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Welcher Tee verfärbt nicht die Zähne?

Jetzt, wo die Tage kühler werden, beginnt auch wieder die Teezeit. Denn was gibt es Besseres, wenn man verfroren nach Hause kommt, als eine Tasse wärmenden Tee. Aber alle, die diese oft genießen, kennen das Problem: Tee verfärbt die Zähne. Gibt es Sorten, die dies nicht tun?

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Welcher Tee verfärbt nicht die Zähne?
© iStock

Rotwein, Kaffee, Zigaretten aber auch Weißwein, Obstsäfte und Tee können unseren weißen Beißerchen eine (fast immer) unerwünschte gelbe Verfärbung verpassen. Vor allem, wenn diese regelmäßig konsumiert werden. Aber verzichten will man auf seinen Genuss doch auch nicht?

Zunächst sei gesagt: Diese Art der Verfärbung lässt sich durch eine Behandlung bei Zahnärzt:innen wieder rückgängig machen. Die kostet jedoch auch etwas und die wenigsten machen diese gleich mehrmals im Jahr. Und die Verfärbungen kommen immer schneller, als der nächste Termin zur Mundhygiene.

Gibt es daher Teesorten, die die Zähne nicht oder weniger verfärben?

Jein. Egal, welche Teesorte, es können sich Rückstände auf den Zähnen bilden. Allerdings ist dabei ganz schlicht und ergreifend die Färbung der Flüssigkeit entscheidend. Wie stark deine Lieblingsteesorte verfärbt, erkennst du am besten an deinem Häferl beziehungsweise dessen Tassenrand: Je stärker dieses sich verfärbt, also je stärker die Teerückstände nach dem Trinken, desto stärker ist auch der Grad der Verfärbung der Zähne.

Aber ein Trick kann sogar Verfärbungen durch Schwarztee verhindern

Die klassische Tea Time in Großbritannien macht's vor: Zum Schwarztee kommt ein Schuss Milch in die Tasse. Und das soll bewirken, dass die Zähne weniger gelb werden, als wenn man den Schwarztee pur trinken würde.

Werden durch Milch im Tee die Zähne weniger verfärbt?

Das wurde sogar wissenschaftlich nachgewiesen: In einer Versuchsanordnung konnten kanadische Forschende den Effekt von Milch im Tee aufzeigen. Dafür wurden menschliche Testzähne für 24 Stunden bei 37 Grad einmal in reinen Schwarztee und einmal in Tee mit Milch gelegt. Mit dem Ergebnis, dass die Zähne mit Milch weniger stark verfärbt waren. Grund dafür ist das in der Milch enthaltene Eiweiß Casein. Es bindet die färbenden Tannine und Polyphenole, die im Tee enthalten sind.

Darüber hinaus hellt Casein die Zähne zusätzlich auf. Laut Dr. Ava Chow von der University of Alberta’s School of Dentristy in Kanada kann dieser Weißeffekt sogar stärker sein, als bei vielen Bleaching-Produkten und -Zahnpasten aus dem Drogeriemarkt.

Wer keine Milch im Tee mag: Auch Zähneputzen 30 Minuten nach dem Teetrinken kann helfen. Denn die verfärbenden Polyphenole lagern sich zunächst nur auf dem Pellikel, einem dünnen Häutchen, ab und können noch weggeschrubbt werden, bevor sie sich mit dem Kalzium des Zahnschmelzes verbinden.

Abgesehen von den unerwünschten Verfärbungen hat Teegenuss jedoch nur positive "Nebenwirkungen". Vor allem auf die Zähne: Denn Schwarz- sowie Grüntee härten dank dessen Fluoridgehalt den Zahnschmelz und schützen vor Karies.

Teetrinken schützt auch vor Karies

Die im Schwarztee enthaltenen Phenole und Flavonoide hemmen im Mund die Umwandlung von Stärke in Traubenzucker, welcher den Plaquebakterien als Grundlage für die Produktion zahnschädigender Säuren dient. Zudem unterbindet der Genuss von schwarzem Tee das Bakterienenzym Glucosyltransferase, welches Plaque am Zahn haften lässt. Der enthaltene Gerbstoff Catechin greift außerdem das Kariesbakterium Streptococcus mutans an. Dank all dieser positiven Wirkungen empfehlen zahlreiche Dentist:innen sogar Mundspülungen mit Tee vorzunehmen.

Grüntee enthält sogar noch mehr Polyphenole als Schwarztee. Und diese beugen nicht nur Karies vor, sie wirken antioxidativ und schützen damit vor Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs. Und nebenbei wirkt grüner Tee auch noch gegen Mundgeruch aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung.

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