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Ohne Tampon & Binde: Wir wollen Perioden-Bademode!

Du hast deine Tage, willst schwimmen gehen – aber ohne Tampons? Kein Problem, denn zum Glück gibt es mittlerweile auch Bademode mit eingebautem Auslaufschutz.

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perioden bademode
© iStock

Eine mutige Behauptung: Jede von uns hat in der Jugend mindestens einmal die Göttin der Menstruation angefleht, sie möge uns bitte verschonen oder einfach ein paar Tage später erscheinen. In zwei Situationen ganz besonders: vor einem Rendezvous & an einem Sommerwochenende mit Schwimmbad-Plänen. Natürlich wurden wir nicht verschont und mussten uns zumindest bei letzterer Aktivität mit einem Tampon behelfen.

Für alle Mädels, die sonst auch gerne Tampons tragen, ist das keine große Sache. Doch für die Binden-Gemeinschaft ist das immer wieder eine Überwindung. Ich spreche aus Erfahrung! Seit mehr als einem Jahr habe ich mich sogar von den Binden verabschiedet und verwende nur noch Perioden-Unterwäsche. Loblieder darauf liest du hier, hier, und hier. Diese Panties sind so bequem und angenehm zu tragen, dass man seine Periode fast schon vergisst. Wenn man die auch noch zum Schwimmen anziehen könnte...

Kann man! Also nicht die Perioden-Unterhose, aber dafür die Perioden-Bademode. Denn die amerikanische Marke Ruby Love produziert Bikinis und Badeanzüge für die entsprechenden Tage im Monat. Und nein, die schauen weder langweilig aus, noch ist die Schritt-Gegend auffällig genäht. Es handelt sich um ganz normale Badeteile – unifarben und mit Muster.

Die Höschen halten so lange wie etwa drei Tampons. Man kann diesen Schutz aber auch erhöhen, indem man noch ein zusätzliches Pad einklebt – dann ist es ein Schutz von bis zu sechs Tampons. Laut Herstellerin saugt sich das Material nicht mit Wasser an. Man kommt also nicht plötzlich mit einer Windel aus den Fluten hervor. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Irgendwie schon. Jedoch gibt es bei Ruby Love schon seit 2016 Perioden-Bademode zu kaufen – also noch vor dem Hype um alternative Menstruationsprodukte.

Warum viele Frauen aber erst jetzt auf die Marke aufmerksam wurden, hat mit der Black-Lives-Matter-Bewegung zu tun. Denn im Rahmen von Shoutouts auf Social Media, fiel der Fokus auf die schwarze Firmengründerin Crystal Etienne. Sie hat Ruby Love 2015 gegründet, weil sie ihre eigene Tochter dabei beobachtete, wie sie immer wieder mit dem Versagen diverser Periodenprodukte zu kämpfen hatte. Laut eigener Webseite hatte die zweifache Mutter daraufhin angefangen, an dem ausgeklügelten Design der Unterhosen zu tüfteln. Anfang 2016 verkaufte sie die ersten Produkte und ebnete so den Weg auch für andere Firmen, die im sich im Laufe der letzten Jahre einer nachhaltigen Menstruation angenommen haben.

Thema: Bademode
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