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Leony - die Person hinter Hits wie "Faded love" und "Remedy"

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Aktualisiert
Lesezeit
9 min
Leony bei der Album Releae Party "Somewhere in between" 2023

©IMAGO/Photopress Müller
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Leony, oder besser gesagt ihre Stimme, wurde vor allem durch Songs wie "Remedy" und "Raindrops feat. Katja Krasavice" bekannt. Zwar kennt jeder ihre Lieder aus dem Radio, aber nicht die Person dahinter. Wer steckt hinter den Mega-Hits - wer ist eigentlich Leony? Ein Portrait.

Sie steckt hinter ganz vielen Hits, doch bis vor kurzem kannte niemand ihren Namen und das dazugehörige Gesicht. Spätestens seit ihrem Hit "Remedy" hat sich dies aber geändert, denn mittlerweile wird Leony als der Rising-Star gehandelt. Kein Wunder bei der unverkennbaren Stimme, dem coolen Look und den eingängigen Beats.

Begonnen hat eigentlich alles als Band "Unknown Passenger" bei der Castingshow "Rising Star" 2014. Doch bis 2020 musste Leony warten, um erste Chart-Erfolge feiern zu dürfen. 2023 saß sie zudem in der DSDS-Jury neben Dieter Bohlen, Pietro Lombardi und Katja Krasavice.

© IMAGO / Panama Pictures

Steckbrief

Leony

geboren
25.06.1997
Geburtsort
Chammünster, Bayern, Deutschland
Aktuelle Position
Sängerin, Songwriterin
Familienstand & Kinder

Geschwister: Korbinian Burger (*1995), Ben Burger

Beziehungsstand: Single

Kinder: keine

Sternzeichen

Krebs

Wohnort

Berlin

Kindheit von Leony und erste Auftritte bei RTL-Show "Rising Star"

Leonie Burger, wie die deutsche Popsängerin im bürgerlichen Namen heißt, wurde am 25. Juni 1997 in Chammünster in Bayern geboren. Mit ihren Brüdern Ben und Korbinian, letzterer ist ein deutscher Fußballprofi, wuchs sie in der Oberpfalz in einem kleinen Dorf auf.

Bereits sehr früh entdeckten ihre Eltern das musikalische Talent ihrer Tochter und so ist es nicht verwunderlich, dass sie im frühen Kindheitsalter Klavier- und Gitarrenunterricht nahm. Auch für Leonie hat sich früh herauskristallisiert, dass sie Musik machen wird. "Es war für mich immer klar, dass ich auf einer Bühne stehen werde", erzählt Leony im Interview mit WDR2.

Im Alter von 17 Jahren sammelte Leonie ihre ersten großen Bühnenerfahrungen bei der RTL-Castingshow "Rising Star" (2014) mit ihrer damaligen Band "Unknown Passenger". Auch wenn sie das Publikum überzeugen konnten und im Finale sogar über 90 Prozent der Zuschauerstimmen erhielten, löste sich die Band kurz danach auf.

Obwohl der öffentliche Zuspruch groß war, bekam sie von ihrem Umfeld - ausgenommen Familie und enge Freund:innen - kaum Unterstützung. "Es gab viele, die gesagt haben: Mit dem Gesang schaffst du es eh nicht und du wirst demütig zurück ins Dorf kommen, weil du versagst."

Während dieser Zeit wurde Leonie auch in der Schule gemobbt, wie sie in einem Interview mit dem "Stern" verrät: "Kinder können so grausam sein. Die wissen gar nicht, was sie anstellen. Aber das kann echt schlimm sein und bei mir war es das auch schon immer. Das hat sich durch meine ganze Schullaufbahn gezogen. Ich hatte Freunde, ohne die hätte ich das nicht überstanden." Außerdem hätten Mitschüler:innen Gerüchte gestreut, dass sie ihre Stimmbänder für eine Millionen Euro versichert habe und, dass sie eine Liste hätte, worauf ihre Freunde standen. Dies alles nur, damit Leonie ausgegrenzt und in ein schlechtes Licht gerückt wurde.

Aus Leonie wird Leony: Start der Solokarriere

Dennoch ließ sich Leonie davon nicht entmutigen und begann nach dem Band-Aus an ihrer Solokarriere zu feilen und zwar unter dem Künstlername "Leony". In einem Radio-Interview verrät sie, dass sie sich dafür entschieden hat, weil der Name dann internationaler klingt.

Zweieinhalb Jahre nach ihrer Teilnahme an der Castingshow begann sie professionell an ihren Solosongs in Schweden zu arbeiten. Vor Ort konnte sie viele Kontakte in der Musikbranche knüpfen und sich von nun an einen Namen als Songwriterin machen. Sie schrieb zu dieser Zeit rund 130 Songs für andere Künstler:innen und reiste dafür nach Los Angeles, London, Norwegen und Australien. 2016 lohnte sich ihr Ehrgeiz, denn sie unterschrieb bei Sony Music in Australien einen Plattendeal.

2017 veröffentlichte die damals 20-jährige ihre Debütsingle "Surrender", die als Werbespot-Song für die Dessous-Kollektion "Sylvie Designs" von Sylvie Meis verwendet wurde. Kurze Zeit später erschienen "Boots" und "More than friends". Keiner der drei Songs erreichte eine nennenswerte Chartplatzierung. Doch das war kein Grund für Leony aufzugeben. Und der Erfolg mit ihren darauffolgenden Songs sollte ihr Recht geben ...

Leony stürmt mit "Paradise", "Faded love" und "Remedy" die Charts

Nach den ersten Singleveröffentlichungen wechselte Leony 2020 ihr Management und zog nach Berlin. Der erste Schritt für ihre vielversprechende Karriere. Ein wichtiger Move war auch die Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten Vitali Zestovskih von VIZE.

Mit dem Song "Paradise feat. Joker Bra & VIZE" (2020) war es dann soweit und die junge Sängerin erreichte erstmals eine Goldplatzierung. Relativ zeitgleich geht die Neuauflage von "Brother Louie" gemeinsam mit Dieter Bohlen, Vize und Imanbek viral. Leony und VIZE stellten sich als absolutes Dreamteam heraus - aber Leony verzeichnet auch ohne das Duo Erfolge.

Danach ging ihre Erfolgskurve steil nach oben. Mit ihren Solo-Songs "Faded love" und "Remedy" stürmte sie die deutschen und österreichischen Charts. Hinzu kamen Features wie "Friendships" mit Pascal Letoublon oder "Follow" mit Kontra K und Sido. Leony ist im Musikbusiness angekommen, um zu bleiben. "Remedy" wird sogar als Sommerhit 2022 bei Spotify gehandelt.

Noch bevor sie im Mai 2023 auf ihre allererste Headliner-Tour quer durch Deutschland ging, veröffentlichte sie ihr Debütalbum "Somewhere in between".

Ich wurde immer in eine Schublade gesteckt, in die ich nicht reingepasst habe. Leute haben versucht, mich zu verändern und mit dem Song und dem Album will ich sagen, dass es okay ist, 'irgendwo dazwischen' zu sein.

LeonySängerin, Songwriterin

- Leony in einem Q&A auf Insta

Bei ihrer Tour machte sie auch einen Zwischenstopp bei uns in Wien am 28. Mai 2022. Dies sollte aber nicht ihr einziger Auftritt in Österreich bleiben, denn an ihrem Geburtstag, am 25. Juni, trat sie am Donauinselfest 2023 in Wien vor tausenden Fans auf.

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© Jennifer Hauska

Neben ihrem eigenen Erfolg gab sie ihr Know-how 2022 bei der KIKA-Show "Dein Song" weiter. Dort coachte Leony nämlich die Gewinnerin Emilia mit ihrem Song "Outside and Inside".

Trotz ihres Erfolgs ist Leony sehr am Boden geblieben und in ihr steckt immer noch das kleine bayrische Mädchen. Ihre damaligen Erlebnisse in der Kindheit am Dorf verarbeitet sie in ihren Songs. Heute wird Leony zwar nicht mehr gemobbt, aber muss mit Hate-Kommentaren umgehen. "Inzwischen denke ich: Vielleicht war das gar nicht so schlecht, weil mich das auf das Leben jetzt vorbereitet hat. Heute prallen Hate-Kommentare einfach an mir ab. Ich habe aus dem Schlechten etwas Gutes gemacht und bin stärker dadurch geworden", erklärt Leony im Stern-Interview.

Auch wenn sie national und international schon viel erreicht hat und ihre Songs rauf und runter im Radio gespielt werden, kennen häufig die Menschen nur die Stimme, aber nicht die Person hinter den Hits.

Die meisten Leute wissen nicht, wer ich bin. Die kennen nur die Songs und nicht den Namen und das Gesicht dazu. (...) Wir arbeiten darauf hin, dass das anders wird.

LeonySängerin, Songwriterin

- Leony im delta radio Interview 2022

Dass viele die Stimme keiner Person zuordnen können, ist vermutlich dem Timing geschuldet. Leonys erfolgreichsten Hits erschienen mitten in der Corona-Pandemie und so war Promotion nur bedingt möglich. Das ändert sich jetzt Stück für Stück - zum einen wegen der Live-Shows und zum anderen wegen DSDS.

Leony als Jurorin bei "Deutschland sucht den Superstar (DSDS)" 2023

Damit die Menschen auch endlich die Person hinter "Faded love" und dem Namen Leony kennenlernen, war der nächste Karrierestep ein wichtiger. 2023 nahm Leony in der Jubiläums-Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" neben Dieter Bohlen, Katja Krasavice und Pietro Lombardi in der Jury Platz. So kreuzten sich Leonys und Dieters Weg nach ihrem gemeinsamen Song "Brother Louie" wieder.

Zudem kehrt Leony wieder in eine RTL-Castingshow zurück - nur diesmal eben nicht als Kandidatin, sondern als Jurymitglied. Die Sängerin freute sich über ihre neue Aufgabe wie sie in einem Interview verriet: "Wahnsinn, vor acht Jahren stand ich selbst auf einer RTL-Castingbühne. Niemals hätte ich damals gedacht, 2023 in einer großen Musikshow Talente bewerten zu dürfen. Und dann noch neben Dieter Bohlen und Pietro Lombardi – Es ist mir eine große Ehre."

Wer die DSDS-Staffel 2023 mitverfolgt hat, hat sicher bemerkt, dass es ziemliche Unstimmigkeiten in der Jury - vor allem zwischen Dieter Bohlen und Katja Krasavice - gab. Nicht zuletzt wegen des Sexismus-Skandals rund um Teilnehmerin Jill Lange, welche sich vom Pop-Titan sexistische Sprüche anhören lassen musste.

Leony versuchte sich aus all den Stichelein herauszuhalten - über Dieter Bohlen sagte sie in einem Interview mit bunte.de: "Für mich ist Dieter immer noch ein netter Typ. Zu mir war er super lieb, auch bei den Dreharbeiten. Wir hatten eine schöne Zeit zusammen und er ist eigentlich der Grund, wieso ich überhaupt in der Jury sitze. (...) Klar, Dieter ist nicht der einfachste Mensch. Ich glaube, das wissen wir alle."

Privatleben von Leony: "Glücklicher Single"

Leony hält ihr Privatleben als Leonie Burger eher zurück. Was man jedoch weiß, ist, dass sie ein absoluter Familienmensch ist und einen kleinen Hund namens Marlie hat, der überall mit dabei ist. Sympathisch und süß!

In mehreren Interviews bestätigt Leony, dass sie glücklicher Single sei. Außerdem habe ihr Bruder Korbinian Burger ihr verboten, sich mit Fußballern zu treffen. "Ich habe Fußballerverbot von meinem Bruder, der ist selber Fußballer in der dritten Liga, und er sagt, das sind alles Schweine. Und mein Ex-Freund war auch Fußballer, aber das ist schon fünf Jahre her", gibt die Sängerin in einem Interview 2023 zu.

Alben

  • Somewhere in between (2023)

Singles

  • Monsoon (feat. Tokio Hotel, VIZE, Niklas Dee) (2023)

  • Holding on (2023)

  • Somewhere in between (2023)

  • Love on the line (2022)

  • Crazy love (2022)

  • Remedy (2022)

  • Raindrops feat. Katja Krasavice (2021)

  • No more second chances (2021)

  • Working title feat. Alott (2021)

  • Faded love (2021)

  • Paradise (2020)

  • More than friends (2019)

  • Boots (2018)

  • Surrender (2017)

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