
Florine Imo in ihrem Studio vor ihrer neuesten Skulptur: einer lebensgroßen Frau, die auf einem pinken Motorrad sinnbildlich vor der Meinung anderer davondüst
©Kataneva PhotographyVon wegen „Girly Paintings": Die bildenden Künstlerinnen Florine Imo und Melanie Thöni erobern von der Leinwand aus die Welt - und brechen fast nebenbei mit Klischees und Traditionen.
von
Pink, Violett, Grün, ein bisschen Hellgelb – bunte Farbspritzer säumen den schwarz-weißen Bodenbelag. Wir befinden uns im ersten Stock des ehemaligen ORF-Funkhauses im 4. Wiener Bezirk. Florine Imo hat sich im 40erJahre-Bau, der zur Zwischennutzung für diverse Projekte dient, ihr Atelier eingerichtet. Beim Betreten des sonnendurchfluteten Zimmers fällt der Blick sofort auf eines ihrer neuesten Werke: eine lebensgroße Frauenfigur, die oben ohne auf einem pinken Motorrad sitzt. Ihr Haar weht im Wind, die hellgrünen Augen leuchten, sie lächelt verschmitzt. Auf der Nummerntafel des schnittigen Gefährts ist zu lesen: „LOL, Bye.“
