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Paarvibrator: Mit diesem Sexspielzeug zum gemeinsamen Orgasmus

Obwohl es sich beim Geschlechtsverkehr sowieso um eine der intimsten Erfahrungen überhaupt handelt, kannst du dich deinem Gegenüber noch verbundener fühlen: Mithilfe des Paarvibrators werden sowohl Frau als auch Mann gleichzeitig stimuliert. Wir stellen euch acht ziemlich coole, komplett verschiedene Modelle vor!

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Paarvibrator: Ist das vielseitige Sexspielzeug der Höhepunkt unseres Lebens?
© Elke Mayr

Wer bereits lange eine monogame Langzeitbeziehung führt, weiß, dass die Häufigkeit an Sex mit den Jahren eher ab- statt zunimmt. Keine Sorge, das ist völlig normal! Dennoch sind es gerade solche Phasen, die letztlich neue Möglichkeiten eröffnen: Vibratoren können - und das ist kein Geheimnis - wahre Wunder bewirken. Wieso aber allein, wenn es auch zu zweit geht?

Ein Paarvibrator kann Abwechslung in euer Liebesleben bringen und eine tiefere Verbindung schaffen - immerhin spürt ihr beide genau dasselbe. Eine bessere Grundlage als Vertrauen, Liebe und Leidenschaft kann es eigentlich nicht geben, oder?

Was genau ist ein Paarvibrator?

Hand aufs Herz: Gibt es überhaupt noch jemanden, der kein Sexspielzeug im Nachtkästchen aufbewahrt? I mean, wenn es zur Sache kommt, muss es nun einmal schnell gehen! Ob beim Vorspiel oder während der Masturbation - auf Vibratoren, Analplugs und Liebeskugeln ist stets Verlass. Das Problem dabei: Vieles lässt sich während des eigentlichen Aktes nur schwierig einsetzen.

Paarvibratoren hingegen sind genau dafür konzipiert! Statt beim Sex zu stören, bereichern sie diesen viel eher - das sagt zumindest die Theorie. Aufgrund der Vibration kommt dabei vor allem die Frau auf ihre Kosten: Durch reine Penetration ist ein Orgasmus nämlich eher unwahrscheinlich. Da der Paarvibrator in den meisten Fällen von beiden Partner:innen getragen werden kann, wird die Vibration zusammen genossen.

Weil es mittlerweile diverse Varianten gibt, kann das Sexspielzeug sowohl von Anfänger:innen als auch Erfahrenen ausprobiert werden. Mit Modellen wie dem "Pavo" oder "Big Dipper" ist der Paarvibrator auch für LGBTQIA-Partnerschaften geeignet! Solltet ihr eine Fernbeziehung führen, hab' ich einen weiteren, großen Pluspunkt für euch: Viele Modelle lassen sich per App steuern - die Distanz spielt dabei also keine Rolle.

Wo liegt der Unterschied zu einem normalen Vibrator?

Wenn man es herunterbricht, ist ein Paarvibrator einfach das nächste Level eines "normalen" (Druckwellen- oder Auflege-)Vibrators: Beide sind dafür konzipiert, zum Höhepunkt zu verhelfen. Vibratoren für den Solo-Sex sind allerdings sehr klobig - sie sollen eben gut in der Hand liegen. Zusätzlich Geschlechtsverkehr zu haben, erweist sich meist als schwierig, weil der Penis keinen Platz mehr findet oder nur über Ecken hinweg eindringen kann.

Wie praktisch, dass Paarvibratoren so geformt sind, dass maximale Stimulation möglich ist, während beide davon Gebrauch machen können. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder liegt der Fokus auf der Klitoris, während die Vagina für anderes frei bleibt oder der Paarvibrator wird von beiden Partner:innen eingeführt - egal ob vorne oder hinten.

Übrigens: Wer Geld sparen möchte, braucht nicht unbedingt einen normalen Vibrator. Der Paarvibrator kann easy zur Masturbation umfunktioniert werden. 2-in-1 sozusagen!

Wie sollte man einen Paarvibrator anwenden?

An sich ist ein Vibrator, glaube ich, relativ selbsterklärend: Er vibriert. Überraschung. Weil ein Paarvibrator oft jedoch etwas anders aussieht, kann ich verstehen, wieso es zur Verwirrung kommen kann. Frauen haben leider Schwierigkeiten, beim Sex zum Höhepunkt zu kommen. Das liegt daran, dass die Klitoris oder der G-Punkt zu wenig stimuliert werden.

Um dem entgegenzugehen, verfügt die Mehrheit aller Paarvibratoren über zwei Enden - eins davon meist schmal, das andere etwas breiter. Dadurch wird nicht nur ermöglicht, die Stellen überhaupt zu stimulieren, sondern dies auch noch gleichzeitig zu tun. Entweder man entscheidet sich für Klitoris und Vagina, Hoden und Nippel oder Anal und Penis. Ihr merkt schon: Eure Möglichkeiten sind unendlich! Die Verbindung beider Enden besteht außerdem aus flexiblem Material, weswegen sich das Sexspielzeug ohne Probleme an verschiedene Körperteile anpassen kann.

Was muss bei der Benutzung beachtet werden?

Aller Anfang ist schwer - das betrifft so ziemlich jede Situation im Leben ... und auch die erste Benutzung eines Paarvibrators! Bevor es mit dem Vorspiel oder Akt losgeht, solltet ihr sichergehen, dass ihr euch in einem Safe Space befindet. Redet gegebenenfalls über Wünsche, Tabus oder Ängste. Habt dabei bitte keine Angst, eure Gefühle zu äußern! Eure Partner:innen reagieren mit Sicherheit verständnisvoll. Falls nicht, rennt.

Wenn der Paarvibrator nicht sofort funktioniert oder ihr nicht wisst, welche Position ihr bevorzugt, atmet erst einmal gaaanz tief durch! Versucht, den Fokus nicht zu sehr auf das Sexspielzeug, sondern auf euer Gegenüber zu legen. Die ganze Erfahrung soll Spaß machen - und dementsprechend auch mit Humor genommen werden. Mit ein wenig Übung, Ausprobieren und Experimentierfreude werdet ihr sicher bald merken, was euch gefällt.

Obwohl die Paarvibratoren selbst aus relativ weichem und angenehmem Material bestehen, solltet ihr ein Gleitgel heranziehen. Wie viel genau, ist euch überlassen! Trotzdem ein kleiner Tipp: Zu viel Gel kann dazu führen, dass der Vibrator schneller herausrutscht. Hinzukommt, dass es unbedingt Gleitgele auf Wasserbasis sein müssen - eine Silikonbasis kann dem Material eures Vibrators schaden.

Welche unterschiedlichen Modelle gibt es?

Es existieren unendlich viele, infrage kommende Varianten eines Paarvibrators. Je nach Präferenz und Intention kann die Auswahl bereits minimiert werden. Damit ihr einen groben Überblick habt, stellen wir euch acht Modelle vor:

TIANI 3 von LELO

Der "TIANI 3" ist ein ferngesteuertes, 100% wasserdichtes Massagegerät für Paare und bietet sowohl innere als auch äußere Stimulation an. Insgesamt verfügt er über acht verschiedene Einstellungen - von erregendem Surren bis hin zu befriedigendem Pulsieren. Gesteuert wird der u-förmige Paarvibrator durch eine kabellose Fernbedienung via Sensemotion-Technologie. Preis: 127€.

Flexxio von BeauMents

Beim "Flexxio" ist der Name volles Programm: Dank biegsamem Material lassen sich die mit Motoren ausgestatteten Enden so formen, dass ein Penisring oder Auflegevibrator für Vulva, Nippel & Co entsteht. Der Flexxio verfügt insgesamt über zehn Vibrationsfunktionen, die sich mittels einer Funk-Fernbedienung auf bis zu zehn Meter Entfernung steuern lassen. Preis: 130€.

Inco von VOU

Das kleine, vibrierende Ei hebt sich etwas vom Rest ab: Hierbei steht vor allem die Klitoris im Vordergrund - es ist also kein "üblicher" Paarvibrator, sondern eher ein Vibrator, dessen sieben Stufen durch die mitgelieferte Fernbedienung von den Partner:innen gesteuert werden können. Das macht das Ganze wieder zu einem gemeinsamen Erlebnis! Dank seiner ergonomischen Form kann der "Inco" komplett in der Vagina verschwinden und eignet sich hervorragend für Outdoor-Spaß. Nervenkitzelgarantie! Preis: 65€.

Chorus von We-Vibe

Ein absoluter Klassiker unter allen Paarvibratoren - mit sehr modernem Touch. Der "Chorus" hat einen ganz wunderbaren Vorteil: Während er äußerlich dem "Titani 3" ähnelt und auch die gleichen Funktionen aufweist, kann er zusätzlich durch eine App bedient werden! Wie cool ist das denn? Mithilfe einzigartiger Sensoren steuert deine eigene Bewegung die Vibration, wobei zwischen drei Modi gewählt werden kann. Wem das zu fortgeschritten ist, der kann zur Squeeze-Fernbedienung greifen - je fester man drückt, desto stärker wird auch die Vibration. Preis: 160€.

Endless Joy von Satisfyer

Der wasserdichte, aus softem Silikon bestehende "Endless Joy" weist drei Motoren für kraftvolle Vibrationen auf, wobei bis zu 100 Vibrationskombinationen möglich sind. Dabei können Nippel, Klitoris, G-Spot, Hoden, Penis und alles, was das Herz begehrt, stimuliert werden. Ein One-Touch-Button für jeweils Fühler und Hauptkörper garantiert laut Satisfyer eine einfache Steuerung des Paarvibrators. Preis: 40€.

Duo Vibe von Rianne S

Duo im Sinne von zwei Anwendungsmöglichkeiten: Entweder als Masturbator oder Partnervibrator. Drei starke Motoren sorgen mit sieben abwechslungsreichen Vibrationsmustern für eine Stimulation von G-Punkt, Penis oder Vagina. Der 100% wasserdichte "Duo Vibe" kann gleichzeitig von Frau und Mann getragen werden, um einen gemeinsamen Höhepunkt zu genießen. Preis: 93€.

Transformer von PicoBong

PicoBong ist die Schwestermarke des Unternehmens Lelo - und damit ziemlich vielversprechend. Der "Transformer" überzeugt durch einzigartiges Aussehen: Was wie ein Springseil wirkt, ist an beiden Enden mit einem tropfenförmigen Vibrator ausgestattet. Das flexible "Seil" kann zu Knoten, Schleifen und Spiralen gebogen werden, wodurch eine gleichzeitige Stimulation von verschiedenen Körperregionen möglich ist. Ein Minuspunkt ist, dass sich die 20 Modi nicht mehr verstellen lassen, sobald der Vibrationskopf eingeführt wurde - man kommt nicht mehr heran. Preis: 70€.

Pavo & Big Dipper von AMORELIE Constellations

Ein Paarvibrator ist für alle gemacht - egal, zu welchem Geschlecht man sich hingezogen fühlt. Hear me out: Ein extra dafür angedachtes Sexspielzeug hat trotzdem auch seine Vorteile! Der "Pavo" ist eine Dockingstation für zwei Vaginen und besitzt zwei einführbare Enden - der mittlere Teil stimuliert die Klitorides. Bei dem "Big Dipper" handelt es sich um einen vibrierenden Masturbator mit Platz für zwei Penisse, die sich durch die Reibung gegenseitig befriedigen. Beide Paarvibratoren weisen sieben Vibrationsfunktionen und drei Geschwindigkeiten auf. Preis: 65€ und 70€.

Wie reinigt man seinen Paarvibrator?

Hygiene ist das A und O - immer und überall. Obwohl der Paarvibrator meist versiegelt bei euch ankommt, solltet ihr in bereits vor der ersten Anwendung reinigen. Safety first! Glaubt mir, ich möchte euch nichts schlecht reden, aber: Euer Sexspielzeug ist ein Nährboden für Keime, Pilze und andere Krankheitserreger. Damit sich diese nicht bei euch im Körper einnisten, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Die eigentliche Reinigung geht leicht und schnell. Alles, was ihr dafür braucht, ist heißes Wasser und antibakterielle Seife - bestenfalls frei von Duftstoffen. Zur Not gibt es auch spezielles Desinfektionsspray für Sexspielzeuge! Danach sollte der Vibrator mit einem sauberen Handtuch abgetrocknet werden. Glas, Silikon und Edelstahl lassen sich übrigens am besten reinigen und sind gleichzeitig sehr langlebig.

"Endless Joy" im Test: Hält er ein, was von Satisfyer versprochen wird?

Sexspielzeuge sind mir kein unbekanntes Terrain. Angefangen hat es vor einigen Jahren mit einem Adventskalender von AMORELIE - das war die Edition in Kollaboration mit Marina Hoermanseder. Hach, lang ist's her! Umso aufgeregter war ich, zusammen mit meinem Freund endlich auch einen Paarvibrator ausprobieren zu dürfen. Bereits beim Auspacken stellten wir schnell fest, dass es erst einmal etwas Recherchearbeit bedarf: Diese Form eines Vibrators war uns neu.

Ein etwas holpriger Start

Der "Endless Joy" von Satisfyer kommt in einer hochwertigen Verpackung inklusive Informationsblatt - Gott sei Dank. Hier sind alle 14 Anwendungsmöglichkeiten visuell dargestellt. Kreative Geister finden sicherlich noch mehr! Wir hingegen waren mit den 14 Varianten vorerst bedient ... und wollten direkt loslegen. Also: Magnetisches Ladekabel einstecken und zwei Stunden warten. Zeit, die man anderweitig nutzen kann. Ihr wisst schon. Zwinker.

Sobald der Paarvibrator vollständig geladen ist, geht der Spaß los! Wir tasten uns tatsächlich sehr taktisch vor und probieren Variante für Variante durch. Nach wenigen Sekunden kommt allerdings die böse Überraschung: Der Vibrator geht plötzlich aus. Haben wir ihn kaputt gemacht? Sind wir zu doof? Auch wildes Herumdrücken funktioniert nicht. Wir laden den Paarvibrator also erneut. Puh. Kleiner Abturner, wenn wir ehrlich sind ...

Gemischte Gefühle beim Sex

Um meinen eigenen Tipp zu befolgen, nehmen wir die Situation nicht allzu ernst. Kann passieren! Nachdem der Paarvibrator wieder voll zu sein scheint, geht es los - dieses Mal aber wirklich. Es fällt uns anfangs sehr schwer, ihn richtig zu positionieren. In manchen Stellungen will er einfach nicht halten! Festhalten ist auch doof, denn das widerspricht dem Sinn dahinter. Eigentlich möchte man die freien Hände für etwas anderes nutzen ... oder eher jemand anderen?

Ich muss gestehen, dass ich hohe Erwartungen hatte, die irgendwie nicht ganz erfüllt wurden. Der Paarvibrator fühlt sich hart an, hat nicht die stärkste Vibrationskraft - egal auf welcher Stufe - und der Modus lässt sich dank verdeckten Knöpfen im Gefecht kaum ändern. An dieser Stelle hätte ich mir eine Fernbedienung gewünscht. Auch mein Freund merkt durch die Vibration keinen großen Unterschied. Pluspunkt: Man probiert neue, teilweise "verrücktere" Stellungen aus. Immerhin!

Wenn ich mir die ganzen positiven Bewertungen zu "Endless Joy" durchlese, glaube ich, dass wir irgendetwas falsch gemacht haben. Tja, da hilft wohl nur eins: "Schaaatz? Was machen wir heute Abend?"

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Themen: Sex & Erotik,