
Historisch: Kathrine Switzer lief 1967 als erste Frau den Boston-Marathon. Sie ging damit in die Geschichte ein – und motivierte Millionen Frauen.
©Getty ImagesAmbition entsteht nicht aus Druck, sondern aus Ausdauer und Sinn. Was wir dafür von Faultieren lernen können – und andere inspirierende Erkenntnisse.
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Unstoppable!
„Das Leben ist zum Mitmachen da, nicht zum Zuschauen“, lautet das Credo von Kathrine Switzer. Die heute 79-Jährige ließ sich nicht aufhalten: Allen Widerständen zum Trotz nahm die US-Amerikanerin 1967 als erste und einzige Frau beim Boston-Marathon teil (siehe links). Sie tat es nicht nur für sich selbst: „Ich wusste, wenn ich aufgebe, würde niemand jemals daran glauben, dass Frauen 42 Kilometer und mehr laufen können.“ Mit ihrer intrinsischen Ambition ging Switzer als Pionierin in die Geschichte ein. Bis heute motiviert es sie, andere Frauen zu empowern.
Was wir von Faultieren lernen können
Effizienz statt Aktionismus: Faultiere bewegen sich extrem langsam und verbrauchen dabei kaum Energie. Die Fellknäuel handeln überlegt, vermeiden unnötige Aktivität und überleben genau deshalb in der Wildnis Mittel-und Südamerikas. Was wir von den gemütlichen Säugern für unseren Joballtag mitnehmen können? Dass es sich lohnt, auch mal einen Gang zurückzuschalten. Denn Ambition leidet unter Daueraktionismus. Wer seine Energie hingegen gezielt einsetzt und strategisch handelt, anstatt ständig eine neue Richtung einzuschlagen, bleibt leistungs-und konkurrenzfähig.
15 Minuten echte Selbstbestimmung pro Arbeitstag
– etwa in Form von frei wählbaren Aufgaben oder gezielter Fokuszeit – können die Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeiter:innen messbar steigern.
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Langweilen Sie sich!
Gääähn?! Langeweile wird oft als Zeitraum ohne jeglichen Antrieb wahrgenommen – aber die Wissenschaft zeigt: Genau in diesen Leerlaufphasen kann ein Motor für kreatives Arbeiten entstehen, wenn wir uns darauf einlassen, ohne uns schnell wieder abzulenken. Denn wird ein Bedürfnis nach Stimulation nicht befriedigt, kann dadurch erst recht ein Handlungsdrang aufkommen und die Lernbereitschaft steigen. Besonders Menschen, die offen für Neues sind, können vom Nichtstun profitieren und so fast nebenbei zu neuen Ideen finden, zeigt eine Studie der renommierten Fachzeitschrift Academy of Management. Langeweile reduziert demnach nicht die vorhandene Energie, sondern lenkt sie einfach um. Also: Künftig jede Woche einen Tag im Kalender blocken, um genüsslich in die Luft zu schauen – und gespannt darauf warten, was einem in den Sinn kommt.
Macht uns die KI zu bequem?
KI-Modelle wie ChatGPT unterstützen dabei, den Arbeitsalltag effizienter zu gestalten. Sie sorgen aber auch dafür, dass wir uns weniger anstrengen müssen – und wollen: Wer ständig mit der Technologie arbeitet, verliert eher die Lust an anderen Aufgaben, zeigt eine aktuelle Studie der Universität Hongkong und der ShanghaiTech Universität. Also: Zwischendurch lieber wieder oldschool auf dem Flipchart brainstormen und sich von den Ideen der (echten) Kolleg:innen inspirieren lassen.
Die Dreifaltigkeit der Motivation
Die Selbstbestimmungstheorie nach Edward Deci & Richard Ryan gilt bis heute als eine der wichtigsten Modelle zum Thema Leistungsbereitschaft. Bereits in den 80er-Jahren eruierten die Forscher damit, welche drei Grundbedürfnisse erfüllt werden müssen, damit Mitarbeiter:innen motiviert bleiben: Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit. Denn nur, wer Gestaltungsspielraum hat, Selbstwirksamkeit spürt und sich gleichzeitig gesehen und verbunden fühlt, kann aus dem Vollen schöpfen. Kontrolle hingegen, fanden die Psychologen heraus, schwächt den intrinsischen Antrieb.



















