
FREI GESPIELT. Künstler:innen fühlen sich vor Lukas Becks Kamera völlig ungezwungen. Wie Schauspielberserkerin und Burgtheater-Ensemblemitglied Stefanie Reinsperger
©Lukas Beck, www.onehourwith.artNormal folgen sie Regieanweisungen. Fotograf Lukas Beck schenkt Künstler:innen hingegen eine Stunde Zeit vor seiner Kamera. Ohne jede Vorgabe. Wortlos. Ein hoch emotionales Projekt.
John Malkovich
Thank you. (with a big smile)
Rebecca Horner


Du gehst durch mehrere Phasen. Keine Uhr zu haben, ist ganz wichtig, ganz spannend.
Tobias Moretti


Man ist wie ein Kind, man darf alles machen. Es ist ganz erstaunlich, wie das ist, wenn man eine Stunde nur auf sich gestellt ist.
Caroline Peters


Nicht zu sprechen, macht den Unterschied. Was man da für Fratzen macht, die man nie zeigen wollte. Oder eben doch.
Stefanie Reinsperger


STEFANIE REINSPERGER
© www.onehourwith.art, Lukas BeckEs war so schön. Es hat ur gutgetan. Ich würde gern nur so Fotos machen. Herrlich.
Alles begann mit einem Besuch von John Malkovich in meinem Studio im Sommer 2024“, erzählt Fotokünstler Lukas Beck. Der Hollywoodstar hatte einen vollen Koffer Gewand dabei, aber „so, wie er bei der Tür hereinkam, wollte ich ihn fotografieren“. Der Schauspieler ließ sich sofort auf das Performance-Projekt ein. Das Set war simpel: schwarzer Hintergrund, wenig, aber spezifisches Licht. „Gesprochen wurde kein Wort“, erinnert sich Beck, der das Porträt als Königsdisziplin der Fotografie sieht: „Die Kommunikation funktionierte über Körpersprache, Blicke. Irgendwann spielte ich Musik ab. John ging darauf ein.“ Nach einer halben Stunde Lukas’ erstes Wort: „Pause?“ Nein, keine Pause. Zweite Hälfte. Ungebrochen volle Aufmerksamkeit.
Viele Magic Moments. Dann war die Stunde vorbei. Ein schlichtes „Danke“ von beiden und die Erkenntnis bei Beck, dass er so unbedingt weitermachen will. „Mit internationalen Künstler:innen“, erzählt er, der laufend neue Persönlichkeiten für sein Projekt onehourwith.art begeistert und es international ausweiten möchte. Das Schönste: „Alle geben alles. Danach sind wir nicht erschöpft, sondern erstaunt, wie viel Energie und Ideen entstehen, wenn man für eine Stunde auf sich und sein Gegenüber reduziert ist.“
Fotograf Lukas Beck


