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Salicylsäure: Was kann sie in der Skincare?

Salicylsäure ist ein äußerst wirksamer Inhaltsstoff in Sachen Hautpflege. Auch unter dem Begriff BHA-Säure bekannt, kann er etwa bei verschiedensten Hautproblemen helfen. Wir zeigen dir wie.

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BHA - Salicylsäure
© pexels

Viele kennen Salicylsäure noch von Teenager-Zeiten, als fiese Pickel und Unreinheiten die Haut plagten und der Hautarzt bzw. die Hautärztin einem Salicylsäure verschrieben hat. Auch heute noch ist der Wirkstoff äußerst effektiv und kann bei richtiger und regelmäßiger Anwendung zu einem gesunden Hautbild beitragen.

Was ist Salicylsäure?

Salicylsäure ist eine milde Säure, die heute in vielen Kosmetikprodukten vertreten ist. Kurz gesagt wirkt Salicylsäure in der obersten Hautschicht und sorgt vor allem in Form von Peelings für die Entfernung abgestorbener Hautzellen, wodurch Rötungen gemildert und die Hauterneuerung angeregt wird.

Die heilsame Wirkung von Salicylsäure ist schon seit Jahrhunderten bekannt – wusstest du zum Beispiel, dass sie in abgewandelter Form auch ein Bestandteil von Aspirin ist? Ursprünglich aus der Weidenrinde gewonnen, wird Salicylsäure für die heutige Skincare künstlich hergestellt. Bei äußerer Anwendung kann sie etwa bei Rheuma helfen. Dank ihrer hornhautauflösenden Wirkung kommt sie aber auch häufig bei Warzen und Hühneraugen zum Einsatz.

Es dauerte nicht allzu lang, bis auch die Kosmetikindustrie auf die Wirkung der Salicylsäure aufmerksam wurde und wie man sich diese – in geringerer Dosierung – in den Kosmetikprodukten zunutze machen kann. Bekannt ist die Salicylsäure übrigens auch als wesentlicher Bestandteil von BHA (Betahydroxysäure). Die wird in erster Linie bei öliger, empfindlicher und zu Unreinheiten neigender Mischhaut angewendet.

Wirkung: Das kann Salicylsäure in der Gesichtspflege

Der große Vorteil von Salicylsäure: Sie dringt tief(er) in die Haut ein und kann so überschüssigen Talg auflösen und die Poren von innen heraus reinigen – die ideale Voraussetzung also um Pickeln und Mitessern den Kampf anzusagen. Zudem wirken Produkte mit Salicylsäure entzündungshemmend und helfen, Rötungen zu lindern.

BHA-Säure kennst du wahrscheinlich am ehesten im Zusammenhang mit chemischen Peelings. Diese fördern die Ablösung der äußeren Hautzellschichten. Durch die beschleunigte Abschuppung wird die Haut auch zu einer schnelleren Erneuerung angeregt. Der positive Effekt: Da Hautpflege-Produkte sich nun nicht mehr durch eine Schicht abgestorbener Hautzellen kämpfen müssen, können sie schneller und besser von der Haut aufgenommen werden.

Wie wird Salicylsäure angewendet?

Salicylsäure gibt es am Kosmetik-Markt in den unterschiedlichsten Formen wie etwa als Peelings, Salben, Cremes, Gele, Lösungen oder auch Shampoos. Unabhängig von der Art müssen jegliche Hautpflege-Produkte niedrig – also bis maximal zwei Prozent – dosiert sein. Produkte, die diesen Grenzwert überschreiten, gelten als Arzneimittel und sind somit nur gegen Verschreibung in der Apotheke erhältlich.

Je nachdem welches Produkt du verwendest und was du mit der Anwendung der Salicylsäure bezwecken willst, gibt es natürlich unterschiedliche Aspekte zu beachten. Generell gilt aber: Auch wenn die Säure allgemein sehr gut verträglich ist, solltest du dich langsam an die Verwendung herantasten. Wenn du das Produkt deiner Wahl gut verträgst, spricht aber nichts dagegen Salicylsäure ein bis zwei Mal täglich in deine Skincare-Routine einzubauen. Anders ist dies bei der Anwendung von chemischen Peelings: Hier gilt oft das Motto "Weniger ist mehr".

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Salicylsäure als Bestandteil von BHA-Peelings

Bei einem BHA-Peeling befreist du deine Haut nicht durch mechanisches Rubbeln von abgestorbenen Hautschüppchen, sondern dies passiert quasi von innen heraus durch die enthaltene Salicylsäure. Sie beschleunigt die Abschilferung abgestorbener Hautzellen und sorgt so für eine schnellere Regeneration der Haut. Gleichzeitig wirkt sie entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut.

Dadurch kann ein BHA-Peeling auch bei empfindlicher oder zu Rötungen neigender Haut angewendet werden. Wenn du dich für ein solches chemisches Peeling entscheidest, reicht eine ein- bis zweimalige Anwendung pro Woche. Häufig rät man auch zu einer Anwendung am Abend, da chemische Peelings dazu tendieren, die Haut lichtempfindlicher zu machen.

Gerade am Beispiel von Salicylsäure weiß man jetzt aber: Diese hat sogar UV-absorbierende Eigenschaften! Nichtsdestotrotz solltest du dennoch nicht auf die tägliche Verwendung eines geeigneten Sonnenschutzfaktors verzichten. Übrigens: Das BHA-Peeling muss nach dem Auftragen nicht abgewaschen werden.

Für wen eignet sich Salicylsäure und wer sollte besser die Finger davon lassen?

Wer von Salicylsäure besonders profitiert, hängt oft vom Hauttyp ab: Vor allem Menschen mit öliger, empfindlicher oder auch Mischhaut können ihren Hautproblemen mit BHA-Säure entgegenwirken. Aber auch all jene, die mit Hautproblemen wie Warzen, Pigmentflecken, schuppiger oder geröteter Haut zu kämpfen haben, können die Vorteile des Wirkstoffes für sich nutzen.

Allgemein gilt Salicylsäure als sehr gut verträglich. Natürlich kommt es aber auch hier immer auf die Konzentration an: Je höher diese ist, desto eher entstehen Reizungen. Die niedrig dosierten Produkte aus der Drogerie sollten im Normalfall aber keine Hautreaktionen hervorrufen. Solltest du dennoch Nebenwirkungen wie leichte Rötungen, Brennen, Reizungen oder trockene Stellen bemerken, brich die Anwendung lieber schnellstmöglich ab.

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Vorsichtig bei der Anwendung von Salicylsäure sollten Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit sein: Kläre dies besser vorab mit deinem Frauenarzt bzw. deiner Frauenärztin ab.

Vorteile

  • Sanfte Abtragung: Salicylsäure bewirkt die sanfte Abtragung von abgestorbenen Hautzellen und ist damit eine weniger irritierende Alternative zu mechanischen Peelings.
  • Strahlender Teint: Abgestorbene Hautzellen sorgen oft dafür, dass der Teint grau und fahl wirkt. Indem Salicylsäure die oberste Hautschicht klärt, dringt der strahlende Teint wieder hindurch und beschert dir einen tollen Glow!
  • Befreit die Poren: Weil BHA-Säure in den Poren wirkt und diese von Talg und Schmutz befreit, ist sie wie gemacht für unreine und fettige Haut.
  • Keine Chance für Pickel: Dank der porentiefen Reinigung wird der Entstehung von Unreinheiten vorgebeugt. Die entzündungshemmende Eigenschaft entzieht außerdem auch weiteren Bakterien den Nährboden.

Nachteile

  • Nebenwirkungen: Rötungen, Brennen oder Irritationen können auftreten, wenn das Salicylsäure-haltige Produkt zu oft oder mit einer zu hohen Konzentration angewendet wird. Auch Unverträglichkeiten können Auslöser für Nebenwirkungen sein. Wer etwa Aspirin nicht verträgt, sollte wahrscheinlich auch besser die Finger von Salicylsäure lassen.
  • Austrocknen der Haut: Eine zu häufige bzw. intensive Anwendung kann zum Austrocknen der Haut führen.
  • Mögliche Wechselwirkungen bei Verwendung von Arzneimitteln: Salicylsäure kann die Wirkstoffe anderer Arzneimittel verstärken – beispielsweise von Schmerzpflastern, Hormoncremes oder Medikamenten, die den Blutzuckerspiegel senken.
  • Nicht für Schwangere geeignet: Wie bereits erwähnt, sollte man in der Schwangerschaft vorsichtig sein, was die Anwendung von Salicylsäure betrifft. Denn im worst case kann Salicylsäure über das Blut das ungeborene Kind schädigen. Eine Anwendung sollte daher wenn überhaupt nur kleinflächig erfolgen.

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