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Ovulationstest: So testest du deine fruchtbaren Tage

Beim Ovulationstest wird in kurzer Zeit recht einfach der Eisprung und die beste fruchtbare Phase für eine Schwangerschaft ermittelt. Wie funktionieren die Tests und was bringen sie?

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© woman.at

Bei einem Kinderwunsch ist es oft gar nicht so leicht die fruchtbaren Tage zu ermitteln. Ovulationstests gelten als recht verlässlich und sollen in Kombination mit anderen Methoden besonders gut funktionieren.

Sie werden oft eingesetzt, um eine Schwangerschaft schneller zu erzielen. Dies ist auch das Hauptverkaufsargument der Hersteller. Wie sicher und genau ist dieser Test? In diesem Artikel erfährst du, wie er genau funktioniert, wie du ihn richtig anwendest und worauf du noch achten solltest.

Was ist ein Ovulationstest?

Bei den meisten Frauen schwankt die Zykluslänge - meistens um ein paar Tage, sodass das fruchtbare Fenster an ganz anderen Tagen liegen kann, als zuvor mit anderen Methoden berechnet wurde. Ovulationstests können in diesem Fall sehr hilfreich sein.

Mit einem Ovulationstest lassen sich der monatlichen Eisprung (Ovulation) und die fruchtbaren Tage ermitteln. Wie bei Schwangerschaftstests wird ein bestimmtes Hormons im Urin dabei gemessen.

Ovulationstests gibt es in unterschiedlichen Ausführungen - von einfache Teststreifen bis hin zu Fertilitätscomputern.

Wie funktioniert ein Ovulationstest?

Ein Teststreifen wird mit etwas Urin versehen und zeigt kurz darauf durch eine Verfärbung an, ob du kurz vor deinen fruchtbaren Tagen stehst (periovulatorische Phase).

Dabei wird die Konzentration des eisprungauslösenden luteinisierenden Hormons (LH) gemessen. Ungefähr 24 bis 36 Stunden, bevor sich die Eizelle aus dem Eierstock löst (Eisprung), steigt dieses Hormon im Urin an. Es lässt sich mit Hilfe von Antikörpern gegen LH auf dem Teststreifen sichtbar machen. Andere zeigen diesen schnellen Anstieg mit doppelten Streifen an. Digitale Geräte verfügen über eine Displayanzeige. Einige Testverfahren können zusätzlich auch den Östrogenspiegel anzeigen.

Welche Eisprungtests gibt es und wie werden sie angewendet?

Damit du den Test nicht jeden Tag anwenden musst, solltest du zuerst das Zeitfenster deines Eisprungs eingrenzen.

Eisprung und Zykluslänge ermitteln

Zähle die Tage vom ersten Tag deiner Periode bis zum Einsetzen der darauffolgenden Periode. Das ergibt die Zykluslänge. Sie entscheidet darüber, wann du den ersten Teststreifen für den Ovulationstest einsetzen musst. Bei einer durchschnittlichen Zykluslänge von 28 Tagen erfolgt der Eisprung etwa am 11. Tag nach dem Menstruationsbeginn.

Nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmittel wie zum Beispiel die Pille kann der Zyklus anfangs unregelmäßig sein. Dies erschwert die Ermittlung der Zykluslänge. Am besten gehst du dann vom kürzesten Wert aus, damit du deine fruchtbaren Tage nicht verpasst.

Tipps für ein korrektes Testergebnis

  • Einige Stunden davor nicht urinieren und nicht übermäßig viel trinken, um den LH-Gehalt im Urin nicht zu verdünnen.
  • Die Messung sollte möglichst immer zur gleichen Uhrzeit durchgeführt werden.
  • Unbedingt die Packungbeilage des Herstellers berücksichtigen.

Streifen und digitale Tests

Die Handhabung funktioniert ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. Der Teststreifen oder Test wird dann entweder ein paar Sekunden direkt unter den Urinstrahl gehalten oder du sammelst diesen in einen Becher und bringst den Test dann damit in Kontakt.

Je nach Hersteller wird das Ergebnis dann nach etwa 5 bis 10 Minuten am Streifen ablesbar sein.

Anders als bei einem Schwangerschaftstest gelten die LH-Teststreifen beispielsweise nur dann als positiv, wenn die Testlinie dunkler als die Kontrolllinie ist. Ist dies nicht der Fall sollte frau am nächsten Tag erneut testen. Wenn der Ovulationstest positiv ist, stehst du kurz vor dem Eissprung.

Unbedingt die Packungsbeilage lesen1 Die Anzeige kann von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein.

Duale Tests: Östogen und LH

Während die einfachen Streifen nur ein Hormon messen, wird bei den dualen Tests zusätzlich ein Östogen-Wert herangezogen. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft. Sie kosten aber etwas mehr.

Das Östrogen steigt etwas früher an als das LH und sinkt dann kurz vor dem Eisprung abrupt ab. So kann dieser Ovulationstest eine längere Phase bestimmen, da er mehr der fruchtbaren Tage vor dem Eisprung anzeigen kann.

Bei digitalen Tests von Clearblue zeigt zum Beispiel ein Smiley-Face dann an, wenn der richtige Zeitpunkt da ist. Hier gilt es wie bei allen Ovu-Tests, dass man nicht zu lange mit den Geschlechtsverkehr warten sollte, wenn das Ergebnis das erste Mal positiv ist, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Dennoch solltet ihr euch bitte nicht zu sehr stressen, denn das wäre absolut kontraproduktiv.

Fertilitätsmonitor

Hier liest ein Monitor die einfachen Urintests aus, um die persönlichen Werte beider Hormone zu ermitteln. Der duale Test gibt die Werte dann am Monitor an- von minimale bis maximale Wahrscheinlichkeit. Die Werte können über einen längeren Zeitraum gespeichert werden und geben einen guten Überblick über den persönlichen Zyklus.

Sensitivität der verschiedenen Testmöglichkeiten

Diese wird in mIU/ml angegeben. Der Wert gibt an, ab welcher Konzentration von LH im Urin der Test gemessen werden kann. Diese Angabe steht meist auf der Verpackung und wird oft auch vom Hersteller angegeben.

Ein Test, der ab 30 mIU/ml anschlägt, ist bei den meisten Frauen ausreichend. Es kann jedoch auch vorkommen, dass der LH-Spiegel bei einigen Frauen weniger stark ansteigt und sie dennoch einen Eisprung haben, der dann nicht angezeigt wird. In diesem Fall sollte ein Ovulationstest mit niedrigere Sensitivität verwendet werden.

Der Ovulationstest ist positiv: Wie lange ist die fruchtbare Phase?

Ungefähr 24 bis 36 Stunden nach dem LH-Anstieg findet der Eisprung statt. Hat die Eizelle den Eierstock verlassen, ist sie nur noch etwa einen Tag (12-24 Stunden) befruchtungsfähig. Bei einem Kinderwunsch, sollten daher die nächsten 24 bis 48 Stunden genützt werden.

Wenn die Tests mehrere Tage hintereinander positiv ausfallen, wird der erste positiven Test herangezogen, um den Eisprung festzulegen.

Ovulationstest: Erfahrungen, Vor- und Nachteile

Ob du als Ovu-Tests verwenden möchtest, ist natürlich deine individuelle Entscheidung. Wir haben uns ein bisschen umgehört, welche Erfahrungen Frauen damit gemacht haben und haben sie nachfolgend kurz zusammengefasst.

Vorteile

  • Genauere Bestimmung des fruchtbaren Fensters, vor allem bei unregelmäßigen Zyklen
  • Geringerer Zeitaufwand für die Bestimmung der fruchtbaren Tage
  • Einfache Handhabung

Nachteile

  • Mehr Stress
  • Kann sich negativ auf die Lust auf Sex auswirken

Fazit zu Ovulationstests

Neben einem Ovulationstest kannst du mit anderen natürlichen Methoden zur Familienplanung wie der Temperaturmethode oder der Knaus-Ogino-Methode, ebenso das Zeitfenster für den Eisprung bestimmen und das sogar etwas früher. Mehr dazu findest du in folgendem Artikel über das Thema Eisprung.

Sie funktionieren eigentlich gut, zeigen aber einen kürzeren Zeitraum der fruchtbaren Phase vor dem Eisprung. Duale Tests funktionieren hier besser. Bei einfachen Ovulationstests ist es meist erfolgreicher, sie mit anderen Methoden wie der Messung der Temperatur oder der Zervixschleimbeobachtung zu kombinieren.

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