
Von den Besten inspirieren lassen: Diese heimischen Mode-Insiderinnen wissen, was die neue Saison bestimmen wird. Ihre Lieblingsstücke, Trends und Prognosen.
Jana Wieland
DESIGNERIN
Sie betreibt in Wien ihr eigenes Modelabel samt Store.


© Vrinda Jelinek
Wie kam es dazu?
Die Modebranche hat mich seit jeher interessiert, vor allem der handwerkliche Aspekt. Ich musste schon immer etwas mit den Händen machen und habe als Kind Kleidung aus Papier und Folie „gebaut“. Meinen Bachelor in Design habe ich 2014 abgeschlossen, danach arbeitete ich in London bei Marques ’ Almeida und in Stockholm bei Acne. Danach habe ich sofort selbst gegründet, das war vor knapp zehn Jahren. Selbständig zu sein entspricht mir mehr, weil ich mit den spezifischen Arbeitsaufträgen in großen Companies nicht zurechtkomme. Ich will überall eingreifen und entscheiden können.
Wie sieht ein Arbeitstag bei Ihnen aus?
Wir haben keine Routine, weil das der Zyklus in der Mode gar nicht zulässt. Im Studio bzw. im Store in der Zollergasse besprechen wir im Team täglich, was es zu tun gibt – von Produktionsvorbereitung über Shopgestaltung, Schnittkonstruktion bis zu Fotos.
Ihre Fashion-Themen für 2026?
Arbeitskleidung und Bindetechniken.
Haben Sie auch so etwas wie einen Dauerbrenner-Trend, der immer geht?
Natürlich! Und zwar den Trend, der nie im Trend ist: klassische Hemden.
Welche Brands werden Ihrer Meinung nach heuer großen Impact haben?
Prägend sind defi nitiv Miu Miu und Phoebe Philo, vor allem, wenn es um androgyne Silhouetten, mutiges Volumen und Materialitäten geht.
