
Wieso sich noch selbst anstrengen, wenn lästige Aufgaben auch ChatGPT, Claude und Co. übernehmen können? Was wir riskieren, wenn wir unsere To-dos an die künstliche Intelligenz abgeben – und in welchen Bereichen Female Leader davon profitieren.
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Schreib mir einen pointierten ersten Satz.“ Zugegeben, es ist ziemlich verlockend, generative KI wie ChatGPT oder Claude anzuheuern. Vor allem an Tagen, an denen die Kreativität auf sich warten lässt, während die Deadline immer näher rückt. Ob zum Brainstormen, für das Ausarbeiten einer Konzeptidee oder die E-Mail an den Big Boss: Für viele ist es mittlerweile selbstverständlich, die Anwendungen in Anspruch zu nehmen. Nur zu welchem Preis? Wir sollten ihn nicht unterschätzen, gibt Wissenschaftsjournalistin Sibylle Anderl zu bedenken. In ihrem neuen Buch „Bequeme neue Welt“ konfrontiert sie ihre Leser:innen mit dem, was wir aufgeben, wenn wir uns zu sehr auf die Vorzüge moderner Technologie verlassen: letztendlich vieles davon, was das Menschsein ausmacht. „Ich merke aktuell selbst immer wieder, wie schnell man sich daran gewöhnt, bei Problemen nicht zuerst einmal selbst über eine Lösung nachzudenken, sondern gleich den Chatbot zu fragen“, reflektiert die Autorin im Gespräch mit WOMAN. „Dinge zu verstehen, kreativ zu sein, mit anderen zu brainstormen und komplexe Situationen aufgrund eigener Erfahrung einzuschätzen, das sind Fähigkeiten, die wir bisher als besondere menschliche Stärken gesehen haben. Wenn wir all das zunehmend verlernen würden, wäre das dramatisch.“
