Atmen als Business-Tool

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©Foto: Nicole Viktorik

Mit jedem Atemzug zu mehr Erfolg: Wie das gelingt, erlebte die ELEVATE Community beim Breathwork-Training im BIOGENA PLAZA.

Wir tun es rund 20.000 Mal am Tag, ohne wirklich darüber nachzudenken. Dabei entscheidet die Art, wie wir atmen, nicht nur darüber, wie wir uns fühlen, sondern auch, wie konzentriert, leistungsfähig und resilient wir sind. Genau dieser unterschätzten Kraft haben wir uns im Rahmen eines WOMAN ELEVATE Circles gemeinsam mit Breathwork-Trainerin Hemma Marenzi im Biogena Plaza in Wien gewidmet. „Die meisten Menschen atmen zu schnell, zu flach und vor allem unbewusst, und gerade wenn wir ohnehin schon überlastet sind, schütten wir damit noch mehr Stresshormone aus“, erklärte Marenzi gleich zu Beginn der Session. „Wir sollten idealerweise über die Nase Luft holen und den Atem über den Brustbereich runter in den Bauch ziehen. Wenn wir in die Tiefe atmen, löst das Entspannung in uns aus.“

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Breathwork-Trainerin Hemma Marenzi im Talk mit WOMAN-Chefredakteurin Melanie Zingl

 © Foto: Nicole Viktorik

Raus aus dem Gedankenkarussell

Gerade in einer Zeit, in der viele dauerhaft unter Strom stehen, könne Breathwork ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument sein, um das Nervensystem zu regulieren, so Marenzi. „Das größte Geschenk der Atmung ist, dass sie die Brücke vom ratternden Gehirn in die Körperwahrnehmung schlägt.“ Ziel sei es nicht, Gedanken auszuschalten, sondern einen bewussteren Umgang mit ihnen zu entwickeln und in herausfordernden Situationen nicht sofort zu reagieren, sondern zunächst mal wahrzunehmen und dann zu entscheiden: Wie will ich damit umgehen?

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Die Expertin räumte auch gleich mit einigen Vorurteilen auf: Die Methode werde häufig vorschnell als esoterischer Trend abgetan, tatsächlich seien viele der positiven Effekte jedoch wissenschaftlich nachweisbar: Der Cortisol-Level sinkt, die Schlafqualität verbessert sich, und das Immunsystem wird gestärkt. Im beruflichen Kontext kann Breathwork deshalb eine wichtige Rolle spielen. Regelmäßige Übungen helfen, auch in anspruchsvollen Phasen konzentriert, präsent sowie handlungsfähig zu bleiben. Bereits wenige Minuten beziehungsweise sogar nur kurze Atempausen im Alltag könnten einen Unterschied machen. „Alles ist besser als nichts“, brachte es der Profi auf den Punkt.

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Auzeit vom fordernden Business-Alltag

 © Foto: Nicole Viktorik

Dass die Technik nachhaltig wirken kann, hat Marenzi selbst erlebt. Die ehemalige Marketingleiterin kam nach gesundheitlichen Problemen erstmals mit Atemarbeit in Berührung. Heute begleitet sie Privatpersonen ebenso wie Unternehmen. „Ich habe zwischen 3.000 und 4.000 Menschen unterrichtet, und ihre Erfahrung ist meist ähnlich: Man empfindet danach ein besonderes Glücksgefühl – eine Mischung aus Tiefenentspannung, Ruhe sowie innerem Frieden. Gleichzeitig ist man ganz klar, fokussiert und zentriert. Oft fühlt man sich auch erleichtert, weil man währenddessen etwas loslassen konnte. Mein Ziel ist es, dass die Teilnehmer:innen ein bisschen leichter aus dem Raum gehen, als sie reingekommen sind.“

Über die Autor:innen

Bild von Melanie Zingl

Melanie Zingl

Chefredakteurin für Gesellschaft, Karriere & Kultur

Melanie ist seit 2007 bei der Verlagsgruppe News (VGN) tätig. 2016 wurde sie Leitende Redakteurin und 2018 Stellvertretende Chefredakteurin. Seit 2024 ist Melanie Chefredakteurin bei WOMAN. Ihr erklärtes Ziel: "Make the World more WOMAN. Weil wir davon überzeugt sind, dass eine gleichberechtigte Welt eine bessere ist."