
Zwischen Bauchgefühl und Verantwortung: Leadership heißt entscheiden. Wie man Denkfehler erkennt, bessere Urteile trifft und für Klarheit sorgt, weiß Verhaltensökonomin Verena Utikal.
Laut Google treffen wir täglich zwischen 20.000 und 35.000 Entscheidungen. Der Großteil (circa 95 Prozent) läuft unbewusst oder automatisiert ab. Nur etwa 20 bis 70 davon werden bewusst getroffen. Viele im beruflichen Umfeld. Doch wie schaffen es Führungskräfte, in einem Dickicht an Optionen immer auf die richtige Problemlösung zu setzen? Verhaltensökonomin Verena Utikal erklärt: „Indem ich akzeptiere, dass mein Gehirn kein neutraler Rechner ist. Ein erster essenzieller Schritt wäre, sich seiner typischen Denkfehler bewusst zu werden, dazu gehören etwa Bestätigungsfehler.“
Dabei tendiere man dazu, Informationen so zu suchen oder zu interpretieren, dass sie nur eigene Überzeugungen bestätigen. „Widersprüchliche Fakten werden ignoriert oder abgewertet“, so die Entscheidungswissenschaftlerin, die Unternehmen, Teams und Einzelpersonen berät. Gute Führung zeige sich, wenn man Probleme mit Mut, Klarheit und Verantwortung aus der Welt schafft und den besten Weg dafür wählt.
