Ressort
Du befindest dich hier:

Harte Zahlen und Fakten: Ärztinnen und Ärzte fordern ein Solariumverbot

Gesunde Bräune? Tut uns leid - die kommt definitiv nicht aus dem Solarium! Ganz im Gegenteil! Solarien werden sogar als so krebsauslösend wie Arsen oder Asbest eingestuft. Weswegen sich nun DermatologInnen für ein Verbot aussprechen.

von
Kommentare: 0

Solarium
© iStock

Ärztinnen und Ärzte setzen sich in Deutschland aktuell für ein bundesweites Verbot von Solarien ein. Laut Deutscher Krebshilfe verursacht der Gebrauch von Solarien jährlich europaweit bei etwa 3400 Menschen schwarzen Hautkrebs. In 800 Fällen führe dies zum Tod.

Es ist zudem ein absoluter Trugschluss, dass gebräunte Haut als gesund gelte - der Bräunungsprozess sei sogar ein "Hilfeschrei der Haut", so der Dermatologe Eckhard Breitbart. Denn jede Solariumsitzung führt zu langfristigen Schäden.

Solarium: So gefährlich wie Arsen oder Asbest

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ebenso eine erschreckende Warnung ausgegeben und stuft Solarien auf höchster Krebsrisikostufe ein: Basierend auf einer Veröffentlichung der International Agency for Research on Cancer (IARC), die 88 Studien aus 20 Jahren zusammenfasst, wurden UV-Strahlen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Krebs-Risikostufe 1 gesetzt. Und damit in "bester Gesellschaft" mit Plutonium, Arsen, Zigaretten oder Asbest.

Nicht nur Hautkrebs kann die lebensgefährliche Folge für ein bisschen Urlaubsbräune aus der Steckdose sein, sondern auch die Tumorbildungen im Auge werden durch UV-Strahlen verstärkt.

Besonders bedenklich ist die Strahlung für junge Menschen: Wer vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig ins Solarium geht, erhöht die Gefahr an einem hochgradig bösartigem Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, zu erkranken, um satte 75 Prozent.

Denn nicht nur die bereits verdächtigten UVB-Strahlen sind schuld an Zellschäden, sondern ebenso UVA- und UVC-Strahlen.
Daher ist nicht nur der Besuch auf der Sonnenbank gefährlich, sondern ebenso intensives Sonnenbanden. Wobei die Intensität natürlich noch auseinander driftet: 20 Minuten unter künstlicher Sonnen entspricht ungefähr einem ganzen Tag am Strand. Dennoch sollte man sich ebenso vor der natürlichen Sonne schützen: durch Sonnenschutzmittel, dicht gewebter Kleidung oder Meidung der Sonnenstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr.

Thema: Krebsvorsorge