
VISIONÄRINNEN. Düzen Tekkal (l.) und Kristina Lunz setzen sich seit Jahren für eine gerechtere Welt ein. Sie sind überzeugt: Gegen Frauenhass braucht es dringend neue Gesetze.
©Stevy HochkeppelGewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. Die Aktivistinnen Kristina Lunz und Düzen Tekkal zeigen in ihrem neuen Buch auf, was sich ändern muss, damit sich alle sicher fühlen.
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Sie kommt beinahe so verlässlich wie das morgendliche Klingeln des Weckers: die Nachricht, dass wieder ein Mann einer Frau Gewalt angetan hat. Männliche Gewalt ist, so die tragische Wahrheit, in unserer Gesellschaft allgegenwärtig – im Alltag wie im digitalen Raum. Das zeigen Fälle wie jene der Französin Gisèle Pelicot oder auch jener der deutschen Schauspielerin Collien Fernandes. Und die Zahlen untermauern: Es kann jede treffen. In Österreich ist etwa jede dritte Frau ab 18 Jahren von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. 2026 verzeichnen wir hierzulande mit Stand 29. Juli bereits 15 Femizide. Die Täter sind – wie bei Pelicot und Fernandes – keine Fremden, sie kommen allesamt aus dem engeren Umfeld der Opfer. Es sind ihre Bekannten, Ehemänner, Ex-Partner oder der eigene Vater, dokumentieren die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF). Kristina Lunz und Düzen Tekkal wollen das nicht länger hinnehmen: Die beiden Menschenrechtsaktivistinnen fordern die Politik zum Handeln auf. In ihrem neuen Buch formulieren sie zehn konkrete Forderungen, um geschlechterspezifischer Gewalt langfristig etwas entgegenzusetzen. Mit dem Titel „Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?“ liefern sie nicht nur eine provokante – und längst überfällige – Frage, sondern vielmehr ein Plädoyer für eine Gesellschaft, in der sich alle sicher fühlen.
