbgut der Hautzellen führen. Das Endergebnis kann dann Hautkrebs sein. Eine übermäßige Dosis an UVA-Strahlung führt zudem zu weiteren Schäden wie Schwächung des Bindegewebes, Pigment- und Altersflecken, Rötungen und Juckreiz. Zudem kann sie auch eine Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose) auslösen.

Einige Sonnenschutzmittel schützen nur vor UVB-Strahlung, dadurch bleibt deine Haut trotzdem anfällig für Schäden. Mit einem Breitband-Sonnenschutz wird sie vor beiden Arten geschützt. Ein hoher LSF bedeutet daher nicht immer einen besseren Schutz.

Als allgemeine Faustregel gilt, dass man immer einen LSF 30 oder höher auftragen sollte. Damit wird die Haut vor zirka 97 Prozent der schädlichen Sonnenstrahlen geschützt. LSF 50 bietet einen etwas höheren Schutz von ungefähr 98 Prozent vor schädlichen UV-Strahlen.

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© Elke Mayr

Sonnencreme richtig auftragen

Welche Menge an Sonnenschutz ist ausreichend? Du musst wahrscheinlich mehr auftragen, als du vielleicht denkst. Ein Fehler, den viele machen, ist es bei der Sonnencreme zu sparen. Wenn du zu wenig Sonnencreme verwendest, besteht das Risiko, dass der angegebene LSF nicht erreicht wird. Für das ganze Gesicht kannst du ruhig eine Menge von einem Teelöffel verwenden.
Achte auch auf besonders schwer zugängliche Stellen und vergiss nicht auf den Nacken, die Ohren und das Dekolleté.

Die Schutzwirkung von Sonnencreme nimmt ab, wenn sie eingerieben wird. Daher ist es besser, die Creme als dünnen Film auf der Haut aufzutragen.

Am besten eine halbe Stunde vorher eincremen, bevor man sich der Sonne im Urlaub oder bei der Arbeit aussetzt. Produkte mit chemischen UV-Filtern brauchen 20 bis 30 Minuten, bis der volle Schutz besteht. Mineralische UV-Filter wirken gleich nach dem Auftragen.

Wasserfeste Sonnencremen halten besser! Durch das Schwitzen in der Sommerhitze lässt der Sonnenschutz stark nach. Vorsicht: Wasserfest bedeutet nicht unbedingt, dass der Schutz das Baden im Wasser und vor allem das anschließende Abtrocknen übersteht. Besser nachlegen! Das ist wichtig, damit der Sonnenschutz durchgängig bestehen bleibt.
Vorsicht: Nachcremen erhöht nicht die maximale Schutzzeit!

Wie oft solltest du nachcremen?

Je nach Rezeptur solltest du die Sonnenpflege alle 40 bis 120 Minuten neu auftragen. Wenn du gerade schwimmen warst oder stark geschwitzt hast wie beim Sport, solltest du auch im Gesicht nachcremen. Im Zweifelsfall solltest du dich immer an die Herstellerangaben auf der Verpackung halten!

Dir richtige Reihenfolge für Sonnencreme und Hautpflege

  1. Nach der Gesichtsreinigung zuerst Seren, Tages- oder der Feuchtigkeitspflege verwenden und diese gut einziehen lassen.
  2. Sonnencreme auftragen - du solltest sie ungefähr 15 Minuten einziehen lassen.
  3. Anschließend MakeUp und Foundation wie gewohnt nutzen.
TIPP

Verwende eine wasserbasierte Tagespflege, bei fettigen Produkten kann der Sonnenschutz nicht gut einziehen.

Alternativ eignet sich eine Tagespflege mit LSF oder du benutzt eine pflegende und getönte Sonnencreme stattdessen. Es gibt auch Foundations mit Sonnenschutzfaktor oder Sprays, die am Ende der Beauty-Routine verwendet werden können.

Fluid oder Creme? Worauf du bei den verschiedenen Formulierungen von Sonnenschutz achten solltest

Es gibt Sonnenschutz in Form von Lotionen, Sprays, Ölen, Sonnencremes oder -milch. Aber worin liegt der Unterschied? Menschen mit trockener Haut profitieren besonders von Sonnenschutzcremes und Sonnenschutzlotionen, da diese Feuchtigkeit spenden.

Ölige Formulierungen eignet sich sehr gut für trockene Haut. Menschen mit eher fettiger Haut sollten besser zu etwas leichterem fürs Gesicht greifen, wie beispielsweise Sonnenschutz-Fluids. Diese ziehen zudem besonders schnell ein und eignen sich auch gut für sportliche Aktivitäten oder bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.

Sonnenschutzgele auf Wasserbasis enthalten keine Fette und sind daher die richtige Wahl bei Sonnenallergie und zu Akne neigende Personen. Gele haben zudem eine angenehme leicht kühlende Wirkung.

Sonnenschutzsprays sind super, um schwer zugängliche Stellen zu erreichen oder um den Sonnenschutz im Laufe des Tages zu erhalten. Bei dünnflüssigen Produkten und Sprays, solltest du zwei- bis dreimal nachsprayen, um den vollen Schutz zu erreichen.

Empfehlungen: Die besten Sonnencremes fürs Gesicht

Da die Haut im Gesicht besonders empfindlich ist, solltest du nicht nur deine Hautpflege sondern auch deine Sonnencreme auf deinen Hauttyp anpassen. Wenn du unter Hautproblemen leidest, solltest du auch diese bei der Auswahl berücksichtigen.

Sonnencreme für zu Akne neigende oder fettige Haut

Bei Problemen mit Akne solltest du nach einer leichten Rezeptur (Fluid, Gel) mit einer nicht komedogenen Formel Ausschau halten. Dadurch werden weder die Poren verstopft noch die Akne verschlimmert. Wenn du eine leichte Deckkraft bevorzugst, ist eine getönte Sonnencreme super geeignet. Pickel kannst du vorher mit einem Concealer abdecken.

Wenn du zu fettiger Haut tendierst, wirst du wahrscheinlich folgendes Problem kennen, das Sonnencreme oft mit sich bringt – deine Haut glänzt und erscheint fettig. In diesem Fall solltest du mattierende Sonnenpflege ausprobieren oder auf Mineralien wie Zinkoxid basierende Formulierungen. Diese helfen Öl zu absorbieren, sodass deine Haut ein mattes Finish erhält. Zudem können sie auch entzündungshemmend bei Akne wirken.

Sonnencreme für trockene Haut

Hier ist Feuchtigkeit das absolut Wichtigste!

Empfehlung:

Wirkstoffe wie Hyaluron polstern die Haut und füllen die Feuchtigkeitsreserven auf, so dass sich deine Haut weich und geschmeidig anfühlt. Vitamin B3 pflegt die Haut und lindert Trockenheitsreizungen. Leichte Formulierung, die schnell einzieht.

Sonnenpflege bei Rosacea und Hautrötungen

Rosacea-Schübe werden manchmal durch Sonneneinstrahlung verschlimmert, daher ist es hier besonders wichtig, den richtigen Sonnenschutz zu finden. Chemische Sonnenschutzmittel können sich ebenfalls negativ auswirken. Am besten greifen Betroffene der Hautkrankheit zu einer speziellen Hautpflege mit leichter Formulierung, die Rötungen lindert.

Empfehlung:

Leichte Creme von La Roche Posay aus der Apotheke gegen Rötungen.

LA ROCHE-POSAY Rosaliac UV Legere Gesichtscreme

Mineralischer natürlicher Sonnenschutz fürs Gesicht bei Sonnenallergie

Wenn du lieber auf chemische Filter verzichten möchtest, gibt es auch Cremen nur mit organischen Filtern. Vor allem bei bestehender Schwangerschaft oder Sonnenallergie wird oft von chemischen Filtern wie beispielsweise Octocrylen abgeraten.

Empfehlung:

Die getönte Sonnencreme Madara verleiht einen ebenmäßigen Teint und schützt vor der Sonne. Zudem weißelt sie nicht und passt sich dem Teint farblich an. Aloe Vera sorgt für Feuchtigkeit.

Checkliste für deine Sonnencreme [Überblick]
Lichtschutzfaktor: Je heller deine Haut ist und je intensiver die Sonneneinstrahlung, desto höher sollte der LSF sein. Im Zweifel besser zu einem höheren Faktor greifen. Für das Gesicht darf dieser ebenso gerne höher ausfallen.
UVA/UVB-Breitbandschutz: Achte auf einen ausreichenden Schutz vor der UV-Strahlung. Die UVA-Kennzeichnung garantiert, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes beträgt.
Achte auf dein Hautbedürfnis und wähle spezielle Produkte für deine Haut.
Badespaß & Hitze: Ab ins Wasser! Wenn du schwimmen gehst oder beim Sport schwitzt solltest du zu einem wasserfesten Mittel greifen.

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