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Neuer Beauty-Trend: Warum sich Frauen jetzt das Gesicht rasieren ...

"Dermaplaning" verspricht schönere Haut und den gewissen Glow. Trotzdem solltet ihr es den TikTok-Influencerinnen nicht einfach blind nachmachen ...

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Neuer Beauty-Trend: Warum sich Frauen jetzt das Gesicht rasieren ...

Bitte hört auf, einen handelsüblichen Rasierer für's Dermaplaning zu verwenden!

© iStock

Eine komplette Gesichts-Rasur? Nein, ganz so abwegig, wie es sich zunächst anhört, ist es nicht. Denn auch Elizabeth Taylor, Marilyn Monroe und – der Überlieferung nach – sogar Kleopatra rasierten regelmäßig ihr Gesicht. Und zwar von der Stirn bis zum Kinn.

Nun erlebt die Gesichtsflaum-Entfernung unter dem Namen "Dermaplaning" vor allem auch dank TikTok einen neuen Aufschwung. Immer mehr Beauty-Studios bieten mittlerweile die Behandlung an, bei der mit einer rasiermesserscharfen Klinge (uns schaudert!) das gesamte Gesicht bearbeitet wird. So befreit man die Hautoberfläche zum einen vom störender Flaumbehaarung und zum anderen von abgestorbenen Hautschüppchen befreit.

Der versprochene Effekt: eine besser durchblutete, straffere, glattere Haut und ein ganz spezieller Glow, wie wir ihn sonst nur von chemischen Peelings kennen!


Wir haben bei Hautexpertin Vera Pöllabauer nachgefragt!


Warum ist Dermaplaning DER Beauty-Trend?

Dazu habe das Treatment viele weitere Vorteile, so Vera Pöllabauer, Hautexpertin und Inhaberin des Babor Beauty SPA im ersten Wiener Gemeindebezirk: "Besonders in Falten setzen sich vermehrt abgestorbene Hautschüppchen ab. Werden diese mit dem Skalpell abgetragen, wirken Falten sofort weniger tief."

Noch mehr Beautybenefits? Dermaplaning lässt die Haut strahlen und auch Make-up wirkt viel schöner und ebenmäßiger: "Gerade die Flaumhärchen in unserem Gesicht lassen unsere Haut matt und fahl wirken. Nach der Behandlung ist der Glow sofort sichtbar!"

Außerdem könne das Treatment zu einer besseren Hauthygiene beitragen: "In unseren Flaumhärchen fühlen sich Bakterien pudelwohl. Sie ziehen ihre Nahrung daraus. Wenn wir ihnen mit Dermaplaning den Nährboden wegnehmen, kommt es sehr schnell zu Hautverbesserungen bei unreiner Haut und Entzündungen."

Gleichzeitig sei die Sorge, (und das wäre unsere größte Angst!), dass die Babyhärchen im Gesicht dann als kratzige Stoppeln nachwachsen völlig umsonst.

Wie funktioniert Dermaplaning genau?

Denn bei dem auch als Kao Sori-Behandlung (japanisch für "rasiertes Gesicht") bekannten Beauty-Treatment wird eine sonst nur in der Chirurgie gebräuchliche Klinge verwendet. Diese ist einen Zentimeter lang und an der Spitze scharf gekurvt.

Diese wird von der Kosmetikerin im 45-Grad-Winkel angesetzt und kratzt dann in kleinen, schnellen Aufwärtsbewegungen über die zuvor gereinigte und nun trockene Gesichtshaut. Dabei kappt die skalpellartige Klinge die Haare so sanft, dass sie auch ganz zart wieder nachwachsen. Deshalb: Finger weg vom Einweg-Rasierer – mit dem klappt die Sache leider nicht so gut.


@hxlindx

How I remove peach fuzz! All products linked on my Instagram 🦋 No I dont break out & it does not grow back thicker!! ##fyp ##dermaplaning ##homemade

♬ No Idea (DJ Purpberry Chopped and Screwed) - Don Toliver


Warnung vor DIY-Experimenten

Außerdem bestünde durch die fast unbeweglichen Klingen eine hohe Verletzungsgefahr, wie die Hautexpertin warnt: "Die meisten Damenrasierer verfügen zudem über eine Pflegebeschichtung. Diese bildet einen Bakterienherd, mit dem sich unsere zarte Gesichtshaut nicht gut verträgt."

Sollte auf DIY-Experimente à la TikTok also besser ganz verzichtet werden? "Es gibt schon skalpellähnliche Dermaplaning-Rasierer die für Sicherheit sorgen", sagt die Beauty-Expertin. "Es bedarf allerdings Übung, da die Rasur in Haarwuchsrichtung und im richtigen Winkel durchgeführt werden sollten."

Wer sollte auf die Gesichtsrasur verzichten?

Vorsicht: Nicht jede ist eine gute Kandidatin für die Behandlung. "Bei Menschen mit empfindlicher Haut, Neurodermitis, Rosacea und Akne ist Vorsicht geboten", so Pöllabauer. Dermaplaning könnte die Haut weiter reizen kann.

Fazit: Empfehlenswert! Ab € 150,-.