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Mushroom Beauty bitte!

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Schöne Haut hat eine neue Power-Zutat: Pilze. Warum sie in vielen wirksamen Beauty-Formeln nicht mehr fehlen dürfen – wir klären auf.

Von Österreich bis Japan entwickeln sich die köstlichen Erdlinge zum beliebtesten Fleischersatz. Modemacher:innen wie Stella McCartney zeigen, dass sich hochwertige Lederaccessoires dank ihnen rein pflanzlich und dennoch luxuriös herstellen lassen. Auch in Architektur und Design werden Pilze zunehmend geschätzt, vor allem wegen ihrer umweltschonenden und langlebigen Eigenschaften. Selbst die Kosmetik- und Wellnesswelt ist auf den Funghi-Geschmack gekommen und schwört auf die hautverjüngenden und -regenerierenden Kräfte.

Echte Glückspilze

Wie Hobbysammler:innen wissen: Pilz ist nicht gleich Pilz. In der Hautpflege gibt es verschiedene Arten, die gezielt für unterschiedliche Bedürfnisse eingesetzt werden. „Wer sich den aktuellen Hype um Vitalpilze anschaut, stößt bei der Recherche unweigerlich auf die Gründe, weshalb sie seit Langem so geschätzt werden“, erklärt Dania Volk, Marketing-Leiterin bei Seewald Ortho. Viele der Pilze, die in Kosmetik und Medizin verwendet werden, sind adaptogen, sie enthalten natürliche Pflanzenstoffe, die dem Körper helfen, besser mit Stress umzugehen. Einige Arten überzeugen weiters mit antioxidativen Eigenschaften beziehungsweise der Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern und zu binden. Andere wiederum fördern die Zellerneuerung und steigern die Hautelastizität. Auf die Idee, im Wald gesammelte Pilze selbst zu einer Gesichtsmaske zu verarbeiten, sollte man jedoch auch bei umfassender Pilzexpertise lieber nicht kommen. Volk betont: „Für Biokosmetik-Produkte werden meist Extrakte verwendet, hier sind die kostbaren Inhaltsstoffe in deutlich höherer Konzentration enthalten als im rohen Pilz.“

Ernährungstipps

Wird in der Beauty-Welt immer häufiger über die Vorteile einer äußerlichen Anwendung von Vitalpilzen gesprochen, so tut auch ihre Aufnahme über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel Haut und Wohlbefinden gut. Volk erklärt: „Vitalpilze enthalten neben den bioaktiven Inhaltsstoff en wie Polysacchariden, Beta-Glucanen und Triterpenen auch essenzielle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren und Ballaststoffe.“ Besonders gesund – und perfekt für das nächste Schwammerlgulasch! – sind klassische Speisepilze wie Champignons, Pfifferlinge beziehungsweise Steinpilze. Wohl bekomm’s!

Top-Wirkstoffe

Diese drei Pilze kommen am häufigsten in Pflegeprodukten zum Einsatz.

Silberohr

Auch „Snow Mushroom“ genannt, ist er einer der beliebtesten Hautpflegepilze. Er wirkt intensiv feuchtigkeitsspendend und wird deswegen als pflanzliche Alternative zu Hyaluronsäure gesehen.

Reishi

Der „Pilz der Unsterblichkeit“, wie er in der TCM gerne bezeichnet wird, wirkt antioxidativ, aufhellend, feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend, immunstärkend und beruhigend.

Shiitake

Bekannt aus japanischen Gerichten, schmeckt diese Pilzart nicht nur köstlich, sondern weist auch einen hohen Gehalt an Kojisäure auf. Diese reduziert Pigmentflecken, bringt unsere Haut zum Strahlen und besitzt antimikrobielle Eigenschaften.

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