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Zysten - Wann ist Panik angesagt?

Eierstockzyste - was nun? Muss man operieren und wie gefährlich ist eine Zyste? Wir haben Frauenärztin Dr. Eva Lehner-Rothe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, zu diesem Thema befragt.

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Was ist eine Zyste?

Eine Zyste ist ein Hohlraum im Gewebe, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Bei dieser Flüssigkeit kann es sich um Blut, Eiter, Gewebsflüssigkeit oder Talg handeln. Austreten kann diese Flüssigkeit allerdings nicht, allerdings kann jede Zyste - je nachdem, wie groß sie ist - mehrere Kammern haben, in der sich Flüssigkeitskapseln befinden.

Wo bilden sich Zysten?

Zysten können nicht nur unterschiedlich groß sein, sondern auch in verschiedenen Organen und Geweben vorkommen. Daher auch in den Eierstöcken.

Müssen Zysten operiert werden?

Dr. Eva Lehner-Rothe : Wenn eine Eierstockzyste bei einer Frau im geschlechtsreifen Alter festgestellt wird, ist je nach Größe unterschiedliches Vorgehen möglich. Meistens ist ein Abwarten die sinnvollste Lösung, da Zysten sehr oft mit einer der darauffolgenden Regelblutungen platzen und somit von alleine verschwinden.

Wenn eine Zyste bestehen bleibt und/ oder vor allem wenn sie an Größe zunimmt, muss man eine laparoskopische Sanierung (Bauchspiegelung mit Operation/ Ausschälung der Zyste) in Erwägung ziehen.