
Zwischen Freiheit, Selbstfindung und Weekend-Getaway: Auf Solo-Trips entdecken wir nicht nur neue Orte, sondern auch völlig neue Seiten an uns selbst.
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An das Gefühl erinnere ich mich bis heute: ein Mix aus Vorfreude, Aufregung und im Hinterkopf die leise Frage: Machst du das jetzt wirklich?!? Doch der 55-Liter-Rucksack war gepackt, die Handynummer meiner Mama – und alle anderen wichtigen Daten – hatte ich in einem kleinen Buch notiert, und der Reisepass lag griffbereit in meiner Tasche. Es war Februar 2017, ich war auf dem Weg zum Flughafen und konnte selbst nicht glauben, was ich da vorhatte: einen Monat lang durch Thailand reisen. Ohne großen Plan. Ohne Begleitung. Nur ich und meine Abenteuerlust.
Zum Abschluss meines Masterstudiums wollte ich den Kontinent verlassen. Und mit ihm meine Komfortzone. Auch wenn mein Backpacking-Trip als 27-Jährige vermutlich anders aussah als ein Urlaub, den viele, einschließlich mir, heute planen würden: Die Motivation, mit der sich Frauen in dieses Abenteuer stürzen, ist der meinen ähnlich: ein Mal etwas völlig Neues, ja, vielleicht auch ein bisschen Verrücktes wagen. Sich dabei selbst besser kennenlernen und der Frage stellen: Wer bin ich eigentlich, wenn wirklich niemand zusieht? Wenn ich keine Kompromisse eingehen muss? Alles allein entscheide – nur für mich.
