Sie saniert ihr Haus und alle Männer flippen aus

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©Fotos: APA Images/dpa/Michael Reichel

Mit Hammer und Bohrer gegen das Patriarchat: Bau-Comedienne Cindy-Adriana Speich saniert alte Rollenbilder gleich mit. Warum sie „fertig mit nett“ ist, verrät sie im Interview.

Es gibt 1.000 Gründe, wütend zu sein. Jeden Tag wird mir vom starken Geschlecht die Welt erklärt. Es reicht“, ärgert sich CindyAdriana Speich. Eigentlich wollte die 31-jährige Mutter nur ihr Haus sanieren (ohne handwerkliche Vorkenntnisse). Heute schauen der feministischen Baustellen-Comedienne aus Thüringen unter #haus_plan_b auf Instagram über eine Million Fans beim Zementanrühren zu. Das nötige Know-how hat sich die gelernte Friseurin von YouTube-Tutorials abgeschaut. Und ziemlich bald wurde ihr bewusst: „Als Frau auf einer Baustelle zu stehen, anstelle meines Mannes, wurde immer mehr zur eigentlichen Baustelle.“ Denn während die zweifache Mutter von weiblichen Followerinnen für ihr Empowerment gefeiert wird, schicken ihr viele Männer herablassende und beleidigende Nachrichten. Männer, die sich bedroht fühlen, sobald eine Frau mit Bohrmaschine unterwegs ist. Jetzt hat Speich über ihr Leben zwischen Baustelle und Kinderchaos ein Buch geschrieben, das sie „ausschließlich mit den beiden Mittelfingern getippt“ hat. In „Ich bau mir ’ne Welt, die Männern nicht gefällt“ (dtv, € 18,00) erzählt die Autorin, warum „einfach machen“ für sie das Radikalste ist.

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