
Juma Xipaia ist mutige Amazonas-Aktivistin, Mutter und Politikerin. Die neue Doku „Yanuni" zeigt ein intimes Porträt über ihre Mission, ihren Widerstand und darüber, was es bedeutet, für die Heimat alles zu riskieren.
Ganz vorsichtig, ja fast zärtlich schiebt sie ihren traditionellen Federkopfschmuck zurück. Erst jetzt erkennt man ihr Gesicht. Ein Blick in die Kamera. Minutenlang. Sie atmet, sagt kein Wort, und dennoch spürt man Juma Xipaias unbändige Kraft. So leise beginnt die außergewöhnliche Dokumentation „Yanuni“. Der österreichische Filmemacher Richard Ladkani, der schon Jane Goodall mit seiner Kamera porträtiert hat, begleitete die Amazonas-Aktivistin und ihren Mann Hugo Loss, einen Spezialermittler der Umweltbehörde, fünf Jahre lang bei ihrem aufwühlenden und mitunter gefährlichen Alltag. Dabei mischt er faszinierende Landschaftsaufnahmen mit intimen Momenten. Es wird politisch, emotional und persönlich. Ladkani begegnete Juma erstmals 2020. Eine Journalistin vermittelte den Kontakt: „Bei einem Skype-Call merkte ich, wie extrem sie berühren kann.“
