Die Frau hinter dem Mythos

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©Pascal Buenning

Der Hype um die neue Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen ist eröffnet. Roxane Duran will als Jedermanns Geliebte frei und selbstbestimmt wirken. Ein Gespräch über Weiblichkeit, Loyalität und ein gutes Leben.

Was für eine energiegeladene Aura, was für eine melodische Stimme, was für eine Lebensfreude! Und was für eine Geduld … Nachdem die Aufnahme unseres ersten Gesprächs nicht funktioniert hat, ist Roxane Duran sofort bereit, das Interview am nächsten Tag in ihrer Freizeit zu wiederholen. Statt genervt zu reagieren, motiviert sie auch noch: „Technische Pannen können passieren. Das kriegen wir sicher hin.“ Die Schauspielerin beeindruckt während unseres (endlich geglückten) Gesprächs und sicher auch ab 18. Juli als Buhlschaft beim legendären „Jedermann“ in Salzburg: „Ich freue mich extrem darauf und lasse mich vom Festspielzauber rundherum mitreißen“, strahlt die 33-Jährige. Seit 106 Jahren ist diese Rolle weit mehr als nur eine Nebenfigur in Hugo von Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes. Sie ist Projektionsfläche, Stilikone, mediales Ereignis. Dass die Künstlerin in diese prestigeträchtige Rolle schlüpfen wird, mag auf den ersten Blick überraschen, auf den zweiten erscheint die Entscheidung logisch. Duran verkörpert genau jene Mischung aus Eleganz, Selbstsicherheit und internationalem Flair, die eine moderne Buhlschaft heute braucht.

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