Frauen, die Wissen schaffen

IN KOOPERATION MIT SIGMUND FREUD PRIVATUNIVERSITÄT
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©SIGMUND FREUD PRIVATUNIVERSITÄT

An der Sigmund Freud Privatuniversität setzt man auf Wissenschaft, die im Alltag ankommt. Mehrere Fakultäten werden dabei von Frauen geführt.

Drei der insgesamt vier Fakultäten an der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) in Wien werden aktuell von Frauen geführt: Psychotherapiewissenschaft mit der Dekanin Andrea Jesser, Medizin mit der Dekanin Katarzyna Krzyzanowska-Mittermayer und Jus mit der Dekanin Elke Heinrich-Pendl. Außerdem zeichnet mit der Professorin und ehemaligen Dekanin Manuela Födinger eine Frau verantwortlich für ein neues Curriculum des Medizinstudiums an der SFU. Die Uni trifft seit Jahren bewusst Maßnahmen, um geschlechtergerechte Besetzungen zu ermöglichen und ein Umfeld zu bieten, in dem der Karriereweg allen offensteht – egal ob Mann oder Frau. Das hat auch gute Gründe, denn: „Frauen haben es definitiv schwerer. Sie müssen mehr leisten, um in Führungspositionen zu kommen, da das Feld männlich dominiert ist“, sagt Födinger.

In puncto Forschung will man an der SFU nicht nur Wissen schaffen, sondern mit der Wissenschaft auch einen konkreten Nutzen im Alltag der Menschen erzeugen. Ein Beispiel ist etwa der berühmte Gurgeltest, der von Födinger und ihrem Team während der Coronapandemie für die Stadt Wien entwickelt und von Millionen Menschen verwendet wurde. Aber auch heute ist die Privatuniversität integraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung: mit Ambulanzen und klinischen Einrichtungen in den Bereichen psychische Gesundheit und Zahnmedizin in Wien.

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Manuela Födinger, Vorständin Institut für Labordiagnostik, Klinik Favoriten

 © Jana Madzigon

Was psychische Erkrankungen betrifft, hat Corona auch einiges offengelegt beziehungsweise aufgerissen. Seither ist die Zunahme an psychischen Belastungen nämlich besonders deutlich zu beobachten. „Gerade Jugendliche und junge Erwachsene waren in einer Entwicklungsphase betroffen, in der soziale Kontakte, Ablösung vom Elternhaus und das Erproben der eigenen Identität besonders wichtig sind – und genau diese Möglichkeiten waren zeitweise stark eingeschränkt“, erklärt Andrea Jesser. Gleichzeitig habe Corona Probleme sichtbarer gemacht, die schon vorher bestanden, etwa Lücken in der psychischen Gesundheitsversorgung. Das mündet laut Jesser vor allem in einem erhöhten Bedarf an Therapeut:innen. Sie sagt: „An der SFU verbinden wir deshalb wissenschaftliche Ausbildung von Beginn an eng mit klinischer Praxis und Selbsterfahrung.“

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Andrea Jesser, Dekanin Psychotherapiewissenschaft an der SFU

 © Privat

Als klinisch tätige Fachärztin für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin verbindet auch Krzyzanowska-Mittermayer wissenschaftliche Erkenntnisse mit der täglichen Versorgung. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt vor allem auf Adipositas. Ein Thema, das auch immer mehr Kinder betrifft. Warum das so ist? „Natürlich spielen Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle, aber ebenso genetische Faktoren, Hormone, Stoffwechsel, Schlaf, Stress und das soziale Umfeld“, erklärt die Expertin. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kommen noch Faktoren wie das familiäre Umfeld, Freizeitverhalten und der zunehmende Einfluss digitaler Medien hinzu.

„Als Fakultät für Medizin werden wir uns im kommenden Jahr an verschiedenen Projekten und Initiativen rund um die Gesundheit von Kindern beteiligen. Ein Beispiel ist der fakultätsübergreifende Kindergesundheitstag an der SFU, bei dem wir Wissen vermitteln wollen“, verrät Krzyzanowska-Mittermayer.

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Katarzyna Krzyzanowska-Mittermayer, Dekanin der Medizinischen Fakultät an der SFU

 © Bea Regina Schulz

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