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Was der Ausfluss über deinen Zyklus aussagt

Der Ausfluss (Zervixschleim) bei einer Frau ist vollkommen normal und überaus hilfreich, wenn es um Fragen wie, "wann habe ich den Eisprung" und "bin ich gerade fruchtbar", geht. Wir haben Frauenärztin Eva Lehner-Rothe gefragt, was der Ausfluss über unseren Zyklus verrät.

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(Aktualisiert am 09.11.2018)

WOMAN: Kann man am Ausfluss bzw. Zervixschleim erkennen, ob man fruchtbar ist, also seinen Eisprung hat?
Dr. Eva Lehner-Rothe: Ja, der Ausfluss rund um die fruchtbaren Tage ist ein sehr verlässliches Zeichen. Wenige Tage vor dem Eisprung wird der Ausfluss recht glasig, spinnbar und fast wässrig. In dieser Phase ist es vor allem reich an Eiweißen, Salz und Glukose und somit ideal für das Sperma, welches sich nun ungehindert seinen Weg zur Eizelle bahnen kann. Die Menge des Ausflusses ist von Frau zu Frau unterschiedlich – einige Frauen kommen gut damit klar, andere "schwimmen“ quasi davon und tragen in diesen Tagen vermehrt Slipeinlagen.

So verändert sich der Zervixschleim:

1. Ausfluss kurz nach der Menstruation

Nach der Monatsblutung nimmt die Menge des Zervixschleims zu. Einige Tage später, beginnt der "Ausfluss" durchsichtiger und dünnflüssiger zu werden. Sobald die Konsistenz glasartig ist und so aussieht, wie rohes Eiweiß, dann bist du am fruchtbarsten. Das bedeutet, dann hast du deine fruchtbaren Tage. Diesen "Schleim" kann man mit den Fingern einige Zentimeter in die Länger ziehen, ohne zu reißen.

2. Ausfluss während des Eisprungs

In etwa zum Zeitpunkt des Eisprungs wird der Zervixschleim wässrig und deutlich dünnflüssiger. Man bemerkt es insofern, als man das Gefühl hat, Tröpfchen von Urin im Slip zu haben. Dieser Ausfluss ist sehr klar.

3. Ausfluss an unfruchtbaren Tagen

Nach dem Eisprung wird der Zervixschleim cremiger und bekommt eine deutlich dunklere Farbe. Die Farbe reicht von perlweiß bis gelblich.

4. Kurz vor der nächsten Menstruationsblutung

Sowohl unmittelbar vor der Monatsblutung, als auch unmittelbar (ein bis zwei Tage) danach, ist der Zervixschleim sehr klebrig und zäh, beinahe klumpig. Wenn man ihn zwischen den Finger verreibt, dann fühlt es sich an, wie flüssiger Klebstoff, der langsam zu trocknen beginnt. Auch das ist ein Anzeichen auf Unfruchtbarkeit, da die Spermien durch diese Barriere nicht so leicht durchkommen.

Allerdings ist die Konsistenz des Schleims nur ein Anhaltspunkt für euch, um eure Zyklusphasen besser zu verstehen. Wenn ihr eine Schwangerschaft vermeiden wollt, müsst ihr natürlich auch an "unfruchtbaren Tagen" verhüten.