So schön duftet der Herbst

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Schattenspiegelung von einer Hand die zwei Parfums hält

©Unsplash / Mathilde Langevin

Hier kommen neue Impulse für‘s private Parfumregal.

Den Wechsel der Jahreszeiten spüren wir nicht nur in unserem Kleiderschrank oder an der Hautpflege-Routine. Auch unsere Duftvorlieben passen sich an die kühleren Temperaturen an. Welche Noten uns in der kommenden Saison begleiten und wie wir uns möglichst lange an ihnen erfreuen können, wissen Victoria Bukovics von Marionnaud Österreich und Frederic Schuckert von Mäurer & Wirtz.

Individuelle Noten & Neuinterpretationen

Hüllen wir uns im Sommer gerne in frische, leichte Parfums, darf’s in Herbst und Winter ruhig etwas schwerer sein, etwa mit cremigen, warmen Akkorden aus Amber, Moschus, Sandelholz oder Vanille. Besonders Letztere beweist als Duftfavorit heuer, dass sie mehr kann als nur „picksüß“. „In Kombination mit Noten wie Holz, Moschus oder Tee wirkt sie ultraelegant. Patchouli, Tabak, Leder bringen hingegen ihre sinnliche Wärme hervor, ohne die Süße zu akzentuieren“, so Bukovics. Welche Noten sind außerdem gefragt? „Eine Vielfalt an Beeren und Früchten sowie saubere Second-Skin-Kreationen und köstliche Gourmands“, ergänzt Schuckert.

Als Übertrend beobachten die Profis den Wunsch nach Individualisierung. Dieser äußert sich zum einen in ungewöhnlichen Noten – im Nischensegment sind etwa aus Küchen bekannte Gerüche wie Tomate, Sesam oder Matcha gefragt –, zum anderen durch Layering. Wie das am besten gelingt? Schuckert empfiehlt, mit einem schweren Parfum zu starten, es trocknen zu lassen und darauf eine leichtere, besondere Note zu setzen. „Einfach ausprobieren und sich von den Kombinationen überraschen lassen.“ Wer sichergehen möchte, dass das Parfum trotz vieler Kleidungsschichten lange hält, kann es auf Jacke, Schal oder Pulli sprühen. Bukovics ergänzt: „Das Parfum direkt über eine (unparfümierte) Bodylotion aufzutragen, hilft, dass es länger am Körper bleibt. Der Auftrag auf Pulspunkten und Handgelenken ist dafür ebenfalls ideal.“ Niemals sollte man den Duft jedoch verreiben, denn dann können sich die Noten nicht optimal entfalten!

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Ein dufter Ausblick

Und welche Trends sehen die Profis kritisch? „Im Nischensegment beobachten wir teilweise immer höhere Dosierungen, die ein Gefühl von Performance und Wertigkeit vermitteln sollen. Allerdings gehen auf diese Weise häufig Finesse, Balance verloren“, so Schuckert. Potenzial gebe es bei Stick- und Solidparfums. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Balsamform daherkommen und meist ohne Alkohol formuliert sind, was sie für empfindliche Hauttypen verträglicher macht. Da sie deutlich weniger Verpackung benötigen, gelten sie auch als umweltfreundlicher. Doch stecke die Forschung laut Experten diesbezüglich bisher noch in den Kinderschuhen.

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