Die neuen Health Trends 2026 im Redaktionstest

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Von NAD+ über Kraftsport bis hin zu Breathwork und Functional Drinks: Unsere Redaktion hat neue Strategien für mehr Energie, Fokus und Balance für Sie getestet.

Getestet von Michaela Strachwitz

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Getestet von Michaela Strachwitz

 © Privat

Innovative Mundhygiene

Gesünderes Zahnfleisch. Nach meiner Invisalign-Behandlung ist ein kleiner Zahnzwischenraum geblieben – genau dort bilden sich immer wieder Entzündungen, trotz gründlichen Putzens, Zahnseide, Mundspülung. Genau deshalb wollte ich manadental testen, ein photodynamisches Pflegesystem eines Start-ups aus der Steiermark.

Die Anwendung ist simpel: Jeden zweiten Tag wird zwei Minuten lang mit der gelben Mundspülung gespült (ein Timer auf dem Gerät hilft, die Zeit einzuhalten), um die Bakterien im Mundraum einzufärben. Danach beginnt das Zahnlicht zu leuchten. Jetzt werden die Zähne mit dem Gerät, das man in den Mund nimmt, für fünf Minuten bestrahlt. Im Anschluss putze ich wie gewohnt.

Zahnärztin Dr. Veronika Walter erklärt: „Zahnfleischentzündungen entstehen dort, wo sich Bakterien halten, die da nicht hingehören. Je länger das Immunsystem dagegen ankämpft, desto größer wird die Belastung für den gesamten Körper, weil Bakterien in den Blutkreislauf gelangen können. manadental erreicht Bereiche, die Zahnbürste und Zahnseide nicht ausreichend reinigen.“

Nach einigen Wochen Anwendung merke ich: Mein Zahnfleisch ist deutlich ruhiger, der sensible Zwischenraum kein ständiges Thema mehr.

Getestet von Ulli Schwab

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Getestet von Ulli Schwab

 © Privat

6 Wochen Digital Detox

Bewusste Pause. Es gab keinen konkreten Auslöser: kein digitales Trauma, keine schlechte Nachricht, keinen besonders erhellenden Moment. Ein Sonntag im Mai, und ich griff – vermutlich zum hundertsten Mal an diesem Tag – nach meinem Handy, um Instagram zu öffnen. Und plötzlich war da der Gedanke: Es reicht! Ich hatte genug davon, ein willenloser Sklave von Shortform-Content, Algorithmen und Mark Zuckerberg zu sein. Es war Zeit für eine Pause.

Die ersten Stunden und Tage danach waren von einer unerwarteten Leerstelle geprägt. Meine Hände wussten nicht recht, wohin mit sich selbst. Zu tief war die Gewohnheit verankert, jeden Moment der Stille reflexartig mit einem Blick aufs Display zu füllen: in der Straßenbahn, an der Supermarktkasse, kurz vor dem Einschlafen und gleich nach dem Aufwachen. Mehr als ein Mal entsperrte ich mein Handy, nur um festzustellen, dass es keine Apps mehr zu öffnen gab.

Die gute Nachricht: Die Anpassung vollzog sich schneller, als ich erwartet hatte. Ich begann, meinen E-Book-Reader mitzunehmen. Rief öfter meine Familie und Freundinnen an. Ich beobachtete fremde Menschen, schaute aus dem Fenster, dachte Gedanken zu Ende. Und ich stellte fest: Ich vermisste die Plattformen kaum. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Ein Wundermittel ist Digital Detox dennoch nicht: Mein Alltag wurde nicht schlagartig entschleunigt, mein Schlaf nicht über Nacht perfekt. Was sich veränderte, war meine Aufmerksamkeit – und später auch mein Umgang mit den Apps, als ich sie wieder installierte. Eine 2025 im BMC Medicine veröffentlichte Studie kam zu dem Schluss, dass eine bewusste Reduktion der täglichen Smartphone-Bildschirmzeit auf höchstens zwei Stunden über drei Wochen zu messbaren Verbesserungen der psychischen Gesundheit führt. Ich kann bestätigen: Der Unterschied liegt im Maß. Ich erkenne heute besser, wann mir Social Media guttut – und wann nicht mehr. Ich kann mich wieder einer einzigen Sache widmen, einen Film ansehen, ohne nebenbei aufs Handy zu schielen. Vielleicht ist das der größte Gewinn: nicht der Verzicht an sich, sondern die zurückgewonnene Fähigkeit, aufzuhören. Und ja, ein bisschen freue ich mich schon auf mein nächstes Digital Detox.

Getestet von Melanie Zingl

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Getestet von Melanie Zingl

 © Christoph Liebentritt

NAD+ Kraft-Kick

Kraft-Kick. Kann man sich Energie injizieren? Im vergangenen Herbst bin ich über NAD+-Infusionen gestolpert – angeblich ein richtiger Zellbooster und einer der Trends in der Longevity-Medizin. Zwei Wochen später saß ich in einer Praxis und ließ mir das Coenzym 90 Minuten lang in die Vene tropfen. Kaum läuft die Infusion, spüre ich, was mir davor angekündigt wurde: leichten Schwindel und Übelkeit.

Es ist keine Wellnessbehandlung, eine ärztliche Begleitung ist daher Pflicht. NAD+ soll den Zellen dabei helfen, sich besser zu regenerieren und wieder mehr Energie zu produzieren. Empfohlen wird eine Kur von drei bis fünf Infusionen mit schrittweiser Dosiserhöhung.

„Ab dem 30. Lebensjahr sinkt der körpereigene NAD+-Spiegel“, weiß Dr. Nina SchmidNozar, ärztliche Leiterin des Youthclub (youthclub.at). „Gleichzeitig steigen Zellschäden, entzündliche Prozesse, oxidativer Stress.“ Aktuell gibt es keine Langzeitstudien, sie sehe an ihren Patient:innen aber ein deutlich erhöhtes Energielevel, bessere Konzentration, ein verbessertes Hautbild, eine stabilere Stimmung sowie tieferen, erholsameren Schlaf. Auch ich kann das bestätigen: Nach meiner dritten Infusion fühle ich mich wacher, fokussierter – und ich schlafe tatsächlich tiefer. Ob Placebo-Effekt oder Tatsache? Schwer zu sagen.

Das große Interesse, da ist sich die Medizinerin jedenfalls sicher, zeigt, „dass Menschen ihre Gesundheit aktiv und präventiv mitgestalten möchten. Weg von der ‚Reparaturmedizin‘.“

Getestet von Katrin Jaritz

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Getestet von Katrin Jaritz

 © Can Wagener

Functional Drinks: Stay Hydrated!

Stay Hydrated! Ganz gleich, welche Social-Media-App ich derzeit öffne – überall stoße ich auf Beiträge, in denen Ärzt:innen und Influencer:innen die zahlreichen Vorzüge sogenannter Functional Drinks preisen, also von Getränken, die mit gesundheitsfördernden und leistungssteigernden Inhaltsstoffen angereichert sind. Zu gut, um wahr zu sein? Keineswegs, erklärt Richard König, Geschäftsführer von Saint Charles Organics. „Gelöste Nährstoffe kann der Körper häufig leichter aufnehmen als solche in Tablettenform. Zudem lassen sie sich mühelos in bestehende Routinen integrieren – und genau das ist entscheidend für eine nachhaltige Wirkung.“

Überzeugt! Beim nächsten Wocheneinkauf landete daher nicht nur ein Pulvermix mit über 80 Nährstoffen im Korb, sondern auch Sauerkrautsaft – er gilt als besonders wohltuend fürs Darmmikrobiom. Ein Ratschlag, der mir dabei stets im Kopf blieb: Fermentierte Getränke sollten möglichst naturbelassen, nicht unnötig erhitzt und frei von Zusatzstoffen sein.

Seitdem starte ich jeden Morgen mit meinen „Daily Greens“, und in den Matcha im Büro wandern je nach Bedarf Kollagen oder Kreatin. Mit dem Sauerkrautsaft – idealerweise auf nüchternen Magen – fremdle ich zugegebenermaßen noch ein wenig. Doch ich schätze die neue Routine sehr: Ich fühle mich energiegeladen, habe seltener Magenbeschwerden und trinke insgesamt endlich mehr. Cheers!

Getestet von Angelika Strobl

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Getestet von Angelika Strobl

 © Vanessa Hartmann-Gnong

Breathwork

Aufatmen. Wir tun es täglich etwa 20.000 Mal, und wie durch ein Wunder weiß unser Körper ganz genau, wie das geht. Einatmen, ausatmen – so einfach ist das. Ja, sogar im Schlaf beherrschen wir diesen fein ausgeklügelten Rhythmus so gut, dass wir nicht weiter darüber nachdenken müssen. Breathwork-Expert:innen sehen das ein bisschen differenzierter: Die meisten Menschen atmen zu flach, zu schnell und rein „funktional“. Breathwork – also bewusst eingesetzte Atemtechniken – kann langfristig zahlreiche positive Effekte mit sich bringen, erklärt „Soma Breath“-Lehrerin Verena Nindl.

Es boostet das Immunsystem, stabilisiert den Blutdruck und sorgt für Seelenfrieden. Meine erste Session starte ich gleich nach dem Frühstückskaffee: Während das Koffein meinen Puls nach oben treibt, fühlt sich vor allem die 20-sekündige Atempause mit anschließender Schnellatmung ungewohnt intensiv an.

Aber unterm Strich starte ich überraschend energiegeladen in den Montagmorgen. „Erste Effekte sind schon nach einer einzigen Session spürbar, etwa in Form von emotionaler Entlastung“, weiß Nindl.

Dem kann ich zustimmen. Ist Sauerstoff das neue Superfood? Vielleicht. Zwei Wochen lang übe ich täglich etwa zehn Minuten lang. Und ich muss zugeben: Ich bin tatsächlich deutlich gelassener. Ich bleibe dran!

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 © Vanessa Hartmann-Gnong

Krafttraining

Vorsorge. Sport ist für mich essenziell. Viele Jahre konzentrierte ich mich in erster Linie auf Ausdauertraining: Laufen, Radfahren, Schwimmen. Bis mir eine Studie vor Augen führte, dass vor allem für Frauen 40/50+ Krafttraining besonders wichtig ist, um dem hormonbedingten Muskelabbau und dem Osteoporose-Risiko (durch sinkendes Östrogen) entgegenzuwirken.

Studien zeigen, dass Krafttraining die Knochendichte um bis zu 13 Prozent erhöht, den Stoffwechsel anregt, das kardiovaskuläre Sterberisiko um 30 Prozent senkt und bei der Gewichtskontrolle hilft. Mehr Gründe brauchte ich nicht.

Seitdem bin ich dabei. Mindestens zwei Mal in der Woche geht’s ab zum Kieser Training. Thomas Kienbacher, ärztlicher Leiter des Rehab Zentrums Liesing, betont: „Ein zeitsparendes, gesundheitsorientiertes Krafttraining, das auf dem Prinzip des Hochintensitätstrainings (HIT) basiert. Richtig angewandt, wirkt es wie Medizin.“ Na bitte.

Getestet von Claudia Macal

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Getestet von Claudia Macal

 © Privat

LED-Gesichtsmaske

ROTLICHT. Die Faszination war sofort da, doch der stolze Anschaffungspreis ließ mich zögern. Braucht man LED-Masken wirklich? Nun: Seit einigen Wochen steht auch bei mir eine im Bad. Ich verwende meine Maske mindestens jeden zweiten Tag und fühle mich bisweilen wie bei der Kostümprobe zu einem Science-Fiction-Film.

Meist wähle ich das Rotlicht. Anfangs zehn Minuten, inzwischen eher 15. Es soll die Kollagenproduktion stimulieren und das Hautbild verbessern, während das blaue Licht gezielt gegen Unreinheiten und Rötungen wirkt. Sichtbare Faltenreduktion? Wunder darf man sich keine erwarten.

Doch nach jeder Anwendung fühlt sich meine Haut bemerkenswert weich und gepflegt an – als käme ich gerade von einer Kosmetikbehandlung. Dermatologin Dr. Marie-Theres Kasimir ordnet den Hype ein: LED-Masken können bei korrekter Anwendung und entsprechender Qualität unterstützend wirken, ersetzen jedoch keine medizinisch fundierte Antifalten-Therapie. Ich werde trotzdem weitermachen.

Nicht allein aus Hoffnung auf makellose Haut, sondern weil es sich gut anfühlt – und manchmal ist genau das Argument genug.

Gespielt von Nina Horcher

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Gespielt von Nina Horcher

 © Vanessa Hartmann-Gnong

Tennis

Vor einem Jahr ahnte ich noch nicht, dass mich rund 300 Gramm Carbon derart happy machen könnten. Doch an einem Tag im März hielt ich – zum zweiten Mal in meinem Leben – einen Tennisschläger in der Hand, stand auf dem Court und wollte wissen, wie das mit dieser Vor- und Rückhand eigentlich funktioniert. Sagen wir so: Es lief eher bescheiden. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, wurde Tennis zu einem fixen Bestandteil meiner Sportroutine. I

ch wollte besser werden, mich physisch und mental fordern. Dafür ist Tennis ideal. Denn die Ballsportart, die derzeit einen (Retro-)Boom erlebt, beansprucht nahezu den gesamten Körper: „Durch die Kombination aus schnellen Antritten, Richtungswechseln und Schlagbewegungen werden Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit gleichzeitig gefordert“, bestätigt Dr. Robert Fritz, Medizinischer Leiter der Wiener Sportordination (sportordination.com).

Besonders positiv wirke sich das Racket-Spiel auf das Herz-Kreislauf-System aus. Wer regelmäßig trainiert, könne das Risiko für Erkrankungen in diesem Bereich senken. „Zudem ist Tennis als stoßbelastende Sportart für die Knochengesundheit wertvoll“, sagt der Sportmediziner. Und dies sei gerade für Frauen ein wichtiger präventiver Faktor gegen Osteoporose.

Auch wenn es für Wimbledon in diesem Leben vielleicht nicht mehr reichen wird: Das sind doch tolle Aussichten! Gerade in stressigen Phasen schafft Tennis für mich zudem auch mental den perfekten Ausgleich. Die nächsten Stunden sind bereits gebucht.

Getestet von Kristin Pelzl-Scheruga

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Getestet von Kristin Pelzl-Scheruga

 © Heidrun Henke

Magic Mornings

Mehr Klarheit. Mein Wecker klingelt gegen 6:30 Uhr. Noch im Halbschlaf trinke ich heißes Wasser – ein ayurvedischer Klassiker, dem eine stoffwechselanregende Wirkung zugeschrieben wird. Wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, aber für mich der perfekte Übergang vom Schlaf in den Tag. Dann bereite ich mein Frühstück vor. Die Kaffeemaschine läuft an. Ich rolle die Yogamatte aus, zünde eine Kerze an und meditiere zehn Minuten. Danach ein paar Asanas, die entfernt an den Sonnengruß erinnern. Von Mitte März bis Ende November folgt dann eine kalte Dusche im Garten. Erst danach frühstücke ich. Und erst dann schaue ich zum ersten Mal aufs Handy.

Es gibt Tage, an denen das alles nicht klappt (Termine, Müdigkeit, Leben). Und jedes Mal fällt mir auf: Ich bin dann schneller gestresst, weniger fokussiert – als hätte jemand den inneren Kompass ein paar Grad verstellt. Meine Coachin Ida Marie Stoegerer, die ich in allen Lebenslagen konsultiere, sagt: „Eine gute Morgenroutine ist kein Optimierungsprogramm, sondern ein täglicher Check-in für mehr Klarheit.“ Entscheidend seien drei Dinge: Konsistenz statt Perfektion, Achtsamkeit statt Hektik und individuelle Anpassung. Meine Mischung aus Erdung, mentaler und körperlicher Aktivität findet sie gut.

Doch das Entscheidende sei nicht die kalte Dusche oder die perfekte Abfolge, sondern das starke Signal zu Tagesbeginn: Ich bin da! Und ich nehme mich ernst – noch bevor Mails, Schlagzeilen oder fremde Erwartungen hereindrängen.

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