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8 Angewohnheiten von Paaren, deren Sex super ist

Na, wie läuft es denn so bei euch im Bett? Könnte besser sein? 8 Sachen, die Paare mit einem befriedigendem Sexleben anders und damit besser machen.

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8 Angewohnheiten von Paaren, deren Sex super ist

Guter Sex braucht Liebe - und ein wenig Bemühen

© iStockphoto

Ja, das Leben ist stressig. Und wenn es ganz besonders anstrengend wird (äh, dauernd?), dann ist eine der Sache, die von Platz 1 der Prioritätenliste eines Paares an die letzte Stelle plumpst – richtig: Sex.

Und so liegen sich Paare, die in den ersten Jahren ihrer Beziehung wie die Wilden übereinander hergefallen sind, kaum haben sie die Wohnung betreten, plötzlich nur mehr mit iPad und der Fernbedienung gegenüber. Ade, Lust, ade, Zufriedenheit.

Auch wenn ein paar sexlose Nächte noch kein Drama bedeuten: Bleibt der Sex über Wochen aus, dann schleicht sich langsam das Gefühl, nicht mehr begehrt zu werden, in die Partnerschaft. Und das, meine Lieben, ist pures Gift.

Was also machen Paare, die bereits seit Jahren zusammen sind und deren Sexleben absolut happy und befriedigend für Beide ist, anders? Um das herauszufinden, haben wir uns angehört, was Sex-Experten und Paartherapeuten zu diesem Thema zu sagen haben:

Besserer Sex in langen Beziehungen: Das machen glückliche Paare anders

1. Sie bauen Sex in ihren Terminkalender ein

Boah, klingt das UNSEXY. Aber in Wahrheit: Warum sollte die Planung von Sex ein Problem darstellen? Natürlich wünschen wir uns spontanen, aus der Lust heraus entstehenden Sex. In einer idealen Welt: kein Problem. Aber mit Kindern, Job, Haushalt, Stress – wie soll Lust entstehen, wenn man am liebsten tot ins Bett fallen würde? Paare, die Sex planen (etwa am Sonntag vormittag oder Dienstag nach der Lieblings-Serie), senden eine eindeutige Botschaft: "Du bist mir wichtig, unser Sexleben ist mir wichtig." Damit wird die schönste Nebensache der Welt zumindest zeitweise zur Hauptsache. Und die Tatsache, dass beide wissen "Heute ist es soweit" bedeutet nicht, dass das Liebesspiel ein uninspiriertes Abturnen der gewohnten Positionen sein muss. Du freust dich auf das Konzert nächste Woche? Ich freu mich auf den Sex dieses Wochenende. Und genau wie du dich für ein Event aufbrezelst, kannst du dir im Vorfeld überlegen, wie die Erotik diesmal neue Würze bekommt...

2. Sie sprechen über Sex

Was macht dich an? Was fühlt sich gut an, wann wird etwas unbequem oder bringt dich aus der Stimmung? Wann hast du richtig Lust? Du weißt es. Warum weiß es dein Partner nicht? Paare, deren Sexleben gesund und befriedigend ist, haben einen Weg gefunden, wie sie über ihre Emotionen und ihre sexuellen Trigger sprechen können. Ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen oder Angst zu haben, dass sie für ihre Fantasien und Bedürfnisse verurteilt und abgestraft werden. Die Kommunikation im Schlafzimmer sagt viel über die Qualität der Beziehung aus. Wie sehr könnt ihr ihr selbst sein? Ist dieses Gefühl der Sicherheit in der Liebe gegeben, wird auch der Sex automatisch besser.

3. Sie wissen, wie wichtig Aufmerksamkeit ist

Toller Sex passiert nicht einfach nur so. Zumindest nicht, wenn der Hormonspiegel, der uns zu Beginn völlig wurlert macht, mit der Zeit abflacht. Ab dann muss man sich bemühen (allzu schwer kann das ja nicht sein). Damit Erotik entstehen kann, braucht es Nähe. Deshalb ist es so enorm wichtig, dass ihr euch Zeit schenkt – und der Partner nicht immer nur die Restbestände deiner Aufmerksamkeit bekommt. Fernseher ausschalten. Handys beiseite legen. Einen Spaziergang machen. Sprechen. Einander bewusst ansehen. Auf ein Date gehen. Sich die Mühe machen und einander verführen. Sollte drin sein, oder?

4. Sie bleiben neugierig

Kein Mensch tickt über mehrere Jahre völlig gleich. Es gibt Phasen, in denen spielt Romantik eine größere Rolle, dann gibt es Momente, da wäre man gerne der dominante Part. Eventuell will man einmal etwas komplett Neues im Bett probieren. Weißt du, was deinen Partner im Augenblick am meisten anmacht? Sexuell befriedigte Paare bleiben neugierig aufeinander und sind auch bereit (innerhalb ihrer eigenen Grenzen), Dinge auszuprobieren, die ihren Liebsten zur Zeit am meisten anturnen.

5. Sie lachen – im Bett und außerhalb

Es hört sich vielleicht sonderbar an, aber Lachen ist ein echtes Aphrodiasakum. Wenn du mit deinem Partner lachen kannst, dann habt ihr einen spielerischen Umgang und genießt die Zeit miteinander. Voraussetzung 1 für guten Sex. Wenn ihr auch noch im Bett miteinander lachen könnt, dann fühlt ihr euch leicht und sicher – was bedeutet, dass ihr euch fallenlassen könnt. Dazu reduziert Lachen auch Stresshormone, ihr könnt also mehr genießen. Bingo.

6. Sie flirten miteinander

Schaut ihr euch noch in die Augen? Schreibt ihr euch manchmal kinky Nachrichten? Berührst du ihn, auch wenn ihr gerade nicht im Bett liegt? Diese kleinen Zärtlichkeiten und Micro-Flirts erzeugen sexuelle Energie. Es braucht nicht immer den Quickie im Auto oder der Restaurant-Toilette – um die Stimmung anzuheizen, reichen schon diese kleine Signale, die man in langen Beziehungen irgendwann vergisst...

7. Sie nutzen das Schlafzimmer für 2 Sachen: Schlafen. Und Sex.

Ein seit 40 Jahren verheiratetes Ehepaar erzählte einem Paartherapeuten von folgendem Abkommen: Wenn sie eine Meinungsverschiedenheit haben, dann wird sie niemals im Schlafzimmer ausgetragen. Selbst in der Nacht verlassen sie den Raum, setzen sich mit einem Tee in die Küche und tragen die Sache am Tisch aus. Das mag als Beziehungskonzept ein wenig starr erscheinen, aber es hat etwas Wahres an sich: Wir lassen unser Privatleben sehr oft, viel zu oft!, von äußeren Einflüssen bestimmen. Wir nehmen den Stress, den Ärger im Büro mit ins Bett und lassen es an unserem Partner aus. Als Paar ist es aber wichtig, einen Bereich zu haben, der nur ihnen und ihrer Liebe gehört. Wo sie sich streicheln, küssen, umarmen und gemeinsam einschlafen können. Intimität muss gepflegt werden. Und die beste Übung dafür ist es, alles Negative zumindest über Nacht auszusperren.

8. Sie erwarten nicht immer Perfektion

Erwartungen, dieser größte aller Beziehungskiller. Wir hätten es gerne so – und bekommen es nicht genau so, wie es unser romantisches oder erotisches Kopfkino vorgaukelt. Enttäuschung ist vorprogrammiert. Man kann nicht immer Hollywood-Sex haben. Sex ist peinlich. Man hat einen Krampf. Man muss die Position wechseln. Man holpert beim Dirty Talk. Man piekst den Partner versehentlich ins Auge oder schiebt ihm den Ellbogen auf die Nase. Wer akzeptiert, dass Erotik nichts bierernstes und immer perfektes sein muss, der hat langfristig das bessere Sexleben.

Thema: Sex & Erotik