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Beyoncé: Die "Crazy in Love"- Sängerin im Portrait

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Aktualisiert
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13 min
Beyonce Rock in Rio 2013

Beyonce Rock in Rio 2013

©Getty Images
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Meistprämierte Sängerin sowie meistausgezeichnete Künstlerin in der Geschichte der Grammys. Schon allein wenn man den Namen Beyoncé liest, denkt man an eine elegante aber zugleich sehr attraktive Frau. Sie glänzt jedoch nicht nur durch ihre Vielzahl an Awards, sondern ebenfalls durch ihre Unterstützung des Feminismus, ihr soziales Engagement und durch ihre eigenen Modelinie Ivy Park.

Zu Recht wird Beyoncé auch als "Queen B" bezeichnet. Sie ist nicht nur eine unschlagbare Sängerin, sondern brilliert auch als Tänzerin und Modelabelbesitzerin. Einen Bienenstock bei ihr im Garten, mit dem sie eine Vielzahl an Honig mit ihrem Bienenvolk produziert, könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass sie "Queen B(ee)" genannt wird.

Steckbrief: Beyoncé

  • Name: Beyoncé Giselle Knowles-Carter

  • Geboren am: 4. September 1981

  • Sternzeichen: Jungfrau

  • Geburtsort: Houston, Texas (USA)

  • Wohnort: Vereinigte Staaten von Amerika

  • Beruf: Sängerin, Songwriterin, Model, Schauspielerin

  • Ehepartner: Jay-Z

  • Kinder: Blue Ivy, Rumi und Sir Jay-Z

Jugend: Keine leichte Kindheit

Das Licht der Welt erblickt Beyoncé Knowles am 4. September 1981 in Houston, Texas. Sie wächst als erstes Kind ihrer Eltern Mathew Knowles und Célestine Ann Beyoncé auf. Die Eltern gingen gesellschaftlichen Berufen, wie Friseurin und Vertriebsleiter eines Technologieunternehmens, nach. Der Vater hat afrikanische Wurzeln, ihre Mutter ebenfalls afrikanische plus französische, indianische und irische Abstammung.

Nach jahrelangen Zusammenarbeit mit ihrem Vater als Manager feuert sie ihn und regelt ihre Karriere auf eigene Faust. Das Management ihrer Eltern war sehr streng. Doch nicht nur das. Sie musste Tag ein Tag aus rund um die Uhr zu vielen Tanz- und Gesangsstunden und auch sehr viel Sport betreibe. Ihre Eltern wollten dadurch erreichen, dass ihre Tochter aus der Masse heraussticht und alle übertrifft.

Schon als Teenager erreichte sie dieses Ziel ihrer Eltern als Mitglied der Band Destiny's Child. Die Girlband wurde sehr bekannt und berühmt, obwohl innerhalb der Gruppe ganz und gar nicht Friede, Freude, Eierkuchen herrschte. Auch nach vielen veröffentlichten Hit-Singles, schliefen die Mädels trotzdem immer noch in Mehrbettzimmern, stritten sich über Telefone und Wertkarten. Man kann also nicht von einer harmonischen Zusammenarbeit zwischen den Sängerinnen sprechen.

Karriere: Die musikalische Laufbahn von Beyonce

Ihre Karriere begann 1987–1996 als sie von einem Lehrer entdeckt wurde und bei einer Talentshow sogar den ersten Platz erreichte. Ihr Weg ging in diversen Schul- und Kirchenchören weiter, in denen sie auch als Solistin agierte. 1997–2001 war dann die Zeit der Girlband Destiny’s Child, mit der sie viele erfolgreiche Veröffentlichung feiern durfte. 2002–2003 hatte sie dann den Durchbruch ihrer Solokarriere mit dem Debütalbum "Dangerously in Love". Sofort nach der Veröffentlichung war das Album auf Platz 1 der amerikanischen Billboard-200-Albumcharts und verkaufte sich weltweit über 11 Millionen Mal.

Columbia Records veröffentlichte "Single Ladies" als Single am 13. Oktober 2008 als Doppel-A-Seite neben "If I Were a Boy", die den Kontrast zwischen Beyoncé und ihrem aggressiven Alter Ego Sasha Fierce auf der Bühne zeigt. Es untersucht die mangelnde Bereitschaft von Männern, Vorschläge zu machen oder sich zu binden.

Die sehr bekannten Songs "Crazy in Love" und "Baby Boy", welches zusammen mit Sean Paul produziert wurde gelangen auf Platz 1 in den USA. Benannt nach ihrer Glückszahl releaste sie ihr Album "4" im Juni 2011, welches auch in kürzester Zeit Platz 1 der amerikanischen Billboard 200 erreichte. Die Lead-Single war die R&B-Uptempo-Nummer "Run the World (Girls)". Es folgten noch viele nennenswerte Auftritte auf dem Coachella-Festival und viele weitere Veröffentlichung. 2022 veröffentlichte sie das Album Renaissance, welches im Juli 2022 auf den Markt kam.

Anfang 2023 kündigt Beyoncé die "Renaissance World Tour" an - das wird ihre erste Tour seit sieben Jahren sein. Leider sind keine Konzerte in Österreich geplant - Fans können ihr Idol aber in anderen europäischen Städten sehen.

Auszeichnungen und Preise

"Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.", sagte schon Aristoteles, was auf Beyoncés Werke auf jeden Fall zutrifft. Ihr Talent als Sängerin und Schauspielerin wurde mit einer Vielzahl von Auszeichnungen und Preisen belohnt. Allein in der Musik waren es mehrere Billboard Music Awards, viele verschiedene MTV Awards, 4 GAFFA Awards, 1 Peoples Choice Award und viele weitere.

Seit den Grammys 2023 hält Beyoncé den Rekord mit den meisten Auszeichnungen. Sagenhafte 32 Trophäen darf sie ihr Eigen nennen. Bei den 65. Grammy Awards gewann sie in folgenden Kategorien: Best Dance/Electronic Recording, Best Dance/Electronic Music Album, Best Traditional R&B Performance und Best R&B Song.

Auch als Schauspielerin konnte sie schon brillieren und Fernseh- und Filmpreise abstauben. Eine Oscar-Nominierung und mehrere Golden Globe-Nominierungen können sich sehen lassen, auch wenn sie diese nicht gewonnen hat. Dafür bekam Queen B zwei MTV Movie & TV Awards, einen National Film Award UK, einen Peabody Award und andere Preise für ihre Leistungen.

Multitalent Beyoncé: Ihre Erfolge als Model und Schauspielerin

Hach, wenn's läuft, dann läuft's! Nicht nur als Sängerin ist Beyoncé ein wahres Talent, sondern auch vor der Linse als Schauspielerin und Model. Schon im Jahr 2001 konnte man sie als Hauptdarstellerin in der MTV-Produktion "Carmen: A Hip Hopera" neben Mekhi Phifer bewundern. Im Film " Der rosarote Panther" verkörperte sie 2006 die Rolle der Xania an der Seite von Steve Martin, Kevin Kline und Jean Reno. Einige Monate später spielte sie dann in Zusammenarbeit mit Jamie Foxx, Eddie Murphy und Danny Glover Deena Jones im Kinoformat des Musicals "Dreamgirls".

Diese Rolle führte Beyoncé zu einer Golden-Globe-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin im Bereich Komödie oder Musical. 2008 hatte sie die Rolle der Bluessängerin Etta James im Drama "Cadillac", in dem sie an dem Soundtrack mitschrieb. Dadurch erlangte sie eine Golden-Globe-Nominierung für den besten Filmsong. Viele weitere Rollen folgten. Doch nicht nur das. Auf diversen Covers von Magazinen zeigt Beyoncé ihre Verletzlichkeit, aber auch ihre taffe und starke Seite.

Privatleben: Familie und das Zusammenleben mit Jay-Z

Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist Beyoncé als Mutter sehr wichtig. Seit dem 4. April 2008 ist sie mit Rapper Jay-Z glücklich verheiratet. Da die Sängerin sehr abergläubisch ist, hat sie natürlich eine Glückszahl - die 4. Ihr Hochzeitstermin musste deshalb auch an einem 4. stattfinden, wie auch ihr viertes Album den Namen "4" trägt, oder das gemeinsame Tattoo mit ihrem Ehemann die römische Zahl "IV" für 4 ist. Ihre gemeinsamen Kinder Blue Ivy Carter, Rumi Carter und Sir Carter sind ihr ein und alles.

Nach der dramatische Geburt der Zwillinge Rumi und Sir per Not-Kaiserschnitt durchlebte ihr Körper eine starke Veränderung. Schon vor der Geburt gab es Komplikationen, wodurch die Folgen eine enorme Gewichtszunahme durch Wasserablagerungen und Bettruhe waren. Bei der Geburt selbst waren die Zwillinge und auch sie selber dann im Überlebensmodus. "Ich brauchte Zeit, um zu heilen, um mich zu erholen", sagte sie nach der Geburt, weshalb sie auch bei dem folgenden Vogue-Shooting all ihre Masken fallen lies und nur sie selbst war. All ihre Perücken und ihr Make-up legte sie zur Seite und lies sich von Tyler Mitchell portraitieren.

Queen B(ee): Beyoncé als stolze Bienenmami

Neben ihrer Leidenschaft für Fashiondesign hat die Sängerin eine neue Bestimmung gefunden hat und zwar als Bienenmama. Für ihre Sprösslinge hat sich Beyoncé nun zwei eigene Bienenvölker zugelegt, um ihren eigenen Honig zu produzieren. Der beliebte Brotaufstrich soll wunderbar gegen die Allergien der Mädchen helfen. Rund 80.000 Bienen leben bei der Queen B zu Hause und versorgen die Familie jährlich mit über 100 Gläser Honig.

Ihre Modelinie: Ivy Park

Ein weiteres kleines eigenes Baby wächst heran: Ivy Park, ihre ganz eigene Modelinie. Mit der Firma erschuf sie eine neue Ausdrucksform ihrer Kunst und machte auch eine Kooperation mit Adidas möglich. Die Sportbekleidungslinie umfasst Oberteile, Unterteile, Badebekleidung und Accessoires, die zwischen 30 und 200 US-Dollar kosten. Ihre Tochter Blue Ivy inspiriert sie zu ihren neuen Designs für das Label. Der "Fashion Freitag" wird bei Beyoncé und ihrer Tochter jede Woche gefeiert.

When I have to conquer those things, I still go back to that park. The park became a state of mind. The park became my strength. The park is what made me who I am. Where's your park?

Der Name Ivy Park erinnert sie immer wieder an den Parkwood Park in Houston, in welchem sie jeden Morgen trainierte und ihre persönliche Stärke fand. Beyoncé erblickte dort immer die Sonnenstrahlen, die durch die Äste der Bäume strahlten. Sie gaben ihr Kraft, nicht aufzugeben und ein Vorbild für ihre kleine Schwester zu sein. Mit diesem Motto der Modelinie will die Sängerin vermutlich bezwecken, dass jeder diesen Park, die eigene Kraftquelle in seinem Leben findet und nicht aufgibt. Der erste Teil des Namen erinnert an den Namen ihrer Tochter Blue Ivy, die auch das ein und andere Mal mit ihrer Schwester für das Label modelt.

Beyoncés weiteren Engagements

Neben ihrer Modelinie Ivy Park engagiert sie sich außerdem sehr für den Feminismus. Interviews nutzt sie vor allem um über Sexismus und Gleichberechtigung zu sprechen, aber auch wie wichtig es ist, dass Frauen sich untereinander unterstützen und starke Freundschaften bilden. Ein weiterer grundlegender Punkt für sie ist es, über die wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung afro-amerikanischer Frauen in den USA zu berichten. Darüber hinaus singt sie auch in ihren Songs über diese Dinge und spiegelt verschiedene Frauenfiguren und Religionen in ihren Bühnenkostümen wider.

Der Einsatz Beyoncés gilt jedoch nicht nur dem Feminismus, sondern sie besitzt auch sehr viel soziales Engagement. Sie unterstützte die Opfer des Hurrikan Katrina aus dem Jahr 2005 und spendete 100.000 US-Dollar. Das Beyoncé Cosmetology Center eröffnete sie im März 2010 mit ihrer Mutter, welches Kosmetik-Trainingskurse für drogen- oder alkoholabhängige Personen als Rehabilitationsbegleitung anbietet.

Was wir von Beyoncés Lebensweise lernen können

"Never let success go to your head, never let failure get to your heart", sagt Beyoncé. Man sollte sich also den Erfolg nicht zu Kopf steigen lassen. Auch wenn einem eine Hürde im Alltag nicht sofort gelingt, sollte man sich das nicht gleich zu Herzen nehmen. Gerade in Zeiten von Social Media und Co. kann man sich schnell mal in seinem eigenen Erfolg verlieren oder an seinem eigenen Versagen zerbrechen. Liegt vermutlich auch daran, dass man in den sozialen Netzwerken auf sehr viel Hate trifft.

Von diesem Zitat und Beyoncés Lebensweise können wir viel mitnehmen und sollten versuchen, diese Weisheiten in unserem eigenen Alltag einzusetzen. Von Beyoncé können wir lernen, dass wir niemandem etwas beweisen müssen, außer uns selbst. Auch wenn im Leben immer wieder Hindernisse auftauchen und sich Steine uns in den Weg legen, werden bessere Zeiten kommen.Dem eigenen Herzen folgen und sich auf das eigene Sein zu konzentrieren ist Beyoncé sehr wichtig.

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