
Klassik-Neulinge herhören! Damit der nächste Theaterbesuch entspannt gelingt, hat uns die Wiener Staatsoper die wichtigsten Do’s und Don’ts verraten.
Welches Stück passt am besten für Klassik-Einsteiger:innen?
Für die Opernpremiere eignen sich besonders Werke mit eingängigen Melodien, einer spannenden Handlung und großen Gefühlen! Wie wäre es zum Beispiel mit:
„Tosca“ von Giacomo Puccini am 30.9., 2. und 5.10. sowie am 4., 6., 9. und 12.3.
„La Bohème“ ebensfalls von Giacomo Puccini. Eine emotionale Love-Story mit – Achtung, Spoileralarm! – keinem Happy End am 6., 8. und 13.12.
„Die Zauberflöte“ von Mozart ist ab 12.12. zu sehen.
„L’elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti steht an der Staatsoper am 14., 17. und 19.11. auf dem Programm.


Die Zauberflöte
© Sofia VargaiováWie komme ich an Tickets?
Der Kartenkauf ist online über den Ticketshop der Wiener Staatsoper, telefonisch sowie persönlich an den Bundestheaterkassen möglich. Der Verkauf für Vorstellungen beginnt immer am ersten Tag des Monats um 10 Uhr, zwei Monate im Vorhinein. So startet zum Beispiel am 1. September um 10.00 Uhr der Verkauf für alle Vorstellungen im November.
Achtung: Besonders gefragte Vorstellungen sind häufig bereits wenige Minuten nach Verkaufsbeginn am ersten Verkaufstag weg. Man kann aber Bestellungen abgeben – online, schriftlich oder persönlich.
WOMAN EMPFIEHLT
Kann Affiliate-Links enthalten.
Muss ich die Handlung vorher schon kennen, oder ist eine Oper eher wie Netflix ohne Spoiler?
Keine Sorge – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auf allen Sitz- und Stehplätzen sind Bildschirme, auf denen Untertitel in mehreren Sprachen angezeigt werden können. Wer besonders motiviert ist und sich schon vorab mit einem Werk befassen möchte, findet auf der Website der Wiener Staatsoper spannende Informationen, aber auch auf Youtube oder auf Spotify.
Außerdem: Bei den meisten Vorstellungen wird dreißig Minuten vor Beginn eine kostenlose Werkeinführung im Gustav Mahler-Saal angeboten.


Stehparterre
© Wiener Staatsoper / Michael PöhnGibt es einen Dresscode?
Nein, von wenigen Ausnahmen abgesehen ist alles möglich.
Nicht erlaubt sind etwa ein Unterhemd als Oberteil, sehr kurze Shorts, Flip-Flops und Kopfbedeckungen, die für andere Gäste sichteinschränkend sind. Viele nutzen einen Opernabend und im Speziellen Premieren als Anlass, sich etwas eleganter zu kleiden.
Soll heißen: Vom festlichen Abendkleid bis zum gepflegten Freizeitlook in Hose und Hemd ist alles gerne gesehen. Aus Sicherheitsgründen werden Gäste gebeten, Mäntel, Jacken sowie größere Taschen und Rucksäcke an den kostenfreien Garderoben abzugeben.
Wann darf geklatscht werden?
Applaus ist in der Oper natürlich nie verboten. Aber es gibt einige unausgesprochene Regeln, die erfahrene Opernbesucher:innen beachten, und zwar:
Applaus ist traditionell nach dem Ende eines Aktes oder nach einer besonders gelungenen Arie willkommen. Wichtig ist dabei, das Ende der Musik abzuwarten. Es gilt als gute Opernmanier, nicht in die letzten noch klingenden Töne hineinzuklatschen. Für Klassik-Neulinge gibt es eine einfache Faustregel: Klatschen, wenn die anderen klatschen. Damit liegt man praktisch immer richtig.
Vielleicht noch abschließend: Drei Do’s und drei Don’ts für das erste Mal?
Drei Do's für den ersten Opernbesuch:
Sich auf das Erlebnis einlassen. Oper lebt von großen Gefühlen. Lachen, Mitfiebern, Weinen bei berührenden Szenen oder begeisterter Applaus am Ende sind ausdrücklich erlaubt.
Die Gelegenheit nutzen, sich besonders schön zu kleiden. Ein Opernabend ist ein besonderer Anlass und viele Gäste genießen es, sich dafür etwas festlicher anzuziehen.
Sich vorab informieren. Schon ein kurzer Blick auf die Handlung oder einige Musikbeispiele erleichtern den Einstieg und steigern oft den Genuss der Vorstellung.
Drei Don'ts für den ersten Opernbesuch:
Zu spät kommen. Nach Vorstellungsbeginn ist kein Nacheinlass mehr möglich.
Ein Hustenzuckerl während der Vorstellung lautstark auspacken. Raschelnde Verpackungen können fast den gesamten Zuschauerraum beschäftigen.
Während der Vorstellung aufs Handy schauen. Aufleuchtende Bildschirme stören die Konzentration und das Opernerlebnis für alle rundherum.
Die wichtigste Regel lautet jedenfalls: Keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Neugier und Offenheit sind die besten Voraussetzungen für einen gelungenen ersten Opernabend.


Die Wiener Staatsoper bei Nacht
© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn



















