Ressort
Du befindest dich hier:

Was ist "Dermaplaning" und warum ist die Facial-Behandlung nicht für jede geeignet?

Jetzt rasieren wir unser Gesicht! Der neue Beauty-Trend "Dermaplaning" verspricht schönere Haut und den gewissen "Glow". So funktioniert die Behandlung:

von

Video: So funktioniert die Kao Sori-Behandlung

© Video: Zotos Salon Cherry

Eine komplette Gesichts-Rasur? Nein, ganz so abwegig, wie es sich zunächst anhört, ist es nicht. Denn auch Elizabeth Taylor, Marilyn Monroe und - der Überlieferung nach – sogar Kleopatra rasierten regelmäßig ihr Gesicht – und zwar von Stirn bis Kinn.

Nun erlebt die Gesichts-Rasur unter dem Namen "Dermaplaning" eine neue Hochkonjunktur – zumindest in Amerika. Immer mehr Beauty-Studios bieten mittlerweile die Behandlung an, bei der mit einer rasiermesserscharfen Klinge (ganz kurz schaudert uns! ) übers gesamte Gesicht gefahren wird. Der versprochene Effekt: schönere, glattere Haut und ein ganz spezieller Glow, wie wir ihn sonst nur von ausgezeichneten Peelings kennen!

Warum ist Dermaplaning DER Beauty-Trend?

Dazu habe das "Dermaplaning" noch einen weiteren Vorteil, so Dana Stern, Dermatologin am "Laser Skin Surgery"-Center in New York: "Im Gegensatz zu chemischen Peelings wird der pH-Wert der Haut bei dieser Behandlung nicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Es ist eine ganz simple mechanische Peeling-Methode, bei der tote Hautzellen abgetragen werden und der Teint strahlender wird. Da auch der Gesichtsflaum abrasiert wird, fühlt sich die Haut weicher und feiner an, das Make-up lässt sich viel leichter und gleichmäßiger auftragen."

Trotzdem braucht man (und das wäre unsere größte Angst!) keine Sorge zu haben, dass die Babyhärchen im Gesicht dann als kratzige Stoppel nachwachsen.

Wie funktioniert Dermaplaning genau?

Denn bei dem auch als Kao Sori-Behandlung (japanisch für rasiertes Gesicht) bekannten Beauty-Treatment wird eine sonst nur in der Chirurgie gebräuchliche Klinge verwendet. Diese ist einen Zentimeter lang und an der Spitze scharf gekurvt.

Diese wird von der Dermatologin im 45-Grad-Winkel angesetzt und kratzt dann in kleinen, schnellen Aufwärtsbewegungen über die zuvor gereinigte und nun trockene Gesichtshaut. Dabei kappt die skalpellartige Klinge die Haare so sanft, dass sie auch ganz zart wieder nachwachsen. Also: Finger weg vom Einweg-Rasierer – mit dem klappt die Sache leider nicht so gut.

Wer sollte auf die Gesichtsrasur verzichten?

Aber: "Nicht jede ist eine gute Kandidatin für die Behandlung", warnt Inna Knyazevych, eine Star-Kosmetikerin, gegenüber HelloGiggles: "Menschen mit empfindlicher Haut, Rosacea und Akne sollten sich von Dermaplaning fernhalten, da dies die Haut weiter reizen kann.“ Knyazevych warnt auch davor, dass viele Kundinnen Tage nach der Behandlung aufgrund eingewachsener Haare winzige Hautunebenheiten verspüren. "Die Hautbarriere wird auch danach beeinträchtigt, und die Haut fühlt sich trockener an als normal", sagt sie. Deshalb werden nach dem Eingriff in der Regel reichhaltige Feuchtigkeitscremes und Masken empfohlen.

Das könnte dich auch interessieren: