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WOMAN testet: Welche Periodenunterwäsche ist die beste?

Damit ihr auf nachhaltige Periodenprodukte umsteigen könnt und genau wisst, worauf ihr euch einlasst, haben zwei Redakteurinnen Periodenslips von vier verschiedenen Marken getestet.

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Kommentare: 2

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© iStock

Wir Frauen bluten, ob wir es wollen, oder nicht. Und egal, ob wir eine wichtige Präsentation in der Arbeit halten, oder ob wir das erste Mal bei den Schwiegereltern sind, ertragen wir schweigend unsere Schmerzen, das allgemeine Unwohlsein und die Stimmungsschwankungen. Als wäre das alles noch nicht genug, müssen wir uns auch noch ständig um den Hygieneaspekt kümmern. Denn egal, wie geübt wir schon mit Tampon, Menstruationstasse und dem punktgenauen Einkleben einer Binde sind – trotzdem haben wir das Gefühl, dauernd Hosenboden, Sofa, Bettlaken & Co. nach verdächtigen Spuren abchecken zu müssen.

Gut, unsere Schmerzen kann uns Periodenunterwäsche (leider!) nicht abnehmen. Aber zumindest die konstante Paranoia sollte mit dem Tragen eines Periodenslips verschwinden. Und sowieso: Nachhaltige Hygieneprodukte sind die Zukunft. Deshalb tun wir gut daran, uns jetzt schon damit vertraut zu machen.

So funktionieren Periodenslips:

Was alle Anbieter gemeinsam haben, ist die Idee hinter dem Produkt. Dabei handelt es sich um klassische Unterhosen, die im Schritt mit mehreren saugfähigen Schichten ausgestattet sind. Die Wichtigste sorgt dafür, dass nichts auslaufen kann! Die Zusammensetzung ist zwar immer verschieden, doch die meisten Marken versprechen eine Saugkraft von bis zu 12 Stunden. Natürlich je nach Stärke der eigenen Periode! Die Höschen soll man nach jedem Tragen bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Um Verschleiß zu minimieren, empfiehlt es sich, das in Waschbeuteln aus Netzstoff zu tun.

Der große Test:

Wir haben vier verschiedene Anbieter für Periodenunterwäsche ausgesucht und kräftig durchgetestet – damit ihr vor der großen Investition (ja, der erste Kauf geht ordentlich aufs Börserl!) genau wisst, worauf ihr achten müsst:

Thinx (USA)

Testerin: Anne-Marie, hat ihre Tage mittel bis stark.
Von Thinx habe ich zwei verschiedene Modelle getestet: Sport (hält bis zu 1,5 Tampons) und Hiphugger (hält bis zu 2 Tampons). Im Vergleich mit der deutschen Marke Kora Mikino (siehe unten) fiel gleich auf: Diese Höschen sind im Schritt viel dünner und bestehen aus einem glatten Material, das leicht an Neopren erinnert. Trotzdem ist die Saugkraft da! Wobei ich das Sportmodell nicht fürs Schlafen empfehlen würde, da durch den doch eher knappen Schnitt Auslauf-Gefahr besteht.

Preis/Leistung: Preislich bewegen sich die Slips von Thinx zwischen 25 und 35 Euro pro Stück. Dafür haben sie mittlerweile aber richtig viele Modelle (auch welche, aus ultraleichtem Mesh!), sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Es gibt zwar keine vorgefertigten und günstigeren "Einsteiger-Sets", aber ab 3 Stück geht das Sparen los: zuerst 10 Prozent, dann 15 Prozent bei 5 Stück und schließlich 20 Prozent bei 7 Stück und mehr.

Pourprées (Frankreich)

Testerin: Anna, hat ihre Tage leicht bis mittel.
Als ich das High-Waist-Höschen von Pourprées erstmals in Händen halte, bin ich überrascht. Die Panty aus Bio-Baumwolle und Spitze wirkt überraschend wertig. Klar, ein bisserl größer, als ich es von meiner „normalen“ Unterwäsche gewohnt bin, ist sie schon, aber immerhin. Pourprées verzichtet übrigens auf Silber-Nanopartikel, die oft aufgrund von ihrer antibakteriellen Wirkung zum Einsatz kommen, aber eben auch toxisch wirken können. Bis zu 3 Tampons soll das Modell Cattleya aufnehmen können und das kann ich so auch bestätigen. Das Höschen selbst ist wirklich unfassbar bequem und für mich ist das High-Waist-Spitze-Modell von Pourprées mein persönlicher Testsieger. Warum? Weil es eben nicht nur praktisch ist, sondern auch bequem und fast ein bisserl sexy.

Preis/Leistung: Bisher gibt es nur zwei Modelle, die 34 und 44 Euro kosten. Ab drei Stück spart man aber zumindest 10 Prozent des Preises.

Kora Mikino (Deutschland)

Testerin: Anne-Marie, hat ihre Tage mittel bis stark.
Bei Kora Mikino wird besonders auf Nachhaltigkeit gesetzt – die Höschen werden aus regionalen Materialien in Deutschland und in der EU produziert. Und im Vergleich zu den Modellen von Thinx merkt man, dass hier ein anderes Konzept am Werk ist. Denn diese Slips sind aus einem weichen Modalstoff gefertigt, der an "klassische" Baumwollunterhosen erinnert. Auch die saugfähige Schicht ist etwas dicker als bei Thinx. Dafür hält die Hose aber auch, was sie verspricht! Mit dem Modell Sivvy sitze ich vergnügt 8 Stunden im Büro und gehe dann noch auf einen Drink mit FreundInnen, ohne auch nur einen Nebengedanken an meine Tage zu vergeuden. Und in der Nacht kann ich mich ebenso voll und ganz auf diese Slips verlassen.

Preis/Leistung: Es gibt vier Modelle, die sich aber nur sanft voneinander unterscheiden. Sie kosten zwischen 29 und 38 Euro. Auch hier bietet sich die Möglichkeit, selber Spar-Sets zusammenzustellen. Im Durchschnitt zahlt man so 10 Prozent weniger. An dieser Stelle eine kleine Warnung: Obwohl ich all meine Periodenunterhosen im Waschbeutel wasche, haben schon zwei Modelle von Kora Mikino Probleme mit den Nähten. Die kann man zwar selbst beheben, aber es ist ein nennenswertes Detail.

Ooia (Deutschland)

Testerin: Anna, hat ihre Tage leicht bis mittel.
In Sachen Saugfähigkeit und Look habe ich auch bei Ooia nichts auszusetzen. Weil ich zwischen zwei Größen schwankte, habe ich mich für die größere entschieden – was ein Fehler war. Nehmt im Zweifel also bitte lieber eine Größe kleiner. Vielleicht liegt es an der zu etwas zu großen Panty, beim Gehen „knistert“ das Material bei mir aber teilweise. Für mich ist das Hoserl deswegen der perfekte Begleiter in der Nacht, vor allem, weil das Material besonders atmungsaktiv ist!

Preis/Leistung: Es gibt eine Vielzahl an Modellen, die sich zwischen 26 und 44 Euro bewegen. Das Besondere an Ooia: Der Slip für Teens und die Wetbag – also ein Täschchen, indem die gebrauchten und frischen Unterhosen transportiert werden können.

Wie viele Periodenslips sollte ich kaufen?

Eines können wir dir vor dem Kauf noch verraten: Mit einer Unterhose kommt man nicht weit! Klar, zum Testen ist es was anderes. Aber wenn man sich ganz auf diese Form der Monatshygiene umrüsten möchte, sollte man gleich in 6 Stück investieren. Dann kann man abends und tagsüber immer wechseln und kommt auch mit dem Waschen gemütlich nach. Wer die Hosen nur für den nächtlichen Gebrauch möchte, ist mit 3 Stück (für den Anfang) auch gut bedient.

Kommentare

hollefrau

Klingt ja ganz interessant, aber ich hab grad auf der Seite vorbeigeschaut - 34 Dollar für EIN Höschen, also für EINEN Tag, oder eher einen halben?
Ich hab mich da jetzt nicht intensiv mit der Seite beschäftigt - aber ist das so gemeint? Das wär ja dann ganz schön happig für einmal periodieren.....

WOMAN

Im Gegensatz zu Tampons und Binden, die danach im Müll landen und somit einiges an Abfallbergen produzieren, werden die Thinx-Slips einfach ganz normal gewaschen und können immer wieder verwendet werden.