Die Design Trends aus Mailand: Das prägte den Salone del Mobile

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min

©Claudia Zalla

Auf der Möbelmesse Salone del Mobile zeigt sich Design in vielen neuen Facetten. Drei Themen, die dieses Jahr besonders auffielen.

Handwerk Reloaded

Mehr Bewusstsein fürs Handwerk, das zog sich wie ein roter Faden durch die diesjährige Möbelmesse. Und manchmal wurde daraus auch ein Statement. Die Textilmanufaktur Rubelli (o.) widmete sich mit „About Silk“ im Showroom in der Via Fatebenefratelli einer Installation des chinesischen Künstlers und Aktivisten Ai Weiwei. Im Zentrum stand ein aufwendig gewebter Seidenstoff, der Motive aus Weiweis Werk aufgreift – von Überwachungskameras über Handschellen und Ketten bis hin zum Twitter-Vogel als Symbol für Meinungsfreiheit. Stark!

Materialkunde

Das Wort „Nachhaltigkeit“ war dieses Jahr weniger allgegenwärtig, dafür aber spürbar. Werkstoffe, die der Umwelt nicht schaden, werden bereits im Designprozess mitgedacht – von recycelt bis hin zu biologisch abbaubar. Das zeigte sich bei Marken rund um den Globus, etwa beim Designstudio Piegatto (o. aus Guatemala und seinem Outdoor-Sofa „Retiro“. Holzreste wurden vor der Entsorgung bewahrt, mit natürlichen Harzen vermischt und so zu einer skulpturalen, steinähnlichen Form verarbeitet, die robust, wetterfest und zugleich superleicht ist.

Blurred image background

 © Issey Miyake

WOMAN EMPFIEHLT

Kann Affiliate-Links enthalten.

Mode-Moment

Auch Fashionbrands mischten wieder beim Möbelreigen mit. Prada eröffnete mit einer Reihe von Podiumsdiskussionen unter dem Titel „In Sight“, die sich mit aktuellen Themen rund um Kultur und Gesellschaft beschäftigten. Marni sorgte mit dem Pop-up „Caffè Cucchi“ für eine Pause im Messetrubel und rückte die sozialen Rituale Mailands in den Mittelpunkt. Issey Miyake (u.) wiederum zeigte mit „The Paper Log: Shell and Core“, was aus Produktionsabfällen entstehen kann: Alte Papierrollen aus dem charakteristischen Plisseeprozess wurden zu skulpturalen Objekten und Möbelunikaten.

Blurred image background

 © Werk

Über die Autor:innen