Die Kraft der Berührung: Warum Nähe Körper und Seele stärkt

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Gerade im täglichen Miteinander sind zwischenmenschliche Interaktionen eine leise, aber tiefgreifende Kraft. Eine Psychosomatik-Ärztin verrät, warum Nähe so essenziell und heilsam für uns ist.

Wir funktionieren, organisieren, kümmern uns, tragen Verantwortung – in unserem Alltag sind wir ständig am Tun und in Bewegung. Berührungen rutschen dabei schnell ans Ende der Prioritätenliste. Dabei sind sie kein Luxus, kein „Nice-to-have“, sondern vielmehr ein menschliches Grundbedürfnis. Schon Neugeborene sind auf Berührung angewiesen. Studien zeigen, dass Babys, die regelmäßig liebkost werden, sich emotional stabiler entwickeln, besser wachsen und ein stärkeres Immunsystem aufbauen. Dieses Bedürfnis verschwindet nicht mit dem Erwachsenwerden – es wird nur leiser, oft überdeckt von Pflichten, Erwartungen und einem hektischen Lebensstil. Ein Mangel könne sich etwa „durch innere Unruhe, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, das Gefühl, ‚nicht ganz da‘ zu sein, zeigen“, weiß Michaela Maria Arnold.

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