Pensionslücke: Altersarmut betrifft vor allem Frauen

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In kaum einem Land ist der Pensionsunterschied zwischen den Geschlechtern so groß wie in Österreich. Die Situation verbessert sich nur im Schneckentempo.

Am 9. August war es in Österreich wieder so weit. Die große Kluft tat sich auf: Was Männer bis zu diesem Tag an Pension erhalten haben, bekommen Frauen erst bis zum Jahresende. Das ist ein dramatischer Unterschied zwischen den Geschlechtern, der sich nur im Schneckentempo bessert. In diesem Jahr datiert der sogenannte Equal Pension Day nämlich nur um zwei Tage später als im Jahr 2025. Geht es in dieser Geschwindigkeit weiter, dann schließt sich die Pensionslücke erst in 95 Jahren. Das zeigen aktuelle Daten, die das Momentum Institut und die Arbeiterkammer ausgewertet haben.

Frauen erhalten in Österreich im Durchschnitt um 39,4 Prozent weniger Pension als Männer. Nur 1.614 Euro brutto beträgt die durchschnittliche Alterspension von Frauen, während Männer hierzulande 2.664 Euro im Schnitt erhalten – um über 1.000 Euro mehr. Altersarmut bleibt damit ein ganz klar weibliches Problem. Zwei Drittel der Menschen, die eine Mindestpension beziehen, sind Frauen. Im internationalen Vergleich schneidet Österreich bei der Pensionslücke besonders schlecht ab: Das Alpenland liegt auf dem unrühmlichen zweiten Platz bei den größten Pensionsunterschieden. Nur Malta ist schlechter.

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