Warum arbeiten Sie wirklich? Sieben Frauen geben Antworten

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Blüte und Biene

©Stocksy

Alle reden von Purpose - doch was treibt jene wirklich an, die Entscheidungen treffen und Führung leben? Wir haben nachgefragt: Sieben Frauen über ihre persönlichen Motive.

„Die Begeisterung der Jungen motiviert“

SILVIA ANGELO

VORSTÄNDIN DER ÖBB-INFRASTRUKTUR AG

„Bereits ein Fünftel unserer Lehrlinge sind Frauen. Das ist in der noch immer sehr männlich geprägten Bahnbranche ein toller Erfolg“, sagt Silvia Angelo. Die ÖBB-Vorständin begeistert es, zu sehen, „wie erfolgreich unsere vielen Initiativen und Projekte sind, um die Bahn weiblicher und noch besser zu machen“. Gleichzeitig ist Angelo überzeugt, dass es für „Die Begeisterung der jungen Menschen in unserer Lehrwerkstätte motiviert mich am meisten.“ Das Wichtigste, das Angelo als Führungskraft über nachhaltige Ambition gelernt hat: „Man kann nie genug kommunizieren. Auch wenn man glaubt, dass eh alles klar ist. Kommunikation selbst ist überdies ein Zeichen von Wertschätzung. Fehlt sie, wirkt das hingegen schnell demotivierend.“

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Silvia Angelo

 © OTS

WOMAN EMPFIEHLT

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Aus Freude, etwas zu bewegen

ANJA TRETBAR-BUSTORF

CHIEF CORPORATE AFFAIRS OFFICER BEI MAGENTA

„Ich sehe mich als Teil eines Unternehmens, das seine gesellschaftspolitische Verantwortung ernst nimmt“, erklärt Anja Tretbar-Bustorf. „Damit meine ich unter anderem unser Engagement mit der Kampagne ‚Hass im Netz‘ oder die Umsetzung unserer Energieeinsparungsziele, die über den reinen Finanzerfolg hinausgehen.“ Mit dieser Haltung könne sie sich persönlich identifizieren und umso mehr über Erfolge freuen. In puncto Teambuilding sei es wichtig, „individuelle Bedürfnisse im Blick zu behalten – die der anderen ebenso wie die eigenen. Jeder Mensch benötigt unterschiedliche Rahmenbedingungen, um sich zu entfalten.“

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Anja Tretbar-Bustorf

 © Magenta

Um gemeinsam Ziele zu erreichen

SYLVIA DELLANTONIO

GESCHÄFTSFÜHRERIN BEI WILLHABEN

Seit Beginn ihrer Karriere sei Sylvia Dellantonio der Motor ihrer Motivation immer bewusster geworden: „Die vielen wunderbaren, engagierten und fähigen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich gemeinsam immer wieder neue Ziele erreichen möchte.“ Dafür lohne es sich, auch mal Zeit für Kaffeepausen oder Gespräche am Gang einzuräumen. „Das scheint gegen Effizienz zu sprechen, unterstützt aber soziale Bindungen und fördert die Zusammenarbeit in schwierigen Phasen.“ Merkt die Willhaben-Geschäftsführerin, dass sie an einem Tag keine 100 Prozent geben kann, schafft sie erst recht Platz, „um die Batterien wieder aufzuladen“.

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Sylvia Dellantonio

 © Willhaben / Daniel Waschnig

Für Wirksamkeit

SABINE BOTHE

HEAD OF PEOPLE AND CULTURE BEI ERSTE BANK

Sabine Bothe arbeitet gerne an herausfordernden Themen: „Wenn aus Unsicherheit Klarheit wird, aus Potenzial Performance und aus guten Ideen Entscheidungen entstehen, kann ich meinen und den gemeinsamen Beitrag des Teams spüren.“ Während die Personalchefin der Erste Bank zu Beginn ihrer Karriere vor allem Leistung antrieb, ist es heute die Wirksamkeit, verrät sie. Geht es darum, Mitarbeiter:innen langfristig zu motivieren, ist Bothe überzeugt: „Die Klarheit der Richtung und des eigenen Beitrags ist ein unterschätzter Faktor.“ Ambivalenz hingegen sei kontraproduktiv.

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Sabine Bothe

 © Lukas Ilgner

Um Gestaltungsspielräume zu nutzen

JUDIT HAVASI

CEO BEI DONAU VERSICHERUNG

„Mit der Zeit habe ich gelernt, dass Wirkung als Führungskraft weniger mit Kontrolle zu tun hat, sondern mit Vertrauen und Klarheit – gerade in heterogenen Teams“, weiß Judit Havasi. Die CEO der Donau Versicherung findet ihren Antrieb darin, Gestaltungsspielräume sinnvoll zu nutzen. „Besonders dann, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und daraus bessere Entscheidungen entstehen.“ Ihr Tipp für starkes Teamwork: „Raum für unterschiedliche Sichtweisen zulassen.“

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Judit Havasi

 © APA OTS

Für innovative Ideen

MARLENE DRASCHWANDTNER

GESCHÄFTSFÜHRERIN BEI DM

„Mein Anspruch ist es, die einzelnen Menschen und die gesamte Organisation bei ihrer Weiterentwicklung zu begleiten und dabei mit innovativen Ideen Lust auf die Zukunft zu machen“, sagt Marlene Draschwandtner. Die langfristige Strategie und Ziele transparent zu kommunizieren, sei entscheidend, um Mitarbeiter:innen zu empowern, glaubt die dm-Chefin. „Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Erarbeitung gemeinsamer Werte im Team und die Etablierung einer entsprechenden Fehlerkultur.“ Ihr Tipp: Zusammen an der Sinnorientierung arbeiten und auch kleine Erfolge wertschätzen. „Ich bin davon überzeugt, dass die Möglichkeit, im eigenen Gestaltungsspielraum frei handeln zu können, sehr motivierend wirkt.“

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Marlene Draschwandtner

 © dm/Helge Kirchberger

Um etwas Positives zu bewirken

EVA POSAN

CHIEF FINANCIAL OFFICER BEI HOFER ÖSTERREICH

„An einer Geschäftsphilosophie mitzuwirken, die Menschen ein leistbares Leben ermöglichen soll und gleichzeitig Themen wie Nachhaltigkeit vorantreibt, gibt mir Energie und erfüllt mich“, sagt Eva Posan auf die Frage, was sie in ihrem Job besonders motiviert. Die HOFER-CFO ist überzeugt: Wertschätzung und echtes Interesse an den Menschen werde dahingehend oft unterschätzt. „Mitarbeiter:innen wollen verstehen, warum ihre Arbeit wichtig ist – und welchen Beitrag sie leisten.“ Auch Vielfalt spiele beim Thema Ambition eine große Rolle, argumentiert Posan: „Unterschiedliche Hintergründe, Lebenswege und Sichtweisen machen Teams kreativer und stärken das Miteinander.“

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Eva Posan

 © HOFER

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