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WOMAN testet: Fußmaske, durch die sich die Haut ablöst

Eine Fußmaske, mit der sich die Hornhaut einfach abziehen lässt? Traum oder Schrecken: Unsere Redakteurin hat sich in die zehntägige Prozedur gestürzt.

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WOMAN testet: Fußmaske, durch die sich die Haut ablöst
© Bilder der Autorin

Eine Fußmaske, die die Hornhaut löst

Pickel ausdrücken, Poren ausputzen und eingewächsene Nägel befreien: Manchmal schauen wir uns im Internet Filmchen von recht ekligen Skincare-Prozessen an und finden das eigentlich ziemlich lustig. Und genau diese Seite von uns, die Freakshows liebt, befürwortet auch eine koreanische Trend-Fußmaske. Mit dieser Fußmaske lässt sich die gesamte (Horn)haut abziehen. Ja, die Haut löst sich einfach vom Fuß und das passiert komplett schmerzlos.

Und seien wir mal ehrlich: wir wollen doch alle babyweiche Füße haben, vor allem im Sommer, wenn sie in unseren Birkenstocks allzu sichtbar sind. Wir kämpfen jedes Jahr gegen unsere Hornhaut, die sich nach etlichen Reibe-Sessions mit dem Bimsstein, Pediküre und weichmachenden Cremes immer noch ins Fäustchen lacht.

Zumindest mit mir hat die Hornhaut einen Riesenspaß. Vielleicht liegt das daran, dass ich sehr gerne barfuß gehe, vielleicht ist sie einfach nur besonders fies zu mir - ich weiß es nicht. Was ich aber weiß, ist, dass gegen die harten Stellen an meiner Flosse nicht einmal der Fußschleifer von Scholl etwas ausrichten konnte.

Und deshalb war ich auch relativ schnell bereit, die koreanische Wundermaske zu testen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Marken und auch eine österreichische Version davon. Summer Foot heißt das Beauty-Produkt und verspricht folgendes: Zarte Haut nach 7 bis 10 Tagen, wenn sich die komplette Hornhaut abgelöst hat. Diese Vorstellung macht mir einerseits Angst, doch andererseits bin ich ein alter Systemkritiker, der nicht immer an alles glaubt, was ihm im Internet präsentiert wird. Sprich, ich habe an der Maske gezweifelt. Aber ich sollte meine Meinung schon nach einigen Tagen revidieren.

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Kurze Triggerwarnung: Wer sich nicht gern Fotos von Füßen und schon gar nicht von Füßen, die sich häuten, ansieht, sollte vielleicht ganz schnell zum Fazit runterscrollen - denn ich verschone euch nicht!

Fußmaske im Test - funktioniert's wirklich?

Phase 1: Einwirken und loslegen!

Plastikpatscherl drauf und Socken drüber!

Die Fußmaske kommt in kleinen Plastiksocken daher, die man sich mit einem Klebestreifen am Fuß befestigt. Bis zu 2 Stunden muss man das feuchte Etwas anhaben. Ich habe stolze eineinhalb Stunden durchgehalten, dann wurde das kribbeln zu unangenehm. Wobei das Kribbeln eher ein Wärmegefühl ist, das im Laufe der Zeit immer stärker wird. "Wärmegefühl, ist doch geil, wenn man eh schon einen nassen Socken am Fuß haben muss!", denkt ihr sicher. Und anfangs war ich auch ganz erfreut, dass das klamm-kühle Gefühl nicht die ganze Zeit da war. Doch irgendwann wollte ich den Plastiksocken - mit dem man übrigens nur sehr laut durch die Wohnung stapfen kann - einfach zu kratzig.

Phase 2: Wann geht die Häutung los?

7 Tage nach der Fußmaske: Fuß häutet sich fröhlich.

Man wäscht sich die Maske also ab und es passiert - nichts. Zuerst passiert wirklich gar nichts. Der Fuß fühlt sich nicht anders an als sonst. Alles ist normal. Bis du nach zwei, drei Tagen plötzlich lauter weiße Flocken am Sofa findest, weil du barfuß draufgesessen bist und dich wunderst, woher diese Schüppchen kommen. Keine Übertreibung: Wenn der Häutungsprozess beginnt, dann gibt es kein Zurück. Hautschuppen sind ÜBERALL! Im Bett, am Sofa, am Boden, im Bad & in der Badewanne. Niemand und nichts wird verschont.

Die Häutung tut überhaupt nicht weh! Es ist aber schon super unheimlich, wenn man an einem Hautfetzen anzieht und plötzlich die ganze Haut der kleinen Zehe in der Hand hat. Erkenntnis nach 5 Tagen: Die an sich schon weiche Haut des Rists lässt sich komplett und problemlos abziehen.

Für die wirklich harten Problemstellen braucht die Maske ihre 7 bis 10 Tage. Da lässt sich auch mehr mit der Kratz-und-Zieh-Technik arbeiten: Eine Stelle aussuchen, ankratzen und dann ein Stückchen abziehen. Und egal wie eklig das klingen mag: Dieses Herumgekratze macht süchtig! Man erwischt sich dabei, dass man einen Film schaut und währenddessen die Finger unaufhörlich an der Haut pulen. Nicht sehr elegant und ladylike, aber umso entspannender - wie ein Fidget Spinner oder ähnliches.

Phase 3: Wann hört die Häutung wieder auf? Und wie ist das Ergebnis?

Endlich wieder Babyfüße!

Dieser ganze Prozess zerrt mehr an den Nerven, als man das glauben möchte. Im Endeffekt sollte man seine Füße 10 Tage lang in Gewahrsam nehmen und sie nicht aus Socken und Schuhen rauslassen. Da diszipliniert zu sein, wenn alle um dich herum schon ihre Sandalen zur Schau stellen, ist echt schwer. Vor allem will man nicht immer mit Socken schlafen. Klartext: Am Ende der 10 Tage hat man wirklich überall Hautschuppen. Egal wie sehr man sich einbildet, ein reinlicher Mensch zu sein - wenn Summer Foot mit dir fertig ist, dann musst du einen gründlichen Frühjahrsputz vornehmen!

Hat es geklappt? Ich traue es mich ja gar nicht wirklich sagen, aber ja, es hat geklappt! Ich bin Hornhaut losgeworden, die ich seit Jahren kultiviert habe! Mein Fuß war auch schon seit Monaten nicht mehr so weich. Klar, jetzt schmiere ich die Flossen fleißig mit einer Feuchtigkeitscreme ein, aber sie scheinen diese Pflege endlich anzunehmen.

Fazit: Lohnt es sich?

Ja, es lohnt sich! Doch ich werde diese Summer-Foot-Routine in die Wintermonate verschieben, denn ab April hat man damit mehr Scherereien als Spaß. Und ich werde das jetzt sicher nicht regelmäßig machen - eher so einmal im Jahr, denn man muss schon einen echt krassen "Eingriff" in die Hautflora vornehmen, damit sie sich gänzlich ablöst. Und das möchte ich meinen Füßen nicht zu oft antun. Deshalb finde ich auch, dass der Preis fair ist, denn wenn man diese Prozedur als einmalige Sache betrachtet, dann sind rund 20 Euro für die Summer Foot Premium Fußmaske total okay. Außerdem gibt es in der Drogerie auch günstigere Alternativen, die ähnliche Ergebnisse liefern.