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Wie die Regelblutung unsere Fruchtbarkeit beeinflusst

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass der Zeitpunkt der ersten Regelblutung Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Frauen hat.

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Frühe Regelblutung bedeutet frühere Unfruchtbarkeit

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann sehr belastend sein...

© istockphoto.com

Eine aktuelle Studie* mit über 50.000 Frauen deckt einen Zusammenhang zwischen dem Alter bei der ersten Regelblutung, Kinderlosigkeit und dem Einsetzen der Menopause auf. Bei den befragten Frauen aus dem Vereinigten Königreich, Skandinavien, Australien und Japan konnte festgestellt werden, dass ein früheres Einsetzen der Regelblutung das Risiko erhöht vor dem 40. Lebensjahr in den Wechsel zu kommen. So gaben kinderlose Frauen bei der Untersuchung an, dass sie ihre erste Regelblutung schon im Alter von 11 Jahren hatten, während Frauen mit zwei oder mehr Kinder ihre erste Regelblutung mit frühestens 12 Jahren bekommen haben.

„Die Erkenntnisse der Studie können für Familienplanung und Lebensstilentscheidungen sehr wichtig sein“, betont Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

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Echte Fruchtbarkeitskiller

Laut Studie ist eine von zehn Frauen von vorzeitiger oder früher Menopause betroffen. Neben hormonellen Faktoren und der genetischen Veranlagung beeinflusst der persönliche Lebensstil das Einsetzen der Menopause. Insbesondere Rauchen wirkt sich stark auf die Anzahl der fruchtbaren Jahre aus. "Frauen, die früh die erste Regel hatten, sollten bei nicht abgeschlossener Familienplanung aufs Rauchen lieber verzichten. Die Kombi kann ein regelrechter Fruchtbarkeitskiller sein“, so Strohmer.

Was bedeutet vorzeitige Menopause?

Von vorzeitiger Menopause spricht man bei Frauen unter 40 Jahren, während eine frühe Menopause Frauen zwischen 40 und 44 Jahren betrifft. Treten die Wechseljahre verfrüht ein, steigt das Risiko für spätere chronische Erkrankungen, wie kardiovaskuläre Krankheiten, Diabetes Typ 2 und Osteoporose. „Diese gesundheitlichen Risiken bestehen natürlich losgelöst von der Familienplanung und betreffen somit alle Frauen“, erläutert Strohmer die Studienergebnisse. Bei 2% der Studienteilnehmerinnen setzte eine vorzeitige und bei 7,6 % der Frauen eine frühe Menopause ein.

Jede siebente Frau zählt zu Risikogruppe

Der Zeitpunkt der ersten Regelblutung ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie dem Gewicht der Mutter bei der Geburt, Übergewicht oder psychischem Stress. Bei 14% der Frauen tritt die erste Menstruation bereits mit elf Jahren oder jünger ein – hier spricht man von früher Menstruation. Für diese Frauen besteht ein größeres Risiko einer vorzeitigen oder frühen Menopause als für diejenigen, deren Regelblutung mit zwölf Jahren oder später eintritt. Ein gesunder Lebensstil, vollwertige Ernährung, regelmäßige sportliche Betätigung und ein stressfreies Lebensumfeld tragen zur Risikominderung bei.

„Die Studienergebnisse betonen wieder einmal die Wichtigkeit individualisierter Medizin. Je besser man seine eigenen Risikofaktoren kennt, umso fundierter können Entscheidungen getroffen werden“, so Strohmer.

Dr. Strohmer Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz
Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz

*Quelle: Quelle: Human Reproduction, pp. 1–8, 2017; Early menarche, nulliparity and the risk for premature and early natural menopause

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