
Mutter, Kind, eine Reise bis ans Ende der Welt. Die deutsche Alleinerzieherin Jasmin Böhm ist mit ihrem Sohn Emil eineinhalb Jahre unterwegs gewesen. Über Mut, Grenzerfahrungen und warum es sich lohnt, immer weiterzugehen.
Knapp 40.000 Kilometer, 18 Monate, ein großer Traum: Jasmin Böhm und ihr Sohn Emil sind von Deutschland bis ans Ende der Welt gereist. Ihr Ziel? Australien. Und das, ohne dabei in ein Flugzeug zu steigen. Soll heißen: Züge, Busse, Schiffe, Segelboote, Räder, Roller und sogar Pferde brachten sie jeden Tag ein kleines Stückchen weiter, durch 24 Länder – komplett entschleunigt. Was als Abenteuer beginnt, entpuppt sich bald als Reise voller Grenzerfahrungen, Wunder und Entscheidungen, die das Leben der Alleinerzieherin für immer verändern sollten. „Ich musste alle Erwartungen an mich loslassen und frei in die Welt gehen, um zu verstehen, wo und wie wir leben wollen“, sagt sie heute rückblickend.
Wie es der deutschen Abenteuer-Mum ergangen ist und was sie auf ihrer Reise in Slow-Motion alles erlebt hat, hat Böhm in ihrem neuen Buch veröffentlicht. „Vom Abenteuer des Ankommens“ (23.9., Kailash Verlag) ist bereits ihre dritte Reisereportage. Zuletzt strampelte die Autorin mit ihrem Sohn Emil 12.000 Kilometer mit dem Rad zum Nordkap. Und zum Zeitpunkt unseres Interviews campt Böhm mit ihrem siebenjährigen Mini-Reiseleiter irgendwo zwischen Alaska und Kanada, um wilde Tiere und Gletscher zu spotten. Unsere Fragen beantwortet sie vom Zelt aus, während Emil ein Nickerchen macht. „Mein Sohn schläft neben mir, eingemummelt in seinen Schlafsack. Irgendwo in hoffentlich weiter Entfernung laufen Elche, Bären und Wölfe herum“, gewährt uns Böhm einen kleinen Einblick in ihren mehr als ungewöhnlichen Sommerurlaub.
